Meine Daten und ich

[Trigami-Anzeige]meinedatenundich 50 Wörter oder eine Twittermeldung soll ich über die DVD “Meine Daten und ich” schreiben, so der Auftrag von Trigami durch den ich diese DVD kostenlos im Postfach vorfand. Sorry, aber so kurz geht es dann doch nicht, vor allem weil das Thema Datenschutz sehr aktuell ist und die DVD damit wirklich notwendig in der aktuellen Diskussion ist. Außerdem erscheint der Film heute! Also direkt bestellen.

Aber worum geht es überhaupt? Die Seite zum Film sagt folgendes:

In “Meine Daten und ich” sucht Filmemacher Axel Ranisch im Stil von Michael Moore nach Antworten bei unterschiedlichen Politikern und Gruppierungen und erfährt, warum Kredite ohne Grund abgelehnt werden, Ämter manchmal mehr Daten sehen wollen, als sie dürfen und harmlose Informationen nur scheinbar harmlos sind.

Und der Trailer ist ebenfalls sehr gut gelungen:

Der Mensch mit der Linie ist übrigens der Filmemacher Axel Reinisch höchst persönlich. Oder sagen wir mal so, der fiktive Filmemacher. Produziert wurde der Film in Wirklichkeit von Philipp Eichholz und die Geschichte um Axel Reinisch ist mehr oder weniger fiktiv eingebaut. Das macht den Film einerseits sympatischer als eine einfache Doku, aber teilweise nehmen die Handlungen neben den Fragen des Datenschutzes doch für mich einen etwas zu großen Rahmen ein (insbesondere am Anfang). Außerdem verwirrt mich die Frage, wieviel von dem realen Filmemacher und Entstehungsprozess in dem fiktiven Stück verarbeitet wird, aber vielleicht ist dies ja genau so gewünscht.

Sei es drum. Im Prinzip geht es in dem Film ja um etwas ganz anderes: Datenschutz und Datensicherheit. Hier wird auch Axel Reinisch persönlich eingebunden, wenn er sich um einen Kredit oder Arbeitslosengeld 2 bemüht und entweder am Scoring oder den Wünschen der Arbeitsagentur im Bezug auf die Offenlegung der Kontoauszüge ((nicht rechtens)) scheitert. Ansonsten wird der Film in erster Linie durch Interviews mit Politikern wie dem stellvertretenden CDU Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Bosbach oder dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar getragen, die jeweils mit kurzen Auszügen gezeigt werden. Hinzu kommen noch Fachleute aus Gesellschaft und Wissenschaft, die die Aussagen abrunden.

Auch aktuelle Skandale tauchen in dem Film auf, ob nun Lidl oder die Telekom. Wobei mir da ein wenig die Einordnung fehlt: Bei der Telekom gab es was den Datenschutz angeht ja doch schon einige Skandale, da wäre nochmal gut gewesen, eine kurze Einleitung zu geben für diejenigen, die das damals – warum auch immer – nicht richtig mitbekommen haben oder sich einfach nicht erinnern können. Allgemein wären solche kurzen Einleitungen per lustigen Zeichentrick, wie er im Film ab und an genutzt wird, praktisch gewesen und sei es nur, um nochmal darzustellen, was Vorratsdatenspeicherung ist oder ähnliches. Schließlich sollen ja auch die sensibilisiert werden, denen das Thema vorher relativ egal war.

Trotz dieser kleinen Schwäche ein sehr informativer Film, der die Problematik des Datenschutzes und der Datensicherheit nochmal gut auf den Punkt bringt, grade weil verschiedene Maßnahmen auch hier einmal zusammengebracht werden und so in einen Kontext kommen, der dann am Ende doch noch einen kritischeren Blick auf die Frage werfen lässt was mit den eigenen Daten durch wen auch immer eigentlich passiert.

Wie schon gesagt: Die DVD erscheint heute, kostet auch nur 8,99 Euro und wird von mir hiermit ausdrücklich empfohlen. Und wer will, kann ja auch direkt hier bei Amazon.de bestellen – wohlwissend, dass die auch einige Daten von euch dabei sammeln und clustern :D

Paul Potts

Man stelle sich einfach mal folgende Situation vor: Eine Castingshow am Samstag Abend, nächster Kandidat ist ein etwas unsicherer Telefonverkäufer, dicke Wangen, schiefe Zähne und ein verkrampftes Lächeln und dann auch noch Opern singen. Klingt ein wenig nach den typischen Casting-Show Lachnummern, oder? Seht selbst:

 

WOW, ich war baff, als ich das zum ersten mal gesehen habe und bin es noch immer. Um die Geschichte weiter zu erzählen, hat Paul Potts am Ende den Casting Wettbewerb gewonnen und mit One Chance bereits sein erstes Album aufgenommen.

Darüber gestoßen bin ich nur, weil die Telekom in einem neuen Werbespot dieses Lied dafür benutzt, den neuen Slogan “Erleben was verbindet einzufügen. Wer den Spot noch nicht gesehen hat, kann dies jetzt hier tun oder direkt bei der Telekom.

Link: sevenload.com

Ein wirklich genialer Spot, der die Stimmung bei diesem Auftritt sehr gut für dieses neue Firmenimage benutzt.

Ich habe mir nur die Frage gestellt, ob ein solches Talent bei uns eine Chance hätte. Wenn es bei DSDS überhaupt bis zur Jury kommen würde (Altergrenze!), würde es dann wahrscheinlich nicht ins Sendekonzept passen. Und selbst wenn ein deutscher Paul Potts dann doch die Bühne betreten würde, würde er dann den Geschmack der Betrachter einer solchen Sendung treffen? Ich befürchte nicht, aber vielleicht habe ich ein zu schlechtes Bild von unseren Castingshows? Bisher haben die m.E. jedoch nur Leute hervorgebracht, die durch nichts aus der großen Masse der Musiker herausstechen.

(Quellen: Robert Basic | Eliwagar | und nochmal Robert Basic zum ersten Auftritt)