Episode 3 des System Matters Podcast

Okay, eigentlich kommt schon fast Folge 4, aber dennoch der Hinweis auf die dritte Folge des System matters Rollenspielpodcast. Diesesmal hatten wir unser Testarchiv bemüht, da die eigentliche Aufnahme auf das Fate System Bezug nahm und wir es von daher lieber erst vorstellen wollten.

Ansonsten gibt es auf der Seite noch die Neuerung der 3×3 Beiträge, bei denen Sonntags jeweils 3 Dinge zu einem Thema von Mathias, Daniel und mir gesagt werden. Beim ersten mal waren es Video-Podcasts, beim zweiten mal Rollenspielsysteme.

Neuer Rollenspiel-Podcast: System matters

Die letzten Wochen waren stressig: Eine Prüfung für die Uni und natürlich die Europawahl am letzten Sonntag. Aber irgendwann muss man wieder anfangen und nachdem ich meine Challange fürs regelmäßige Lesen abgeschlossen habe, sollte ich mich doch wieder mehr ans Bloggen gewöhnen – Themen gibt es ja immer genug. Für heute gibt es “nur” einen Hinweis auf ein neues Projekt: Einen Rollenspielpodcast. Zusammen mit zwei Freunden aus einer Rollenspielrunde plaudere ich einmal wöchentlich eben über Pen&Paper Rollenspiele. Unter dem Titel “System matters” kann man die Folgen bei iTunes abonnieren. Die erste Folge zum Thema Superhelden gibt es im übrigen direkt hier zum anhören.

FATE als universelles Rollenspielsystem – oder: System matters

Gestern haben wir zum dritten und vorerst letzten Mal FATE gespielt. So ist das eben, wenn man eine Minikampagne abgeschlossen hat und das Flugzeug in letzter Sekunde von der deutschen Ausgrabungsstätte gestartet hat, bevor der Panzer dann doch tötlich tritt. In nächster Zeit wird wohl mehr D&D in der 4ten Edition gespielt – oder FATE in den Vergessenen Reichen? Continue reading

FATE Rollenspiel

spirit_of_the_century_coverMontag hatte ich die Gelegenheit zum nunmehr zweiten mal das FATE Rollenspielsystem zu spielen. Es handelt sich um ein universelles System, welches Prinzipiell für verschiedene Settings zu nutzen ist und auch kostenlos im Netz verfügbar ist. In unserer Rollenspielgruppe spielen wir es als PULP Setting in den 30er Jahren. Hintergrund bildet das Setting „Spirit of the Century“ (hier auch kostenlos), bei dem die Spieler Mitglieder des „Century Clubs“ sind, einer Geheimgesellschaft, die sich aus Menschen zusammensetzt, die am 1.1.01 geboren sind und versuchen, die Welt vom Übel zu befreien. Normalerweise spielt dies in den 20ern, aber irgendwie sind die 30er spannender zu spielen – für die 20er haben wir ja schon Cthulhu :)

Das interessante ist aber jetzt nicht in erster Linie die Spielwelt oder der Hintergrund, sondern viel mehr das System, welches sich in seiner Ausrichtung von anderen Systemen unterscheidet. Hat man in anderen Rollenspielsystemen ja meist einen Charakterbogen vor sich, bei dem penibel genau aufgeführt ist, wieviele Punkte man in „Stärke“ oder „Atletik“ hat, gibt es als einzige Zahlenwerte bei FATE einige Fähigkeiten wie „Wissenschaft“, „Schusswaffen“ und ähnliches. Die Persönlichkeit wird darüber hinaus durch sogenannte Aspekte beschrieben. Man ist also „Stark wie ein Ochse“, ein „Trinker“ oder drückt mit „BOOM!“ aus, dass man absolut auf Explosionen steht.

Wichtig bei diesen Aspekten ist es, dass sie möglichst eine positive, wie auch negative Seite besitzen. Also jemand, der „Stark wie ein Ochse“ ist, wird zwar einiges heben, verbiegen oder werfen können, aber womöglich keine Ahnung von gesellschaftlichem Umgang haben, während der „Trinker“ keine Gelegenheit auslässt, zur Flasche zu greifen, sich dafür aber auch besser mit Alkoholika auskennt.

Die Generierung und Festlegung erfolgt dabei bei einer interessanten Charaktererstellung. Anstatt einfach Werte zu verteilen oder auszuwürfeln, wird die Hintergrundgeschichte des Charakters in einer gemeinsamen Sitzung und 5 Phasen durchgesprochen. In den ersten beiden Phasen erklärt man dabei die Jugendjahre seines Charakters und dann seine Handlungen während des Großen Krieges. Dazu gehören dann jeweils zwei Aspekte. Weitere insgesamt sechs Aspekte bekommt man dann in den ersten Abenteuern mit zwei anderen Spielercharakteren, die vor dem eigentlichen Spielgeschehen starteten Diese bekommen dann einen schönen stimmigen Namen („Jonathan Baker und der schwarze Samurai“) und natürlich eine kleine Handlung zugewiesen. Somit steht man am Ende mit 10 Aspekten da, die alle etwas verschieden mit positiven und negativen Eigenschaften aufwarten können.

Was einem diese positiven Aspekte und vor allem die negativen bringen, macht das Spiel interessanter: Zu Beginn eines Spielabends verfügt man über 10 FATE Punkte, mit denen man entweder seine eigenen Aspekte nutzen kann, um bei einer dazu passenden Probe entweder +2 zu erhalten oder nochmal würfeln zu können. Teilweise interessanter ist es aber, wenn man damit Kleinigkeiten an der Spielwelt verändern kann: Also taucht plötzlich ein Club hinter der nächsten Ecke auf oder man hat den Plan des Flughafens schon in einem Buch gelesen und kann diesen aufzeichnen. Neue Punkte erhält man dazu, wenn man die negativen Seiten seiner Aspekte nutzt oder eher über sich ergehen lässt: Im brennenden Haus ist noch eine Bar? Tja, kann sich der Trinker da zurückhalten? Eine Menschenmenge vor dem Wagen kann für einen Ungeduligen zu einem Problem werden. In solchen Situationen gibt man den Aspekten entweder nach und erhält einen Punkt oder man zahlt einen, um den Aspekt ignorieren zu können.

Okay, der Rest des Systems ist dem klassischen Rollenspiel nicht unähnlich: Wie schon gesagt, gibt es bei FATE auch einige Talente und wenn man das Auto reparieren will, muss man eben einen Wurf auf Mechanik ablegen. Dazu werden 4 sechsseitige Würfel (W6) gewürfelt und geprüft, ob und wie gut die Probe bestanden wurde. Die W6 werden bei FATE aber etwas anders genutzt, so gibt es nur die drei Symbole +, 0 und -, die bei uns in der runde durch 1+2,3+4 bzw. 5+6 repräsentiert werden und das Spiel damit auch mit normalen W6 spielbar machen. Und die Logik ist auch schnell klar: Ein + bedeutet +1, ein – eben -1 und naja, die 0 eben nix :) Das Ergebnis der Probe lässt sich dann anhand des Wurfes ablesen und wird noch um den entsprechenden Eigenschaftswert erhöht, also ein Wurf von +,+,-,0 auf Wissenschaft worin man einen Wert von +4 hat, bringt +1 durch den Wurf, also insgesamt +5. Wie gut das Ergebnis genau ist, kann man anhand einer Tabelle ablesen, wobei alles über 0 bestanden ist Und notfalls setzt man eben einen passenden Aspekt ein (hier beispielsweise Bücherwurm) um nochmal 2 Punkte zu erhalten.

Dies macht auch vergleichende Proben sehr einfach und schnell, hier kommt dann auch gleich noch ein kleiner Bonus hinzu, wenn man um mehr als 3 besser ist. Im Kampf kann man dann beispielsweise noch kleinere Aktionen mit der Umwelt durchführen (Tür verkeilen o.ä.) und die nächste Aktion bekommt einen Bonus von 1 (wenn es sich um einen Verbündeten handelt) bzw. -1 (bei einem Gegner), sofern man gut erklären kann, wie die eigene Aktion den Freund unterstützt (den Feind hindert).

Das Erklären spielt bei FATE also eine größere Rolle. Sei es schon bei der Charaktererstellung, bei der man die Aspekte herleitet, wenn man später begründet, wieso dieser Aspekt nun hilfreich ist (oder man es verdient hat einen Punkt zu bekommen) oder auch bei einzelnen Talenten. Wenn man seinen Wissenschaftwurf geleistet hat, erklärt nicht der Spielleiter, was es nun damit auf sich hat, sondern der Spieler erzählt es und wenn es halbwegs plausibel klingt, stimmt es eben.

Nun, es gibt natürlich noch mehr zu erzählen, wie die STUNS Besonderheiten jedes Charakters, wie das persönliche Auto, das universelle „MyGyver“ Gadget und mehr. Für interessierte Rollenspieler, die mal was neues ausprobieren wollen, ist das System sicher einen Blick wert…

Mount & Blade

Am Wochenende bin ich auf ein interessantes Rollenspiel gestoßen. Wobei Rollenspiel wird Mount & Blade nicht wirklich gerecht, denn nicht umsonst ist es teilweise als mittelalterliches Pirates! bezeichnet worden. Man beginnt also als Ritter oder eher Reiter in einem mittelalterlichen Land und darf sich zunächst mit kleinen Räuberbanden herumschlagen. Früher oder später schließt man sich dann einem Königreich an, plündert Dörfer des Gegners und greift dessen Armeen, Burgen und Städte an.

Das Spiel spielt dabei auf einer Weltkarte, bei der man seine Einheit zwischen Städten, Burgen und Dörfern hin und her bewegt, und gegnerische Einheiten jagt.

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Sobald man in einen Kampf verwickelt wird, kommt man in eine 3D Darstellung, wo man auf dem Rücken seines Pferdes gegen die feindlichen Heerscharen reitet.

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Soviel zu den Grundlagen oder eher dazu, wie das Spiel aussieht :) Die Frage ist ja, wie es sich spielt. Und ich muss sagen den Pirates! Ruf kann ich durchaus nachvollziehen. Wobei m.E. die Optionen noch weitergehender sind.

Also zum einen gibt es Fürsten und den König für die man verschiedene Aktionen durchführen kann, wie zum Beispiel der Transport eines Briefes, Steuern oder Schulden eintreiben. Aber auch militärische Aufgaben, wie die Ausbildung von Soldaten oder Teilnahme an einem Feldzug kann dazu kommen. Was passiert, wenn man erst den entsprechenden Ruf bekommt, um als Vasall in das Königreich aufgenommen zu werden und über das eigene Dorf verfügt, kann ich noch nicht sagen, da mein König sich momentan in Kriegsgefangenschaft befindet.

Auch wenn die Missionen sich oft ähneln gibt es auch doch mal besondere, wie die Suche nach einem Spion, wenn man verkleidet in eine fremde, feindliche Stadt eindringt und ähnliches. Hinzu kommt, dass es eine Unmenge Mods für das Spiel gibt, die es um neue Aufgaben und Missionen erweitert. Genauer angesehen habe ich mir das nicht, sondern nur eine Verbesserung der Grafik.

Das Besondere: Man kann das Spiel herunterladen und bis zum siebten Charakterlevel oder eine bestimmte Zeit lang spielen und damit durchaus ausgiebig testen. Wem es gefällt, kauft dann entweder auf der offiziellen Seite die Seriennummer oder eben bei Amazon.de gleich das komplette Spiel. Wer es herunterläd, findet hier im übrigen die deutsche Sprachdatei. Herunterladen, ins “languages” Verzeichnis entpacken und die “language.txt” im Verzeichnis auf “de” ändern, fertig! Also probiert es doch einfach mal aus, wenn ihr das Mittelalter mögt oder Pirates! gerne gespielt habt.

(Bild 2 stammt aus den offiziellen Screenshots)

Programme zum Rollenspiel mit DSA

Seit gestern habe ich mit meiner DSA Runde die Spielsteinkampagne abgeschlossen und der Weg ins weite Aventurien steht nun offen. Passend zu diesem Anlass gibt es hier nun einen kleinen DSA Artikel oder eher zu Programmen, die dabei unterstützen.

image In der letzten Woche ist das klassische DSA-Tools deluxe freigegeben worden und kann kostenlos bei Chromatix heruntergeladen werden. Bei diesem Programm aus dem Jahr 1995 konnte man seine Charaktere für DSA 3 erstellen und sogar umfangreiche Kampfsimulationen durchführen. Also alle, die noch nach dem alten Regelsatzspielen sollten zugreifen und den kostenlosen Download nutzen – ich hatte es mir damals noch schenken lassen :)

imageWer wie wir mit den neuen DSA Regeln spielt, muss natürlich neue Software nutzen. Und dafür gibt es die Helden-Software, seit Anfang  des Jahres auch mit den Daten der DSA Version 4.1. Das Javaprogramm zeichnet sich dabei durch ihre plattformunabhängigkeit aus und bietet eine schnelle Erstellung der Charaktere an, die bei DSA ja sonst ihre Zeit dauern kann. Leider fehlt hier noch eine Kampfsimulation, aber womöglich kommt das ja noch als Plugin.

image Für die musikalische Unterstützung nutze ich seit neustem den RPG-SoundMixer. Neben dem klassischen Abspielen von Musik bietet es aber insbesondere auch an Soundeffekte per Tastenklick oder zufällig nebenbei einfließen zu lassen. Dabei können auch verschiedene Schichten übereinander gelegt werden. Also kann man sowohl normale Waldeffekte einbinden und bei einer Reise noch Schritte oder Pferdegetrappel darüber legen. Auch verschiedene Phasen sind möglich. Also ein aufkommender Sturm kann so per einfachen Tastendruck stärker gemacht werden und auch die Stimmung so nach und nach verstärkt werden. Naja, saugt euch doch einfach mal die Demo, die bietet eine Sounddemo an, ebenso wie Hörbeispiele. Denn – dies als einziger Nachteil des Programms – leider ist es nicht kostenlos, 16,50 Euro muss man hierfür auf den Tisch legen.

Stirbt das Pen&Paper Rollenspiel aus?

Im letzten Jahr habe ich angefangen auch wieder mehr klassische Rollenspiele zu spielen: Eine Cthulhu Runde in Oberhausen ist nun monatlich abgesetzt und um eine D&D 4.Ed. Runde erweitert worden und in Gelsenkirchen habe ich eine eigene Cthulhu und DSA Runde, die aber noch recht sporadisch laufen. Naja, jedenfalls hat mich das Rollenspielfieber wieder gepackt und da ist es schon interessant, wenn jemand wie Frank Heller, seines Zeichens Cthulhu Chefredakteur, das Ende des klassischen Pen&Paper Rollenspiels voraussieht. Und um das ganze mal in Zahlen zu fassen: Er rechnet mit nicht mehr als 10.000 aktiven Rollenspielern in Deutschland und gibt weiterhin an:

“Bei dem größten deutschen Rollenspiel, DSA, gilt ein Abenteuerband als ungewöhnlich erfolgreich, wenn er sich 3.000 Mal verkauft hat.”

Also auch als Laie klingt das ziemlich mies – und das beim erfolgreichsten Rollenspiel in Deutschland. Interessant sind die Gründe, die er angibt: Zum einen die mangelnde Präsenz im normalen Spielhandel, den es bei DSA noch gegeben hatte, zum anderen aber auch Onlinerollenspiele:

“Das Aufkommen von World of Warcraft war das schlimmste Ereignis, das die Pen&Paper-Szene in den letzten Jahren erlebt hat. Auf einmal sind nämlich massenhaft aktive Pen&Paper-Rollenspieler vor dem Computer abgetaucht und waren für Monate verschwunden. Monate, in denen sie keine Rollenspielprodukte mehr brauchten, und nach denen sie bestimmt nicht in allen Fällen zu Pen&Paper zurückgefunden haben. (…) Es gab damals, als 2005 World of Warcraft aufkam, den von mir so genannten „WoW-Knick“. Von einem Monat auf den anderen sind die Absätze bei Pen&Paper massiv eingebrochen, um bis zu 50%!”

Dies zum einen aus Kostengründen und dem einfacheren Zugang, aber vor allem auch aus Zeitgründen, denn WoW ist definitiv ein Zeitfresser! Und dass sich seit der Hochzeit von Pen&Paper Rollenspielen in den 80ern, Anfang der 90er mit dem Aufkommen von Computerspielen einiges geändert hat, ist leider auch offensichtlich.

Also ich kann Heller leider eher Recht geben in seiner Warnung. Rollenspielen wird nicht aussterben, das sagt Heller ja auch nicht, aber es sollte sich Gedanken über die Positionierung machen. Beispiel Regelwerke: Hier beschreibt Heller zu Recht den gestiegenen Schwierigkeitsgrad und die zunehmende Komplexität von Rollenspielsystemen. Wenn ich mir DSA4 angucke für das ich nun alle vier Grundregelwerke zusammen habe, sind dies geschätzt bestimmt 1000-1200 Seiten, die man lesen muss. Nicht alle komplett mit Text, mit vielen Tabellen oder Aufzählungen, aber selbst wenn nur 20% relevante Regeln sind, ist das eine menge zu lesen und Lernen. Und dann kennt man die Welt noch nicht und wer dort neu einsteigen will, sollte die grobe Geschichte doch kennen, zumindest wenn man nach dem Borborad Krieg spielt. Naja, D&D scheint mit der 4. Edition da eher einen anderen Weg zu gehen und hat das System gestrafft, ja sogar an Online – Rollenspiele herangeführt. Ich werde wahrscheinlich nach dem ersten Abenteuer einen längeren Bericht dazu schreiben, aber die Charakterklassen haben nun spezifische Rollen, die an Onlinespiele erinnern: Tank, Heiler, Support und Schadensausteiler ((Damage Dealer ^^)), sowie verfügen über verschiedene Fähigkeiten, die man entweder ständig oder nur einmal täglich oder im Kampf anwenden kann, etc. Also quasi die Leiste bei der man im Kampf nur den richtigen Knopf drückt – und bisher funktioniert das System ganz gut. Neben Reiten, Schwimmen und Klettern als eigene Eigenschaften (wie bei DSA) wird dort alles unter Akrobatik (o.ä.) zusammengefasst. Das macht es einfacher und übersichtlicher. Ich will damit nicht gegen das eine oder für das andere sprechen, denn realistischere und ausgeprägtere Rollenspiele machen auch Spaß und haben ihren Sinn, aber für Einsteiger ist es demnach umso schwerer.

Alles in allem ein lesenswerter Artikel und in dem Zusammenhang kann ich nur noch das von Heller auch erwähnte kostenlose Probeexemplar von Cthulhu nochmal ausdrücklich empfehlen, denn es ist wirklich ein tolles und einfaches Rollenspiel.

The Guild

Als ich vor einigen Tagen mal wieder durch den XBox Videomarktplatz stöberte kam ich auf “The Guild”, eine kleine Miniserie über die Spieler einer Online-Rollenspielgilde. Jede Folge dauert rund 3-7 Minuten und über bisher 10 Folgen in der ersten und 2 in der jetzt gestarteten zweiten Staffel spannt sich so eine amüsante Geschichte. Wikipedia beschreibt den Inhalt so:

Die Serie dokumentiert das Leben von Codex, die Heilerin der Knights of Good, die versucht ein normales Leben zu führen, nachdem einer ihrer Gildenkollegen vor ihrer Tür auftaucht.

Wobei m.E. normales Leben etwas relativ ist, denn irgendwie haben die alle eine kleine Macke, so wie Clara die Mutter die ihren Kindern mitten im Kampf ein Buch vorliest und dabei natürlich auch gerne Spielbegriffe integriert. Oder der Gildenmeister Vork, der sich hinter Regeln verkriecht und den das erste reale Treffen der Gilde as dem Rahmen wirft, weil er ja ein Essen bezahlen muss.

Hier die erste Folge als YouTube:

Leider habe ich die Folge nicht untertitelt gefunden, wie sie im XBox Videomarkt eingestellt sind, so müssen also ein wenig Englischkenntnisse vorhanden sind. Wenn jemand die im Netz untertitelt gesehen hat, freue ich mich über Ergänzung per Kommentar.

Drakensang

image Am Wochenende war nicht viel Zeit hier im Blog zu schreiben. Das hat zwei einfache Gründe: Vor allem die bevorstehende Klausur in VWL, die einen großen Lernaufwand erfordert, zum anderen Drakensang, das neue PC Rollenspiel in der Welt des Schwarzen Auges. Viel Zeit hierfür blieb nicht, aber doch genug für einen ersten Blick.

Also zunächst mal das Äußere: Die Grafik dieses Spiels kann sich sehen lassen und läuft zumindest bei mir auch bei größerer Auflösung schön flüssig. Spontan zur Musik kann ich nichts sagen, sie passt einfach zum Spiel, so dass sie mir nicht negativ auffiel. Einziges Manko: Kaum Sprachausgabe: Nur der erste Satz von NPC wird auch akustisch wiedergegeben.

Die Stimmung hingegen ist wie bei jedem anderen Rollenspiel auch. Zunächst kleinere Aufträge in einem verschlafenen Vorort, dann gleich eine Mordserie in Ferdok und es kommt sicher noch mehr. Das ganze in einer schönen Umgebung, die man ein wenig aus den guten Pen and Paper Rollenspielzeiten noch kennt.

Aber auch die neuen Regeln der vierten DSA Edition lernt man so besser kennen. Zum Beispiel der Charakteranstieg. Die gewonnen Erfahrungspunkte werden in Steigungspunkte umgewandelt, die man wiederum zur Verbesserung von Talenten, Eigenschaften oder ganz profan der Lebensenergie beispielsweise nutzen kann. Also allein dabei schon ein ziemlich taktisches vorgehen. Mit Spezialfertigkeiten wie Wuchtschlag oder Befreiungsschlag kommt ein wenig Taktik auch in die Echtzeitkämpfe, die aber immer pausiert werden können. Hinzu kommt eine schöne Reihe von Zaubersprüchen, also wird schon einiges geboten.

Für alle, die in diesem Sommer ab und an nochmal in andere Welten abzutauchen, ist Drakensang sicherlich eine gute Idee und deshalb von mir eine klare Kaufempfehlung.