Sudan bricht Waffenembargo

Bilder von Amnesty International belegen, dass der Sudan sich nicht an die Auflagen zum Waffenembargo in die Krisenregion Darfur hält und sogar weiterhin Angriffe gegen die Zivilbevölkerung fliegt. Es scheint, als ob die sudanesische Regierung den Konflikt in der Region nun für sich entscheiden will. Dass die UN Mission mit 26.000 Mitgliedern die Situation in der Regierung, der schätzungsweise 200.000 Menschen zum Opfer fielen – ändern kann, bezweifelt Amnesty International, da diese nicht genehmigt ist, in den Konflikt einzugreifen und eine Seite zu entwaffnen. Allerdings dürfte deren Appell nach einer verschärften Resolution ungehört verhallen, hält China doch schützend seine Hand über den Öllieferanten in Zentralafrika…

UN Sicherheitsrat stimmt für Darfur Mission

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat mit Resolution 1769 (2007) die Einrichtung einer Friedenstruppe für Darfur beschlossen. Nachdem die sudanesische Regierung ihren vorherigen Widerstand aufgegeben hat, werden ab Oktober insgesamt 27.000 Menschen in der Hybridgruppe mit der Afrikanischen Union eingesetzt werden, davon rund 20.000 Soldaten. Es bleibt abzuwarten, ob die UNAMID ihre Erwartungen erfüllen kann und trotz der Einschränkung die “Verantwortung der Regierung des Sudans nicht zu beeinträchtigen” gelingen kann, die Menschen in der Region zu schützen.