Boardwalk Empire

“Die Sopranos in den 20er Jahren” – so ähnlich hatte ein Freund mir die Serie Boardwalk Empires versucht zu beschreiben. Etwas problematisch, da ich die Sopranos leider nicht wirklich kenne 1 aber generell hatte die Serie im Vorfeld mein Interesse schon geweckt, da das Setting stimmte: Die 1920er Jahre in den USA, Prohibition und korrupte Politiker – eine gute Mischung.

Und das sollte sich auch bestätigen, als ich die erste Staffel dann auf DVD zuhause hatte. Die Serie zeigt das Leben und Wirken von Enoch „Nucky“ Thompson, dem Stadtkämmerer von Atlantic City, der nebenbei auch das kriminelle Leben der Stadt kontrolliert. Neben dem Alkoholschmuggel gehören auch das Glücksspiel und die Prostitution. Schwerpunkt der Serie bildet aber das “flüssige Gold”, welches in der Serie aber noch sehr offen und freigiebig ausgeschenkt wird. Es hat mich jedenfalls angerecht mich auch mit der Frage der Prohibition in den USA mal mehr zu beschäftigen. Dazu mehr in nächster Zeit :)

Die Serie jedenfalls ist wunderbar gemacht, bietet tolle interessante eher männliche Charaktere, was aber auch der Authentizität der Geschichte geschuldet ist. Die Rolle der Frau in der Gesellschaft war eben noch deutlich untergeordnet, auch wenn man in der Serie die Einführung des Frauenwahlrechts miterleben darf.

Ende des Monats (am 29ten) läuft in Deutschland im Pay-TV (auf TNT-Serie) die zweite Staffel an, morgen Abend gibt es ein Special, weiß nicht genau was da gezeigt wird. Die erste Staffel ist aber zeitnah auch als DVD oder Blu-Ray erschienen, also wer über Pay-TV verfügt, sollte Gas geben, die ersten 12 Folgen noch zu gucken – und alle anderen auch :)

Hier noch der englische Trailer zur ersten Staffel:

Fair Game

Wieder ein Film am Abend – doch ein klein wenig eine Ausnahme. Heute war Fair Game im Blu-Ray Player. Bei dem Thriller geht es um die Palme-Affäre in den USA, bei der die Identität einer CIA Agentin vom Weißen Haus offen gelegt wurde, nachdem deren Mann Kritik an den vorgegeben Gründen zum Irakkrieg geäußert hatte. Hier der Trailer, der das vielleicht nochmal darlegt:

Der Film selber ist eine gute Mischung aus dem Privatleben und der Politik zum Irakkrieg und zeigt auch gut den Druck, der damals ausgeübt wurde, um ja zu “beweisen”, dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfügt. Das schafft er auch sehr gut und schildert so die Begebenheiten damals sehr gut. Natürlich ist es kein Meisterwerk der Filmgeschichte, aber ich glaube, dass ist bei nachgespielten Filmen auch nicht so eben möglich und man kann ihn sich doch sehr gut angucken. Für ein paar Euro ist er auch als DVD oder Bluray erhältlich :)

Obamas Kriege

image Heute habe ich das neuste Buch von Bob Woodward durchgelesen, in dem dieser sich mit “Obamas Kriegen” beschäftigt, womit nicht nur der “wirkliche” Kritik in Afghanistan gemeint ist, sondern auch der “Krieg” mit oder zwischen Militär und Beratern im eigenen Land. Woodward der zusammen mit Carl Bernstein den Watergate Skandal recherchierte gilt als einer der renommiertesten Journalisten der Vereinigten Staaten und dies erkennt man auch an dem Buch. An vielen Stellen bekommt man fast den Eindruck, Woodward habe bei den Besprechungen im Oval Office oder Situation Room dabei gesessen. Von daher bekommt man einen Einblick in die amerikanische Politik und diesen Konflikt zwischen Militär und politischer Führung im ersten Jahr der Präsidentschaft von Obama.

Kern war dabei die Frage nach der Strategie und die Anzahl der dafür benötigten Soldaten. Kernbegriffe dabei sind die Aufstandsbekämpfung (die eine hohe Präsenz zum Schutz der Bevölkerung benötigt) und die Terrorbekämpfung (nach der man mit Spezialkräften gezielt gegen Terrorcamps vorgeht). Auch die Frage, was ein “Sieg” oder “Erfolg” ist, spielt dabei eine Rolle.

Während die Militärs eigentlich nur eine wirkliche Option – 40.000 Soldaten auf unbestimmte Zeit – zur Aufstandsbekämpfung haben wollten, ging es Obama vor allem auch um die Frage, wie man diesen Krieg so beenden kann, dass die afghanische Seite selber für die Sicherheit sorgen kann. Dabei geht es dann nicht mehr um eine schwer vorstellbare Vernichtung der Taliban, als viel mehr eine “Eindämmung”, die eine Machtübernahme durch diese unmöglich macht. Dies führte dann über einen langen Weg, viele Diskussionen und interne Konflikte zu dem Strategiepapier von Obama, nachdem 30.000 Soldaten geschickt werden, um die Dynamik der Taliban zu stoppen.

Neben diesem internen Konflikt wird aber auch deutlich, welche Probleme die afghanische und pakistanische Regierung einer Lösung des Konfliktes dienen und wie ratlos auch die Vereinigten Staaten dort stehen.

Man bekommt beim Lesen also einen interessanten Einblick in die Politik der USA. Der Krieg spielt natürlich seine Rolle, aber man kommt nach dem Lesen einer eigenen Lösung nicht wirklich näher. Im Gegenteil: Es scheint eher so, als ob die handelnden Personen in der USA selber einem Erfolg bis zum Juli – dann soll der Rückzug eingeleitet werden – skeptisch gegenüber stehen. Aber der Fokus des Buches liegt eher darin, die Entscheidungsprozesse in den USA und Beziehungen zwischen den verschiedenen zivielen und militärischen Beratern darzustellen. Dazu ist dieses Buch wirklich interessant geschrieben und wer wissen will, wie die Amerikaner über diesen Konflikt denken und wie sie “ticken”, sollte es gelesen haben.

Hier kann man es bei Amazon kaufen und hier auch erstmal einen Blick in das Buch werfen

Bush vor Gericht?

In einer Woche ist es so weit und mit viel Brumborium wird Barack Obama zum 44. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Die Amtszeit seines unbeliebten Vorgängers George W. Bush endet dann und damit auch seine Immunität. Es gibt bereits einige “Ideen” dafür, wie man ihn hinter Gitter bringen kann.

bushanklagebuchVor einiger Zeit hatte der ehemalige Staatsanwalt und Autor Vincent Bugliosi bereits das Buch “Anklage wegen Mordes gegen George W. Bush” veröffentlicht, in dem er – quasi als Vorarbeit für einen anderen Staatsanwalt – darlegt, wie man George W. Bush des Mordes überführen könnte. Eins vorweg: Die Zahl getöteter Iraker spielt keine Rolle. Um ihn nämlich vor einem amerikanischen Gericht zu verurteilen, zählen nur getötete Amerikaner, also Soldaten. Und diesbezüglich wird es dann – nach einer Lektüre des Buches bis zur Hälfte – meines Erachtens schwierig stichfest nachzuweisen. Da George W. Bush ja nicht selber mit der Kanone auf die Soldaten geschossen hat, wird also zunächst herangezogen, dass er sie wissentlich in den Tod geschickt habe. Und schließlich muss dann noch nachgewiesen werden, dass dies nicht in einem Akt angenommener Notwehr stattfand, sondern eben vor dem Hintergrund einer nachweislichen Lüge. Klingt im ersten Moment jetzt auch nicht so schwer, aber es gibt eben den Unterschied zwischen der Bauchmeinung und dem, was man am Ende vor Gericht wirklich  eindeutig und zweifelsfrei vorlegen kann. Und darum bezweifle ich ein wenig, dass es zu einem solchen Schritt kommt, denn das Risiko für einen Staatsanwalt am Ende zu unterliegen ist – nach meinem Laienverständnis – doch etwas zu hoch und bei der Medienöffentlichkeit ist die Karriere so schnell beendet, wie man sie begonnen hat. Im übrigen ist die Staatsanwältin, von der ich entsprechendes in dem Bericht von TTT gehört hatte, bei den Wahlen im November gescheitert. Wohl nicht wegen Bush, aber wohl, weil sie sonst nichts vorzubringen hatte als Bush. Und das alleine reicht – vielleicht zum Glück – für ein solch wichtiges Amt nicht aus.

Aber auch von anderer Seite könnte Bush Übles drohen: Obama hatte angedeutet, dass Bush sich womöglich für die Genehmigung von Folter rechtfertigen müsse. Und nicht nur das: Der Kölner Stadtanzeiger, der dies unter anderem berichtete, sieht auch einige andere Verwicklungen:

Wenn der Rausch der Obama-Amtseinführung vorüber und der Alltag wieder ins Weiße Haus eingekehrt ist, werden weitere haarsträubende Details ans Licht kommen, die unter anderem belegen, dass das Finanzgebaren der Bush-Regierung teilweise nicht viel seriöser war als das Schneeballsystem des Finanzbetrügers Bernie Madoff.

Wie es weitergeht, wird man wohl kaum sagen können. Obama wird in den ersten Tagen sicherlich mit Finanzkrise, Millardenloch im Haushalt, zwei Kriegen und anderen Problemchen dieser Welt mehr zu tun haben, als mit dem Amtsvorgänger abzurechnen. Aber egal wer diesen Schritt tut: Er wäre für das Ansehen der USA als Rechtsstaat sicherlich förderlich. Aber womöglich genauso unwahrscheinlich…

Die Waffen-Entscheidung in den USA

Vor etwas über eine Woche hatte der Supreme Court eine Entscheidung zum Waffenbesitz in den USA gefällt, der hierzulande entweder mit Unverständnis aufgenommen wurde oder einfach falsch dargestellt wurde, wie beispielsweise bei Spiegel Online:

Zum ersten Mal in der US-Geschichte hat der Oberste Gerichtshof den Bürgern ein Grundrecht auf den Besitz von Handfeuerwaffen bescheinigt.

So kann man das nicht sagen, erst recht nicht so, wie es dort die Überschrift bescheinigt: “Oberes Gericht spricht US-Bürgern Recht auf Waffen zu”. Fakt ist: Das Gericht hat ein Recht bestätigt – kein neues geschaffen. Einen interessanten Bericht dazu mit den entsprechendem Hintergrund der amerikanischen Kultur findet man bei USA erklärt.

In jedem Fall finde ich die Diskussion und manchmal die Häme hier in Deutschland interessant – insbesondere wenn sie von denjenigen kommen, die sonst meinen, man könne anderen Gesellschaften doch keine Kultur aufdrücken.

Die USA haben im Bezug auf das Verhältnis von Staat und Bürger eine andere Einstellung als “wir” in Deutschland oder Europa. Während hier eher der sorgene Staat gewünscht wird, ist der Staat in den USA eben noch eher im Hintergrund und Grundrechte müssen auch gegen den Staat geschützt werden. Also die Aussage “Was ist wenn der König von England kommt” aus Bowling for Columbine (oder so ähnlich) für den Waffenbesitz bezieht sich nicht nur auf eine Bedrohung von außerhalb, sondern eben auch den besten Schutz gegen einen totalitären Staat. Der Staat soll dort nicht vor seltsamen Sekten schützen, denn dies ist Religionsfreiheit – sagen selbst Eltern von Kindern, die durch solche umgekommen sind. Auch in der Sozialpolitik ist der Staat ja bewusst eher schwach aufgestellt.

Man mag vieles hier anders sehen oder von mir aus auch belächeln, wie man auch skurrile Dinge aus anderen Ländern, aber man sollte die andere politische Kultur eben auch respektieren, vor allem wenn diese – anders als in die vielen anderen Staaten, denen angeblich “westliche Werte aufgezwungen” werden – diese demokratisch anpassen könnten.

Reden hilft eben doch

Mit Syrien will man nicht reden. Und mit dem Iran noch weniger. Die amerikanische Außenpolitik ist extrem schweigsam gegenüber zu „Schurkenstaaten” erklärten Regierungen. Hieraus spricht eine Form der Arroganz, deren einziges Mittel Strafmaßnahmen wie Sanktionen sind. Auch im laufenden Präsidentschaftswahlkampf wird diese Frage kontrovers diskutiert und Barack Obama vorgeworfen, dass er sich mit den Staatschefs von Kuba, Iran oder auch Nordkorea treffen wolle.

Dabei ist grade letztes doch das Paradebeispiel dafür, dass man mit Reden viel weiter kommt, als mit der Konfrontation. Im Rahmen langer Verhandlungen bei Sechs-Nationen-Gesprächen ((mit den beiden koreanischen Staaten, China, den USA, Japan und Russland)) konnte nach dem Zünden der nordkoreanischen Atombombe im letzten Jahr durch Gespräche und Zugeständnisse einiges erreicht werden: Nordkorea hat Fragen zum Nuklearbestand beantwortet und baut den Reaktor in Youbon ab. Als Gegenleistung haben die USA das Land von der Liste der Terrorstaaten entfernt und damit die Möglichkeit wirtschaftlicher Investitionen eröffnet. Nun steht nur noch die Frage der nordkoranischen Bestände an Atomwaffen offen, aber es ist viel Bewegung erkennbar.

Im übrigen: Neu ist das nicht. Bereits unter Clinton gab es entsprechende Vereinbarungen, die von beiden Seiten nicht wirklich ernst genommen, von den USA aber unter Bush dann konterkariert wurden, als dieser offensivere Rethorik gegen Kim Jong Ill anschlug. Geführt hatte diese Politik unter Bush dann schließlich dazu, dass Nordkorea die Bombe zündete. Anders als gescheitert kann man damit eine Politik des Schweigens kaum nennen.

Atomwaffen raus aus Deutschland

Im kleinen Ort Büchel mit 1.200 Einwohnern wird noch immer ein wenig Kalter Krieg gespielt. Auf dem Fliegerhorst dort lagern nämlich unter amerikanischer Aufsicht die letzten 20 Atombomben in Deutschland. Deren Einsatz wird dabei nicht von den Amerikanern geübt, viel mehr sind es deutsche Tornadopiloten, die den Abwurf der Massenvernichtungswaffe trainieren. Mehr hierzu und den völkerrechtlichen Problemen habe ich vor etwas weniger als einem Jahr geschrieben. Jetzt kommt das Thema wieder auf, weil eine amerikanische Untersuchung Sicherheitsmängel an den europäischen Atomwaffenstandorten festgestellt hat. Politiker aller Oppositionsparteien fordern deshalb jetzt den Abzug dieser Waffen aus Deutschland und auch in der SPD gibt es kritische Stimmen. Alleine die CDU hält die atomare Teilhabe für notwendig:

Man müsse an der atomaren Abschreckungsstrategie festhalten, sagte der außenpolitische Sprecher der Fraktion, Eckart von Klaeden (CDU), der “Berliner Zeitung”. Die Waffen müssten selbstverständlich nach den höchsten Sicherheitsstandards gelagert werden, aber “wir können nicht auf sie verzichten, solange es Nuklearwaffen auf der Welt gibt. Sie schützen auch uns”. Klaeden: “Wir müssen uns auch davor wappnen, dass uns zum Beispiel ein Land wie der Iran in Zukunft zu Geiseln nimmt.”

Also das uns die 20 Atombomben in Büchel vor einem hypothetischen Angriff aus dem Iran schützen sehe ich nicht. Wir würden die wahrscheinlich ja nichtmal in den Iran transportieren können oder schon etwas umständlich mit den Tornados. Im Kalten Krieg mögen diese Abschreckunsmechanismen so noch funktioniert haben, vor allem als man selber das Schlachtfeld eines solchen geworden wäre. Die Welt sieht fast 20 Jahre später aber doch deutlich anders aus.

UN-Menschenrechtsrat gehört aufgelöst

Vor knapp einem Jahr hatte ich die Problematik des UN Menschenrechtsrates bereits einmal verdeutlicht: Beherrscht von Autokaten oder Menschenrechtsverletzern ((25 der 47 Mitglieder gelten nach Freedom House als unfrei)) hat der Rat nichts besseres zu tun, als fast ausschließlich Israel zu kritisieren. Das sich seitdem alles nichts wirklich getan hat, zeigt nun ein Kommentar von Clemens Wergin in der Welt am Sonntag.

Allein 2007 hat sich der Rat 120 Mal mit Israel befasst, das ist doppelt so häufig wie mit jedem anderen Land – Sudan, Birma, Kongo und USA landeten abgeschlagen auf den folgenden Plätzen. Israel ist auch das einzige Land, mit dem sich der Rat kontinuierlich beschäftigt. Der führende Ermittler ist Richard Falk, der Israel nicht mehr, wie sein Vorgänger, als Apartheidstaat bezeichnet, sondern lieber gleich mit den Nazis vergleicht. Falk rechtfertigte 2002 palästinensische Selbstmordattentate und verteidigte in einem Buch Verschwörungstheorien über den 11. September.

Und weiteres skurriles weiß der Kommentator zu berichten: Von Vorschlägen an Großbritannien oder die Schweiz bei gleichzeitiger Ablehnung von Kritischen Anmerkungen bezüglich der Verstümmelung von Mädchen in islamischen Staaten.

Sein Fazit:

Der Westen, der die UN weitgehend finanziert, hat diesem antiwestlichen und antidemokratischen Treiben viel zu lange resigniert zugeschaut. Es ist an der Zeit, dass er sich nun für die endgültige Abschaffung des UN-Menschenrechtsgremiums einsetzt. Wer die zweite Chance verpatzt, hat auch keine dritte verdient.

Die USA haben vor kurzem ihren offiziellen Beobachterstatus dieses Gremiums aufgegeben und bei aller Kritik an Menschenrechtsverletzungen der USA oder deren oft unilateralem Kurs ist dies eine nur nachvollziehbare Entscheidung. Ein Anti-Israel-Rat, der Menschenrechtsverletzungen deckt oder nur einseitig verfolgt hat seinen Namen nicht verdient – und schadet den Zielen der Vereinten Nationen. Weiteres in dem genannten Kommentar.

Thirteen days

Leider war es die letzten Tage ja auffällig ruhig hier im Blog – der Grund: Eine Diplomprüfung in Geschichte am nächsten Mittwoch. Themen: “Die USA im ersten Weltkrieg” und “Kennedys Außenpolitik”. Momentan ist da wirklich nicht viel Zeit, denn von Morgens bis Abends wird gelesen und zusammengefasst. Dennoch möchte ich dazu passend doch noch einen kurzen Filmtipp geben: Thirteen Days von Roger Donaldson mit Kevin Costner. In dem 140 Minuten langen Spielfilm aus dem Jahr 2000 werden die 13 Tage der Kuba Krise nochmal dargestellt. Und das sehr gut. Klar, es stimmt nicht alles zu 100 Prozent, aber das meiste ist schon richtig und teilweise findet man sogar 1:1 Zitate. Jedenfalls hab ich den Film – wie meine Twitterbeobachter mitbekommen haben – gestern nochmal gesehen und kann ihn nur empfehlen. Auch die Dokumentation auf der zweiten DVD ist sehr interessant :) Also kaufen :D

Die USA und das Kyoto Protokoll

In der Politik der USA gibt es momentan oft eine schnelle Antwort auf alle kritischen Fragen: Bush. Das dies insbesondere in Sachen Klimaschutz und Kyoto-Protokoll keineswegs (alleine) zutreffend ist, zeigt Scott W. Stevenson in einem neuen Beitrag bei USA Erklärt.

Hauptgrund für die Ablehnung im Senat, die selbst Bill Clinton mit einer einstimmigen Resolution deutlich gemacht wurde, sind demnach die Ausnahmen für Indien und China (beispielsweise). Im Bezug auf die bevorstehenden Wahlen ergibt sich für Stevenson damit ein klares Ergebnis:

Auch unter Bushs Nachfolger wird es keinen Kyoto-Beitritt der USA geben. Dieser Autor sagt voraus, dass das für einige Leute ein Schock sein wird.

Schock oder nicht, leicht wird es sicher nicht. Aber es ist auch keineswegs so, dass alle Amerikaner deshalb Kyoto ablehnen, im Gegenteil verlangt eine Mehrheit der Amerikaner solche Maßnahmen, in Bundesstaaten wurden Klimaschutzziele definiert und 130 US Städte haben sich den Kyoto-Zielen angeschlossen. Mehr als diese minimale Zusammenfassung findet ihr natürlich in dem längeren Artikel.