Neues der US Vorwahlen

Nach den Siegen von Obama gestern, hat dieser natürlich seinen Vorsprung ausbauen können. Bei RealClearPolitics.com sind es fast 100 Delegierte, bei CNN rund 70. Grafisch sieht dies so aus:

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Interessantes Ergebnis ist, dass Barack Obama mehr und mehr in die Stammklientel von Hillary Clinton eindringt: Hatte er bisher die Afroamerikaner, weißen Männer und junge Wähler auf seiner Seite, unterstützen nun auch mehr und mehr Arbeiter und Frauen den Senator von Illinois. Und damit nimmt auch der Vorsprung seiner Konkurrentin bei Umfragen für die kommenden entscheidenden Wahlen in Ohio und Texas am 4. März ab. Sollte sie bis dahin den Schwung von Obama nicht bremsen können, dürfte es dann mit ihren Ambitionen für das Präsidentschaftsamt gewesen sein.

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Nine in a row

Und doch gibt es einen Beitrag mitten in der Nacht, denn Barack Obama gewinnt die Vorwahlen in Wisconsin – zu zumindest die Projection von CNN. Nach den letzten Auszählungen sieht es nach einem Verhältnis von 55 zu 45 Prozent für den Senator aus. Bei dieser Wahl hatte Clinton zuletzt durch einen Linksruck gehofft die Siegesreihe von Obama zu stoppen: Erfolglos, wie man sehen kann und somit hat er neun Vorwahlen in Folge gewonnen. Und es dürften heute Nacht zehn werden, denn das Ergebnis seines Geburtsbundeslandes Hawaii stehen noch aus. Die Augen blicken nun gespannt auf den 4. März, wenn die bevölkerugsreichen Staaten Ohio und Texas wählen. Bisher lag Hillary Clinton hier vorne, aber kann sie dies gegen den psychologischen Effekt von zehn Niederlagen aufrecht halten?

Genauere Zahlen reiche ich später mit einer Auflistung des aktuellen Delegiertenrennens nach. Nur den Sieger der Republikanischen Vorwahlen in Wisconsin kann ich noch einfließen lassen: John McCain.

Wisconsin und Hawaii wählen

Heute nacht wird in den Bundesstaaten Wisconsin und Hawaii wieder gewählt, bevor es in eine zweiwöchige Pause bei den Vorwahlen gibt und sich die Frage stellt, ob Obama die Stimmung in Ohio und Texas noch umdrehen konnte und in den bevölkerungsreichen Staaten auch einen Sieg davon trägt. Aktuell liegt er je nach Auszählung mit 49 oder 67 Punkten in Führung. Die letzten Zahlen nach RealClearPolitics.com habe ich bei Google Documents aktualisiert. Dort gibt es auch den letzten Stand der Republikaner.

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Einen Live-Blog gibt’s jetzt ausnahmsweise wohl nicht, denn die Arbeit wartet am Mittwoch :)

Obama überholt Clinton

image Drei klare Wahlsiege von Barack Obama haben ihn in der letzten Nacht bei allen Instituten in die Spitzenposition gebracht. CNN sieht ihn mit 25 Delegierten vorne, RealClearPolitics mit 39. Der Obama Zug gerät nun mehr und mehr in Fahrt. Bei den nächsten Wahlen in Wisconsin am kommenden Dienstag haben die Umfragen bereits einen Umschwung von Clinton zu Obama festgestellt und für das Team der Senatorin aus New York steht nun auch im Raum, ob sich Ohio und Texas wirklich halten lassen, denn der Vorsprung in den Wahlen dort schrumpft von Umfrage zur Umfrage. Aber bis dahin sind es noch knapp 3 Wochen.

Währenddessen habe ich auch die entsprechenden Daten aktualisiert und so kann man wieder sehen, dass es trotz des Vorsprungs bei den Superdelegates von Clinton nun den minimalen Vorsprung für Obama gibt:

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image Bei den Republikanern hat McCain auch alle drei Vorwahlen gewonnen und damit seinen Vorsprung weiter aufgebaut. Aber an seiner Nominierung bestand auch kaum noch irgendein Zweifel, auch wenn Huckabee noch dabei bleibt. CNN Spielchen hatten dies letztes mal schon gezeigt. Und auch hier der Stand des Rennens grafisch dargestellt:

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Live Blog: Obama gewinnt Virginia und Maryland

Da ich sowieso meinen Tagesrhythmus ein wenig wegen der Klausur am späten Nachmittag des Donnerstags umstellen möchte ((wenn ich vorher noch stundenlang wach wäre, würde mich das wohl nur verrückt machen)), habe ich wieder eine Wahl live beobachtet. Und wie bereits vermutet, hatten Barack Obama und John McCain in Virginia und Maryland gewonnen. Was überraschend war, war der Zugewinn von Obama bei den Weißen und Frauen. Wenn sich dies hält, dürfte Hillary Clinton doch einige Probleme bekommen. Es ist sowieso sicher nicht leicht für sie nach den dauernden Wahlniederlagen die Motivation damit hoch zu halten, dass man in Texas und Ohio gewinnen werde. Weitere Analysen und Einschätzungen folgen in den nächsten 48 Stunden, nur eins noch: Jetzt ist Obama auf jeden Fall an Hillary Clinton vorbei gezogen…

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Obama triumphiert über Clinton

Okay, es war nur der Sieg in der Kategorie “Hörbuch” bei der Verleihung des Grammys, aber lassen wir es doch mal ein gutes Omen sein. Heute nacht wird in Virginia, Maryland und dem District of Columbia gewählt und es geht um 177 Delegierte. Nach dem Sieg von Barack Obama am Wochenende und am Montag in Maine ist es nun beim Kopf an Kopf Rennen wieder knapper geworden. Teilweise führt Obama gar gegenüber Clinton. Bei CNN liegt er noch 12 Delegierte zurück, dagegen sieht RealClearPolitics.com ihn bereits mit sechs im Vorsprung. Man sieht, es bleibt spannend und Kai berichtet, dass sich dies wohl bis zum Nominierungsparteitag im August hinziehen dürfte und nun beiderseits engagiert um John Edwards Unterstützung geworben wird. Heute abend dürften Virginia und Maryland eindeutig an Obama gehen und damit die Führung von ihm minimal ausbauen.

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Wieder Wahlen

In den USA wird wieder gewählt und Mike Huckabee hat als erster Sieger des Abends bereits in Kansas die republikanischen Vorwahlen gewonnen. Weiter auf dem Plan stehen Loisianna und Washington für beide Parteien und Nebaskra bei den Demokraten. Ich werde jetzt gleich hier zwar das Live Blogging wieder aktivieren, aber bin unsicher, wie lange ich dies heute aushalte, daher keine Garantie bis zum Ende und vielleicht auch weniger, da ich nebenbei noch an etwas anderem arbeite :)

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Yes we can

Dass Barack Obama nicht wegen seiner Erfahrung gewählt wird, sondern weil er für eine Veränderung der amerikanischen Politik steht, zeigt jede Umfrage und hat dazu geführt, dass jeder Kandidat für die Präsidentschaft einen “Change” verspricht – freilich nicht so glaubwürdig. Ob er damit eine wirkliche Bewegung begründet hat, wie ich es empfinde, wird sich sicher erst zeigen müssen. Eins hat er aber sicher bei vielen Menschen geschaffen: Hoffnung. Kern seiner Aussagen ist inzwischen “Yes we can” als Ausspruch für diese Veränderung gegen alle Widerstände, wenn man nur zusammen (eben als ein Amerika) steht. Er weckt damit in gewisser Weise die Idee der Vereinigten Staaten wieder auf, die teilweise untergegangen war. Aber lassen wir ihn selber reden:

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Ergebnisse des Super Tuesday

Der Super Tuesday ist nun 24 Stunden vorbei und inzwischen sind die Vorwahlen größtenteils ausgezählt. Noch immer werden bestimmte Bezirke ausgezählt aber viel dürfte sich bei den Ergebnissen nicht mehr ändern. Zeit für einen etwas genaueren Blick auf die Ergebnisse:

Zweikampf bei den Demokraten

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Das sich bei den Demokraten nichts entscheiden würde war vorher und auch nachher bereits klar. Dennoch blieb offen, wie stark sich der Abstand zwischen Clinton und Obama verschieben würde in diesen Wahlen – grade weil Clinton in den bevölkerungsreichen Staaten New York und Kalifornien gewonnen hatte. Nachdem nun nur noch minimale Abweichungen – wenn überhaupt – vorstellbar sind, muss man feststellen, dass Obama nur 9 Delegierte weniger gewonnen hatte, als Clinton. Das sie dennoch mit 82 Delegierten in Führung liegt, ist eher den sogenannten Superdelegates zuzuschreiben – früheren Parteioberen, die ungewählt eine Stimme beim Nominierungsparteitag haben. Bei den gewählten Delegierten führt Obama immerhin noch minimal mit 5 Delegierten.

imageAm Samstag und Dienstag folgen bereits die nächsten Vorwahlen und bei den Analysten von CNN ging man eher davon aus, dass Obama bei den nächsten Wahlen höhere Gewinnchancen habe, was an seinen Wählerschichten liegen dürfte. Obama kann die Jungen, die Afroamerikaner, Wohlhabende und einen großen Teil der weißen Männer zu seinen Unterstützern zählt. Hillary Clinton hingegen kann auf weiße Frauen und Latinos sowie Arbeiter setzen. Bei den Wahlen in Louisiana aber auch in Virginia, Maryland oder Washington werden ihm dementsprechend bessere Chancen eingeräumt, als seiner Konkurrentin. Jedoch wird es sicher noch einige Wahlen dauern, bis die Entscheidung bei den Demokraten fällt.

Vorentscheidung bei den Republikanern

image Bei den Republikanern ist die Entscheidung eigentlich schon gefallen. Alleine am Super Tuesday hatte John McCain fast die Hälfte aller benötigten Delegiertenstimmen gesammelt. Mit 680 Delegierten von 1.191 liegt er damit weit vor seinen Konkurrenten Romney und Huckabee, so das inzwischen schon mehr über den Vizepräsidentschaftskandidaten nachgedacht wird. Da McCain eher als Kandidat der Mitte gilt und ihm die Unterstützung der konservativen Parteibasis fehlt, wird hier über Mike Huckabee spekuliert. Jedenfalls wäre es bei kommenden Wahlen eher eine große Überraschung, wenn Romney doch noch näher an McCain herankommen würde.

Mit einer Flasche Cola durch die Nacht

Und noch ein Nachtrag in eigener Sache, denn mein Live-Blogging hatte auch seinen Weg zum WDR gefunden – sehr zur Freude meiner Zugriffszahlen und schon nett, wenn man dort auftaucht:

Einer der Blogger der die Nacht durchgemacht hat, ist Patrick Jedamzik aus Gelsenkirchen. Seit 23 Uhr 45 veröffentlicht er in seinem patje-Blog teilweise minütlich neue Hochrechnungen des US-Fernsehsenders CNN und kommentiert die Ergebnisse. Vorbereitet hat er sich “mit einigen wenigen Stunden vorgeholtem Schlaf und einer Flasche Cola”. Er ist für Barack Obama, weil er sich eine Veränderung in der Außenpolitik wünscht. Allerdings würden die USA, seiner Meinung nach, nie zu einem pazifistischen Staat werden, “egal unter welchem Präsidenten”.

Unabhängig davon werde ich dies in Zukunft auch weiterhin gerne machen – auch ohne WDR :D