Meine Einstellung zur USA

Es ist schon seltsam, wie das mit dem Bloggen laufen kann. Heute Nachmittag habe ich die Artikel zur Blog Parade gelesen und mich ein wenig geärgert, dass ich keine Zeit hatte, selber mehr zu meiner Einstellung der USA gegenüber zu verfassen. Tja, “Kein Problem”, dacht ich, “das machst du einfach vor der Vorstellung der einzelnen Artikel”. Und so habe ich dann angefangen diesen anderen Artikel zu schreiben und plötzlich war ein ellenlanger Text auf dem Bildschirm – ohne einen fremden Beitrag zur Parade einzubinden nur mit eigenen Ansichten. Lange Rede kurzer Sinn: Hier meine Einstellung zu den Vereinigten Staaten, die Auswertung der Parade folgt voraussichtlich morgen. Continue reading

George Washington (1789-1797)

Mein Ziel in den letzten Tagen alle US Präsidenten vorzustellen ist nicht erreichbar. Ich hätte bei der Aufstellung des Zieles wohl auf den Klausurkalender gucken sollen. Stattdessen gibt es nun eine neue Serie über die Präsidenten, bei denen ich diese einzeln vorstellen werde – vielleicht in wöchentlichen Abständen bis zur Wahl des nächsten im November. Und deshalb geht es jetzt auch los mit George Washington, dem ersten Präsidenten der USA:

George Washingon (1789 – 1797)

* 1732 | † 1799 | Partei: keine ((Man muss ihn den Föderalisten nahestehend ansehen, aber da er nicht viel von Parteien hielt, wäre es wohl etwas vermessen ihnen diese zuzurechnen))| Herkunft: Virginia

image George Washington wurde als Sohn eines Tabakfarmers in Virginia geboren. Er arbeitete zunächst als Geometer, bis sein Bruder 1752 starb und er damit – sein Vater war bereits früher gestorben – die Plantage Mount Vernon übernahm. Im kurz darauf beginnenden Frensh and Indian War wurde er ab 1753 mehrmals vom Gouverneur über die Appalachen geschickt um dort die Franzosen zu vertreiben. Auch wenn die militärischen Erfolge sicherlich nicht entscheidend waren, wurde er 1758 Oberst der Kolonialmiliz. Er spielte sogar mit dem Gedanken an eine militärische Karriere, bis die Briten ihm ein Offizierspatent verweigerten. Nach dieser Demütigung zog er sich auf seine Plantage zurück. Dort heiratete er 1759 die ein Jahr ältere Martha Dandridge Curtis, die ein beachtliches Vermögen mit in die Ehe brachte. Damit stieg sein Einfluss und Ansehen und kurz nach der Hochzeit war er so Abgeordneter im Parlament der Kolonie. Continue reading

Merkel vs. Bush: Wer ist mächtiger?

Im Rahmen der amerikanischen Woche hier im Blog und als Einstimmung für die Wahlen am heutigen “Super-Tuesday” soll es nun um die Frage gehen, wer mächtiger ist: US-Präsident bzw. Bundeslanzler. Es geht dabei nicht darum festzustellen, dass die USA fast 3,5mal so viele Einwohner haben, wie die Bundesrepublik oder eine größere Armee besitzt, sondern es geht in erster Linie um eine Betrachtung des Präsidenten im jeweiligen politischen System. Meine erste Arbeit an der Uni hatte ich zu dem Thema geschrieben und dementsprechend gibt es nun diesen Essay nochmal :) Continue reading

Iranisch-amerikanischer Zwischenfall auf hoher See

Gestern ging die Meldung durch die Medien, dass es in der Straße von Hormus zu einer Konfrontation zwischen iranischen und amerikanischen Schiffen gekommen wäre. Iranische Schnellboote hätten die amerikanische Flotte dabei bedroht und mit deren Zerstörung gedroht. Wie so oft, ist unsicher, was nach einem solchen Vorfall nun wahr ist und was Propaganda einer Seite. Grade dieser Frage hat sich der Spiegelfechter in einem Artikel gewidmet, in dem er beide Modelle, also amerikanische und iranische Übertreibung darstellt aber dann zu der in solchen Fällen oft richtigen Schlussfolgerung kommt, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt: Der eine (Iran) hat provoziert und der andere (USA) hat sich eben bereitwillig provozieren lassen.

“Grün” in Amerika fast Wort des Jahres

“Kindergarten” ist eigentlich ein schönes Wort – auch wenn man heute schon fast ständig KiTa draus gemacht hat. Die Bedeutung des Wortes wird einem wohl erst deutlich, wenn man betrachtet, dass es sich auch im englischen als Wort eben für den Kindergarten durchgesetzt hat. Nun hat sich wohl auch “Grün” als Bezeichnung für umweltbewusstes Verhalten durchgesetzt – für einen “Grünen” schon eine nette Nachricht :D Als Wort des Jahres scheiterte es allerdings an “subprime”, welche für Kredite an Geringverdiener steht. Weitere Kandidaten waren “Facebook” und der “Googleganger”, die andere Person, die man bei der Google findet, wenn man nach dem eigenen Namen sucht. (Quelle gefunden über Blog-Sprache.de)

Barack Obama Rede: “Stand for change”

In 24 Stunden wird die Wahl in Iowa gelaufen sein. Ich hoffe, dass ich es morgen vor meiner “Cthulhu NOW” Runde noch schaffe, auch einen Artikel zum sehr interessanten Wahlsystem in Iowa zu schreiben, wo morgen die ersten Vorwahlen zur US Präsidentschaftswahl 2008 stattfinden werden. Und die Umfragen lassen auf ein spannendes Kopf an Kopf Rennen erwarten, denn sowohl Hillary Clinton, wie Barack Obama oder der John Edwards liegen in den Umfragen gleich auf. Bekanntlich unterstütze ich Obama’s Kandidatur von daher würde ich ihn gerne als Sieger des morgigen ersten Wahltages sehen. Wenn die Wahl dann mein Wunschkonzert wäre an zweiter Stelle John Edwards, aber die Wahl liegt bei den Demokraten in dem drei Millionen Bundesland. Die endgültige Entscheidung wird wohl am 5. Februar dem “Super-Thuesday” fallen, bei dem 24 Bundesstaaten gleichzeitig ihre Kandidaten bestimmen. Am Rande sei erwähnt, dass dies wohl meine amerikanische Woche wird, wenn am Sonntag noch der Superbowl stattfindet :D

So, zum Abschluss noch ein wenig Barack-Werbung. Zuerst ein patriotisches Wahlvideo. In diesem greift er seine Rede beim Nominierungsparteitag 2004 auf, die ihn bekannt machte und in dem er angesichts der Spaltungen in der Bevölkerung darauf hinwies, dass man eben eine USA sei – bei allen verschiedenen Hintergründen. Die letzten Worte des Videos: “Your vote can change the world”… Wie recht er damit hat :)

Und wer noch viel Zeit hat, kann sich folgende 22minütige Rede von ihm angucken, in der er seine Wahlthemen natürlich nochmal darlegt, aber eben auch, wieso man ihn wählen soll. Es geht eben um einen wirklichen Wandel in den USA…

Annapolis – Frieden für Nahost?

Über 40 Staatsgäste werden bei den Nahost-Friedensgesprächen in Annapolis dabei sein. Das Ergebnis ist entweder schon gefeiert worden (weil auch viele arabische Staaten anwesend sind) oder ein absehbares Scheitern. Oder vielleicht sollte man es so interpretieren, dass niemand von einem großen Wurf dieser Konferenz ausgeht und deshalb alleine die Tatsache, dass auch Syrien an den Verhandlungen teilnimmt, ausreicht um die Veranstaltung zu einem Erfolg zu deklarieren. Der eigentliche Erfolg – eine Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern – wird es aber wahrscheinlich nicht geben. Continue reading

Fragen nach Vorlage im amerikanischen Vorwahlkampf

Ein wenig politisches Marketing findet man wohl in den meisten Wahlkämpfen, aber Hillary Clintons Wahlkampfteam hat nun aus öffentlichen Veranstaltungen durch gezielt gesteuerte Nachfragen fast Wahlveranstaltungen gemacht. Dabei wurden Zuschauern gezielte Fragen gegeben, die sie an Hillary Clinton richten sollten. Ganz neu ist das sicher nicht, aber für die Medien , denen Clinton in der bisherigen Wahlkampfzeit kaum Angriffsfläche bot, ist dies ein gefundendes Fressen. (Quelle)

Der Tod wird euch finden

der_tod_wird_euch_finden.jpgGestern habe ich wieder ein ganzes Buch geschafft – mag seltsam klingen, aber angesichts des riiieesigen Stapels ungelesenener Bücher ist das schon ein kleiner Schritt vorwärts: Okay, er wäre es, wenn man sich nicht zwischendurch neue kaufen würde und so war auch dieses ein Kauf im Bewusstsein, dass viele weitere eigentlich vor ihm dran sind. Aber das Thema interessiert eben und so habe ich die letzte Zeit meine Sachbuch-Aufmerksamkeit dem Buch “Der Tod wird euch finden” von Lawrence Wright gewidtmet. Für dieses Buch hatte der amerikanische Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor in diesem Jahr auch den renomierten Pulizer Preis gewonnen. Und das völlig zu Recht.

In dem Buch geht es darum, die Vorgeschichte des 11. September zu erzählen, aber insbesondere einen Schwerpunkt dabei auf die Entstehungsgeschichte von al Qaida zu setzen. Demnach beginnt das Buch auch schon Ende der 40er Jahre, als sich ein ägyptischer Autor und Lehrer auf dem Weg in die Vereinigten Staaten befand, um dort nochmal die Schulbank zu drücken. Sajid Qutb, der später mit seinen “Wegzeichen” ein Buch schuf, welches als Grundlage für den Islamismus anzusehen ist und damit eine Bedeutung habe wie Rousseaus Gesellschaftsvertrag, war damals noch nicht religiös oder gar von einem Hass auf die USA oder den Westen erfüllt, sondern baute diesen erst dort aufgrund der Lebensweise in den USA auf. Deshalb müsse der Islam die Führungsrolle übernehmen und entsprechend wurde die Welt aufgeteilt. Continue reading

Bush der Wohltäter?

George Bush junior hat international den Ruf der Vereinigten Staaten ruiniert und steht selbst in den USA kurz davor den Titel des unbeliebtesten Präsidenten noch zu erreichen. Dennoch muss man auch feststellen, dass er nicht nur außenpolitischen Unsinn in seiner Legislaturperiode gemacht hat, sondern im Bereich der Entwicklungspolitik durchaus einen Wandel der US-Politik herbeigeführt hat. Wurde in den jahren vor seiner Amtszeit konsequent an der Entwicklungshilfe eingespart, hat Bush diesen Etatposten nun aufgestockt und die Vereinigten Staaten damit in absoluten Zahlen zum Hauptgeldgeber gemacht: 20 Milliarden Dollar gibt der Staat jährlich dafür aus (im Vergleich: Deutschland 10 Milliarden). Zugegeben, wenn man es mit dem Bruttonationaleinkommen vergleicht oder gar die Militärausgaben heranzieht, relativiert sich die Zahl ein wenig, dennoch wird die Veränderung der Entwicklungspolitik der USA als “vielversprechendste Umgestaltung der US-Entwicklungshilfe seit John F. Kennedy” bezeichnet. Continue reading