Spielemesse 2012

Am Wochenende steht die Spielemesse an. Anders als in den Jahren davor (2011, 2010, 2009, 2008) werde ich aber zum ersten Mal nicht wirklich herumstöbern können, denn ich helfe bei Goliath als Spiele-Erklärer aus. Fällt etwas schwer, aber mit “neuer” Wohnung ist das Geld ist knapp und dann kommt es doppelt gut: Man nimmt was ein und gibt gleichzeitig nicht soviel aus :)

Dennoch gibt es einige Überlegungen für Anschaffungen jetzt oder eher später irgendwann, aber vielleicht hat jemand von euch ja noch Tipps und Ratschläge?

Brettspiele

Die erste wirkliche Erweiterung für Villen des Wahnsinns ist bereits seit einiger Zeit erschienen und da wir das Spiel doch schon öfter spielen, vielleicht eine Anschaffung wert. Ob dies auch für die einzelnen Szenarien gilt, weiß ich noch nicht wirklich, immerhin kosten diese für das eine Spiel schon 15 Euro.

Zum Dungeon-Crawl Spiel Descent (oder wie immer man es nennen will) ist nun die zweite Edition erschienen. Da wir auch ab und an mal eine Runde wagen sicherlich nicht uninteressant, aber momentan wohl zu teuer zum Aufrüsten. Müsste auch erst mal gucken, was sich wirklich geändert hat. Lieber mal gucken, ob man die ein oder andere Erweiterung für die alte erste Edition nicht noch günstiger bekommt :)

Village von Pegasus hat den Kennerspiel-Preis des Jahres bekommen und erinnerte mich von seiner Grundbeschreibung ein wenig an Spiele wie Fugger oder “Die Gilde” auf dem PC, bei dem man seine Familie nach oben bringt. Aber das wird wahrscheinlich eine ganz spontane Sache, ein Erklärvideo hat es doch komplexer und doch etwas anders dargestellt, als ich es gedacht hatte :)

Auch das Spiel des Jahres: Kingdom Builder sieht auf den ersten Blick sehr nett und interessant aus, aber auch hier wage ich die These, dass es einem etwas geringerem Budget zum Opfer fallen und auf später verschoben wird.

Rollenspiele

Bei Rollenspielen sieht es soweit ich es gesehen habe auch nicht so aus, dass ich mich wirklich ärgern müsste. Für Cthulhu erscheint der sicher gut aussehende Ägyptenband, der aber mit 70 Euro weit über dem Rahmen liegt, den ich für Rollenspielbücher ausgeben will. Ein normales Design unlimitiert hätte mir da gereicht. Aber Ägypten reizt mich da eh weniger und nur 2 Abenteuer im Buch lassen mich weiter davon Abstand nehmen. Definitiv gesetzt ist aber die zweite Ausgabe von Cthulhus Ruf. Bei 6 Euro keine schwere Entscheidung für sehr gute Qualität :)

Bei DSA erschien bereits Dämmerstunden vor Kurzem mit Horrorabenteuern, aber das ist schon in meinem Besitz und rezensiert worden, die Fortsetzung der Wildermarkkampagne scheint mir nach ersten Berichten zu sehr mit den Erlebnissen von “Von eigenen Gnaden” zu brechen, also auch nicht sehr prioritär. Schicksalspfade, das Tabletop finde ich schon etwas interessanter, zumindest wenn man es auch gut für Kämpfe im Rollenspiel nutzen kann. Das Testheft wird definitiv mitgenommen.

Interessant fände ich auch mal Contact auszuprobieren, aber bei einem Budget von ca. 50-70 Euro wird auch das wohl nichts werden, denn das würde komplett nur dafür rausgehen.

Vielleicht wird noch mein Savage Worlds Regelwerk einem Update unterzogen mit dem neuen Taschenbuch des neuen Regelwerkes für nur 10 Euro.

Für Traveller erscheint ja auch einiges, da muss ich nur nochmal prüfen, ob das mit meinen Kampagnenplanungen sinnvoll erscheint :)

Fazit

Wenn man will kann man auf der Spielemesse also noch immer viel Geld lassen. Aber ich muss sagen, dass ich dieses Jahr zumindest noch kein wirklich ärgerliches Gefühl habe, was einen etwas sparsameren Einkauf angeht. Das ein oder andere wäre sicherlich Interessant, aber die Messlatte wo ich wirklich denke, dass ich es bräuchte, ist dieses mal doch deutlich geringer, als noch im letzten Jahr.

Aber vielleicht habe ich ja auch noch was übersehen? Gibt es Empfehlungen eurerseits, die ich mir angucken sollte. Wobei angucken relativ ist: Ich habe an den vier Tagen nur jeweils 30 Minuten Zeit, um irgendwo hin zu kommen und einzukaufen ;)

Guild Wars 2: Abstufungen

Seit gestern kann man Guild Wars 2 spielen – wenn man einen entsprechenden Headstart Key hat. Ab übermorgen kann man das Spiel aber auch ganz generell spielen. Ich werde dazu nochmal genauer bloggen, aber ein Detail jetzt vor den allgemeinen Fragen. Eine Besonderheit des Spiels ist es, dass man nie zu hochstufig für eine Region sein kann. Anders als bei World of Warcraft oder anderer Online-Rollenspiele sind damit auch die Einstiegsgebiete anderer Völker nicht nur für eine Handvoll Geld oder unbedeutende Erfolge [1] noch interessant, sondern fordern einem auch noch. Hinzu kommt, dass – wenn auch mit geringerer Wahrscheinlichkeit – durchaus Items für einen droppen sollen. Wie dem auch sei, mit einem Stufe 16 Waldläufer kann ich das momentan noch nicht bewerten, aber dennoch kam gestern eine Frage auf: Macht es dann Sinn weiter zu leveln, wenn man an der Storyquest [2] nicht weiterkommt? Eine Freundin kam bei ihrer Quest nicht weiter und war entsprechend frustriert. Inzwischen weiß ich: Die Quests sind auch manchmal sehr merkwürdig, vor allem wenn NSCs dabei sind. Aber gut.

Jedenfalls habe ich das heute mal beobachtet von den Werten hier.

    

Ganz links der Stufe 13 Charakter, der auf 10 heruntergerechnet wurde, hier sind aber nur die weißen Werte interessant. Diese kann man mit den grünen im zweiten Bild vergleichen. Dies ist die heruntergerechnete Fassung. Zum letzten Bild kann man wiederum die weißen mit den grünen Werten vergleichen.

Man erkennt, dass man dennoch oft etwas stärker ist als vorher. Neue Rüstungen, Boni auf Eigenschaften oder Fertigkeiten steigern auch die heruntergerechneten Werte. Veränderungen auf passendere Werte führen (dies sieht man ein wenig bei dem runterrechnen von 17 auf 14) auch zu entsprechenden Anpassungen der neuen Werte. Hintergrund ist die Berechnung die – soweit ich das jetzt stichprobenweise getestet habe – einfach durch eine prozentuale Reduzierung auszeichnet. Ob dies nun plötzlich alles viel einfacher macht sei mal dahin gestellt, aber ein wenig denke ich schon – sonst hätten die Werte ja keine Bedeutung :)

Ich werde dies weiter beobachten und – wenn es dazu kommt – mit höherstufigeren Charakteren Herabstufungen nachstellen und dann berichten. Neben unnötigem Frust kann man so aber auch sagen, dass weiterspielen sich erstmal lohnt. Ansonsten – so hab ich eine unmögliche Quest “gelöst” – ist es eben ein Multiplayer-Spiel und man sucht sich Mitspieler :)

Podcaster im DORP Interview

Noch etwas habe ich nachzuliefern, nämlich ein Interview mit Dorp.tv, welches bei der letzten RPC mit uns geführt wurde. Dorp.tv berichtet – für alle, die das nicht kennen – mit Webvideos aus der Rollenspielszene und von Neuerscheinungen der Verlage – nach Messen immer der beste Anlaufpunkt um zu erfahren, was es alles neues gibt. Bei der RPC wurden wir Podcaster auch zum Gespräch gebeten, aufgrund des Lärms in der Halle war es aber eher Alleinunterhaltung :)

Nachspiel 2011

Es ist schon über eine Woche her, dass ich auf der Spielemesse in Essen war, aber zuerst die Diplomarbeit und die danach einbrechende Faulheit hat den Bericht etwas verzögert, aber da damit jetzt Schluss ist nun ein kleiner Überblick über bereits gespieltes und einiges gekaufte. Wir haben von unserem Rollenspielpodcast System Matters heute auch den Rückblick veröffentlicht, der aber seinen Schwerpunkt aber bei Defenders of the Realm hat, dem erstem Spiel auch meiner Rückschau – nicht aus qualitativen, sondern aus Überleitungsgründen :D

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Spielemesse 2011

Ab morgen ist die Spielemesse in Essen. Seit Jahren gehe ich dort immer hin und dies wird auch in diesem Jahr so sein – trotz Diplomarbeit. Aber da steht morgen der Entwurf, der dann Gegengelesen wird und so kann man Samstag ruhigen Gewissens zur Spielemesse gehen. Eigentlich berichte ich ja immer im System Matters Rollenspielpodcast davon, was so neues für die Spielemesse ansteht. Dieses Jahr ist das leider echt nicht drin gewesen. Dafür war der Stress mit der Diplomarbeit irgendwann dochzu groß geworden. Nichts desto trotz soll es hier kurz auf die Dinge eingegangen werden, die bei mir ganz sicher, vielleicht und unter Umständen im Rucksack oder in Einkaufstüten landen. Als Grundlage dient in erster Linie dieser Artikel von Ron, in dem alle Rollenspielneuheiten dargestellt werden.

Der eine Ring

Ganz oben auf der Einkaufsliste steht “Der eine Ring”, das neue Herr der Ringe Rollenspiel, welches vom Uhrwerkverlag übersetzt wurde. Das Besondere daran ist, dass es eine Kampagne über 80 Jahre zwischen den Geschehnissen von “Der Hobbit” (was ich noch zuende lesen muss) und dem “Herrn der Ringe” darstellt. Wenn man Zwerge oder Elfen oder so spielt ist das kein Problem, bei Menschen gibt es die Möglichkeit Wissen und Gegenstände an den Nachfolger weiter zu geben. Hinzu sol die Möglichkeit eines Gruppenpools geben, der die Stärke der Gemeinschaft darstellt. Wenn jemand aus der Gemeinschaft gegen diese Arbeitet schadet das der Gemeinschaft ebenso, wie der Verlust eines wichtigen Freundes. Hinzu soll soetwas wie Hoffnung kommen, ein Wert, der die Motivation des einzelnen Charakters darstellt. Wie das genau ist, weiß ich noch nicht, aber diese lange Spielzeit, diese neuen Meschaniken und mehr klingt schonmal wirklich sehr interessant, darum wird es gekauft. Kostenpunkt: 50 Euro, denn die Limitierte für 100 Euro wird es wohl doch nicht werden, wenn man nichtmal sicher sein kann, ob mal es überhaupt wirklich in einer Kampagnenform spielt.

Das schwarze Auge

Regelmäßig spielen wir ja noch die Sieben Gezeichneten Kampagne in DSA. Für das System erscheint nun ein Aventurischer Atlas mit detailierteren Karten und Darstellungen. Der wird zumindest genauer angeguckt und kostet 30 Euro. Das Soloabenteuer “Im Griff der Schwarzen Eiche” muss wohl noch etwas warten, ebenso die Anthologie zum Horasreich. Eine Kampagne zu Al’Anfa kommt erst nach der Messe raus, die wäre wohl noch eher dran gekommen. In Überlegung war auch die Überarbeitung der Kampagne “Bis zum Horizont”, bei der es nach Myranor geht. Aber irgendwie sind 40Euro doch ein stolzer Preis dafür, dass man diese Kampagne womöglich nie spielen wird. Interessant fände ich es dennoch mal Myranor zu erkunden aber eben ohne gleich alles neu kennen zu lernen, sondern als aventurischer Charakter und Spieler den Kontinent zu erkunden. Und auch als Spielleiter wäre es etwas einfacher, wenn man nicht gleich alles wissen muss.

Ullises generell

Ebenfalls übelegt war das Battletech Starterset und vielleicht auch neuer Kram fürs John Sinclair Abenteuerspiel. Das hatte ich auf der Ratcon kennengelernt und fand diese abgespeckte Version des Rollenspiels garnicht mal so verkehrt. Das Grundregelwerk habe ich mir im PDF Shop schonmal gekauft, hatte darum überlegt, ob was physisches für das Regel nicht auch nett wäre. Aber ich denke das wäre eher etwas falls am Ende noch Geld übrig bleibt – und das ist bei der Spielemesse ja selten der Fall :D

 

Malmsturm

Ich glaube bei der RPC hatte ich mir das Malmsturm Regelwerk gekauft und auch signiert bekommen. Damals war es gedacht als Alternative zu D&D in einer freien Spielwelt, die ich mir selber ausdenken wollte. Nun habe ich aber gesehen, wie dick dieses Buch zur Welt ist und überlege es mir vielleicht doch nochmal anders. Und man muss sich klar machen: Das “dünne” Regelbuch ist nicht wirklich dünn, sondern dicker als manches DSA Buch. Kostenpunkt: 50 Euro.

 

Cthulhu

Für das Horrorrollenspiel Cthulhu sind zwei neue Bände für mich besonders interessant. Zum einen mit Kingsport ein weiterer Ort aus Lovecraft Country, der vorgestellt wird. Steht aber auch nicht ganz oben auf der Liste, ist eher für die Sammlung, hoffe dass jemand aus meiner Spielrunde da vielleicht zugreift und leitet :) Ansonsten ist ein Artikel zu den Kreuzzügen erschienen, der wird genauer angeguckt und vielleicht gibt das eine nette kleine Kampagne. Fänd ich zumindest bis zu Freigabe von den Bergen des Wahnsinns irgendwann nochmal interessant.

Auch wenn es nicht von Pegasus ist, steht auch “Trail of Cthulhu” noch irgendwie auf der Kaufen-Liste. Ich habe ja mit den Armitage-Files eine Kampagne dazu und das andere System würde mich auch schon interessieren.

Englischer Kram

Es sind noch zwei englische Bücher in der Überlegung: Der Kampagnenband zu A Song of Ice and Fire ist so nicht mehr mal eben zu bekommen. Das System hatte ich noch günstig bekommen, beim Hintergrundband fehlte aber noch das Glück, mal sehen was die Messe bietet. Dann ist auch das Mouse Guard Rollenspiel mir sehr empfohlen worden. Werde mal den Comic lesen ob mir der zusagt und dann überlegen, ob ich das Risiko 55 Euro auszugeben, wo die Chancen noch geringer sind das zu Spielen als bei “Der eine Ring”.

Shadowrun

Bei der Ratcon habe ich mir Shadowrun gekauft und will das gerne mal ausprobieren – was schon ein großer Schritt für mich ist. Werde auf der Spielemesse wohl auch das ein oder andere Buch dazu kaufen. Relativ sicher ist die neue Box “Schattenrüstzeug” dazu, die mir als Einsteiger in das System bestimmt helfen wird. (Inhalte hier) Aber was sonst? Der Band zum Rhein-Ruhr-Komplex soll erst in einem Monat in der normalen Version entscheiden und 50 Euro dafür ist dann für einen Einsteiger doch etwas viel. Aber ich brauche da auch noch eure Hilfe: Was ist noch hilfreich für einen Einsteiger? Ist eine der 4er Kampagnen gut genug, um eine Einsteigerrunde zu überzeugen ohne zu überfordern? Irgendwelche Quellen- und Regelbände die besonders gut sind? Helft mir und antwortet fleißig :D

Brettspiele

Bei Brettspielen gehe ich immer sehr spontan an die Spielemesse heran. Das Civilization Brettspiel ist ein Kaufkandidat, aber sonst lasse ich mich gerne überraschen – oder auch hier von euch überraschen :D

 

Das ist bestimmt nur ein kurzer Überblick. Bei der Spielemesse wird auch  immer eingekauft, was gerade so in den Sinn kommt, aber ich bin auch immer für eure Ratschläge offen. Insbesondere zu Shadowrun würde ich mich über jeden Ratschlag freuen – auch vor Warnungen. Aber bestimmt habe ich auch echt tolle Sachem übersehen und bei Brettspielen freue ich mich auch Vorschläge von neuen (am liebsten kooperativen) Spielen. Also legt los :)

Gamescom: Was wir gesehen haben

Letzte Woche war die Gamescom in Köln und für einen Tag haben auch wir ins Getümmel gestürzt. Auch wenn wir auch dieses Jahr nur einmal dort waren und darum weder Zeit noch Lust auf vier Stunden für Assassins Creed oder ähnlichem anzustehen, kann man sich doch einen kleinen Überblick über die ein oder andere Neuigkeit machen.

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Dragon Age 2 – Erste Eindrücke

imageSeit heute ist der Nachfolger des Rollenspiel Epos Dragon Age erschienen bzw. zu spielen. Installiert hatte ich das Spiel gestern Vormittag schon, aber spielen durfte man erst ab 0 Uhr. Allein das hatte einige Kritik hervorgerufen, mir war es relativ gleichgültig, da ich Mittwoch eh viel arbeiten musste und so ging es dann um 0 Uhr los. Hier einige erste Eindrücke nach etwas mehr als 8 Stunden gespielter Zeit.

Story

Das Spannendste an Dragon Age war für mich die Geschichte und vor allem die Konsequenzen des eigenen Handelns. Ob es wirklich am Spiel etwas geändert hat, wenn man den einen Zwergen anstatt den anderen auf den Thron setzt oder anderes, kann ich natürlich nicht endgültig sagen – habe den ersten Teil nur einmal durchgespielt und das ist nicht lange her :)

Wichtiger als die Frage ob Entscheidungen wirkliche Konsequenzen haben ist, dass zumindest dieser Eindruck erweckt wurde. Wenn man nicht weiß, dass bei der anderen Auswahl das gleiche Ergebnis gekommen wäre und man anhand der Reaktionen und Handlungen den Eindruck bekommt, dass dies alles nur so geschehen ist, weil man sich an jener Stelle eben anders entschieden hat, ist dies mehr als ausreichend und unheimlich fesselnd.

Dieses Gefühl konnte Dragon Age 2 bei mir bisher nicht wirklich erzeugen. Man muss dazu vielleicht auch kurz den Hintergrund erläutern: Im zweiten Teil spielt man einen Flüchtling, der nach dem Angriff der Dunklen Brut fliehen muss und dann in der Stadt Kirkwall eine neue Heimat finden. Anders als beim Vorgänger erlebt man also keine spezielle eigene Hintergrundgeschichte und ich finde das schränkt zumindest denn Wiederspielwert doch etwas ein. Beim ersten Teil war es ja auch interessant, was sich für die Magierin aus dem Turm anders entwickelt aufgrund der Herkunft, als mit meinem adeligen Krieger. Die einzige Unterscheidung ist hier durch drei Klassen gegeben: Krieger, Magier und Schurke. Ob dadurch andere Handlungsstränge auftauchen kann ich natürlich noch nicht beurteilen, kann mir das aber maximal beim Magier vorstellen. Aber wer weiß, was noch kommt.

Das muss ich wie schon geschrieben auch für die Handlung und Konsequenzen tun. Bisher fühle ich mich von Quests eher überrannt, so das wesentliche dann ggf. schneller untergehen und alles “gleicher” wird, egal ob es nun um eine Story-relevante Quest oder eine eher unbedeutende Nebenquest. Im Prinzip ist mir das relativ egal, ich will ja eh das ganze Spiel kennen lernen, aber wenn das bunt durcheinander geht, weil in einem Gebiet nunmal 4-5 Quests zu erfüllen sind und dazu noch 1-2 neue kommen, kann der Überblick leider leicht verloren gehen. Die Questübersicht teilt das dagegen fein säuberlich auf und auch die Karte gefällt mir etwas besser, da sie sofort zu einer Region gehörige Quests anzeigt.

Bisher kann ich also sagen gute Unterhaltung, aber das Überraschungselement oder gar ein Ärgern über frühere Entscheidungen fehlt doch etwas.

Die Charaktere sind recht nett gestaltet und ich bedauere schon wieder, nicht alle mit dabei zu haben. Allerdings wechsle ich häufiger und muss sagen, dass verschiedene Charaktertypen zu erkennen sind und man vielleicht nicht mit einem Mitglied der Stadtwache auf eine Schmugglertour gehen sollte. (Wobei ob was passiert praktisch, weiss ich nicht, hab vorher die Gruppe umgestellt :D ) Was ich dagegen auch hier wieder negativ finde, sind mangelnde Dialogmöglichkeiten mit den Charakteren. Man kann diese teilweise in ihren Häusern ansprechen, aber das wird dann als Quest auch angekündigt. Einerseits ganz nett, dass man so sieht, wenn es etwas neues gibt, andererseits kamen mir die Dialoge und daraus ergebenden Quests und zu findenden Gegenstände im Vorgänger doch länger und spannender vor.

Dialoge

Als ein Vorteil und Lob für das Spiel hatte ich gehört (ich habe noch keine Testergebnisse wirklich gelesen, um unbefangen an das Spiel zu gehen), dass der Charakter eine Stimme bekommen hat. Im Vorgänger standen ja immer komplette Sätze da, jetzt sind es nur kurze Zusammenfassungen dessen, was der Charakter dann ausformuliert. Dies sieht dann in etwa so aus:

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Rechts stehen in der Regel drei Auswahlmöglichkeiten, wobei der Ton und die Stimmung der Nachricht mit einem Symbol davor dargestellt wird. In dem vorherigen Bild ist beispielsweise eine “ironische, humorvolle” Antwort markiert. Links kann man dann meist weiter Nachfragen oder eine entsprechende Auswahl von Fragen öffnen oder bekommt besondere Antworten, die sich aus vorherigen Fragen oder Gesprächen ergeben haben.

Ich muss zugeben, dass mir die Stimme selber doch ganz gut gefällt, also die Tatsache, dass es einen wirklichen Dialog gibt und der Gegenüber nicht nur auf angeklickte Fragen antwortet. Auch die Sache mit den Emotionen hilft dabei, dies ein wenig einzuschätzen. Dennoch reichen mir diese “Zusammenfassungen” oder Umschreibungen nicht ganz aus und manchmal finde ich, dass der gesprochene Text dann doch sehr weit davon abweicht. Nicht von der Emotion, sondern eben vom Inhalt her.

Fertigkeiten, Produktion und Gegenstände

Was mir auch etwas fehlt, ist das Überreden. Ich weiß nicht, ob das irgendwie integriert ist, aber ich fand es ganz nett, dass im Vorgänger manchmal Antworten nur da standen, weil man Überzeugen hoch genug gesetzt hatte, genug Klugheit hatte oder ähnliches. Jetzt scheint es von wenigen Ausnahmen abgesehen auf diese drei Auswahlmöglichkeiten an zu kommen.

Ansonsten werden Fertigkeiten mehr über die Eigenschaften gehandhabt. Schlösser knacken können alle Schurken ab einer Klugheit von 20, 30 oder 40 Punkten – je nach Schwierigkeit. Ich muss sagen, dass ich dies nicht problematisch finde, sofern man das erstmal raus hat. Im Gegenteil fand ich die Eigenschaften im ersten Teil irgendwann auch sinnlos, wenn alle die Kampfkunst und Taktik ganz hoch hatten, war der Rest eher sinnlos – sofern man Kräuterkunde, Alchemie und so nicht nutzt.

Diese wird hier auch wie ich finde etwas leichter genutzt. Anstatt Rohstoffe zu sammeln, sammelt man Rohstoffquellen. Also sobald man irgendwo Elfengras gesehen hat, hat man diese Quelle. Dann kann man bei den entsprechenden Händlern Gifte, Tränke oder Runen in Auftrag geben und bekommt die gegen Gold zugestellt. Das gefällt mir persönlich besser, aber ich hatte mich mit der Produktion von Dingen im ersten Teil auch nicht wirklich beschäftigt.

Einige Zeit ist aber dafür drauf gegangen, regelmäßig die Taschen nach besseren Gegenständen für alle Charaktere durchzugehen und so bei jedem zu gucken, ob es bessere Handschuhe, Rüstungen, Schuhe oder ähnliches gibt. Dies ist etwas entschlackt worden, denn nun gibt es Körperrüstungen nur noch für den Spielercharakter. Alle anderen haben ein festes Rüstungsset, welches mitlevelt (denke ich) und was durch besondere Ereignisse (wahrscheinlich das, was im ersten Teil eine besondere Fertigkeit war) aufgewertet wird. Man achtet darum bei anderen Charakteren nur noch nach Waffen, Ringen und Amuletten. Und auch das ist einfacher, denn diese haben nun eine Sternbewertung: Auf einer Skala von 0 bis 5 Sternen ist so sofort sichtbar, wie gut ein Gegenstand ist.

Ich muss sagen das neue System ist deutlich schneller als früher, wo man durch 8 Charaktere durchgehen musste und alles geprüft hat. Aber vielleicht war ich damals ja auch zu akribisch.

Kampf und Steuerung

Ich hatte das Spiel zuerst als Demo auf der PS3 gesehen und ehrlichgesagt gehofft, dass es sich um die Konsolenvariante handelt und die PC Version wie im Vorgänger vielleicht etwas strategischer bleibt. Dem ist nicht so. Ich finde Kämpfe sind actionorientierter geworden und auch schneller. Ich muss sagen, dass ich auf dem normalen Schwierigkeitsgrad mit den üblichen “Trash-Gruppen” bisher wenige Probleme hatte, nur eben bei Bossen oder größeren Mengen wurde es mal knapp, aber ich glaube ich musste noch nicht einmal deshalb neuladen. Ich bin mir noch etwas unschlüssig über den Stil, aber als Schurke macht es momentan noch viel Spaß und von daher bin ich zufrieden.

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Auch das Screenlayout selber ist recht übersichtlich, vielleicht etwas spartanischer als beim Vorgänger, aber ich finde es ist funktionabel und schnell zu spielen. Besonders gut – auch wenn es eigentlich zu “Gegenstände” gehört hätte, gefällt mir, dass es nur eine Heiltrankart gibt. Im letzten Teil hatte ich ja vom leichten über den normalen bis zum schweren oder mächtigen Wunsumschlag einige in der Leiste, das ist jetzt leichter gelöst. Ansonsten hat sich die Steuerung nicht wirklich geändert.

Zwischenfazit

Ich werde das Spiel in den nächsten Tagen ja weiter spielen und dann wohl auch nochmal berichten, aber bisher fühle ich mich gut unterhalten. Nicht weniger, aber auch nicht wirklich mehr. Ich kippe nicht vor Begeisterung vom Stuhl, muss diesen aber auch nicht vor Enttäuschung aus dem Fenster schmeißen.

Wie gesagt der Kampf selber ist okay. Mir gefällt, dass es nicht ewig dauernde Trashgruppenkämpfe gibt, sondern dies recht fix abzuhandeln ist und man sich so auf das wesentliche Konzentrieren kann. Wenn jetzt in den nächsten Stunden die Story noch mehr anzieht oder die ersten Konsequenzen (deutlicher) auftreten, dann wäre es natürlich noch sehr viel besser.

Meine Einkäufe bei der Spielemesse

Einige andere hatten ihre Einkäufe der Spielemesse ja schon abgelichtet und irgendwie war mir jetzt auch danach. Also hier eine Übersicht:

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Ganz am Rande ist noch Heroes of the World, das hat es leider nicht ganz drauf geschafft. Ansonsten sieht man Schatten über Camelot, mein Highlight der Messe. Auch wenn das Spiel schon etwas älter ist, finde ich den kooperativen Modus wirklich genial und freue mich schon darauf, wenn wir es das zweite mal mit mehr Regelkenntnis spielen Smiley 

Die Verbotene Insel ist ebenfalls kooperativ, ähnelt Pandemie sehr stark, macht aber dennoch viel Spaß und geht meiner Einschätzung nach etwas leichter von der Hand.

Ansonsten kenne ich von den Spielen dann nur noch Der Eiserne Thron, welches wir schon testspielen konnten. Schöne Strategie, aber eben darum auch nicht ganz so einfach.

Target Earth zu guter letzt war ein kurzentschlossener Kauf, weil es an die alten X-Com Computerspiele erinnerte. Die Regeln wurden schon gelesen und wirken wirklich recht einfach. Auch hier hoffe ich auf einen Test.

Der Rollenspielbereich vorne ist ja so etwas schwer zu erkennen. Alleine fotografiert sieht so aus:

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Man sieht einen deutlichen Überhang bei Cthulhu, auch wenn ich die Berge des Wahnsinns Kampagne wohl erst in einem Jahr selber leiten kann. Aber bis dahin ist entweder mit Innsmouth, oder eben mit Traveller, unserer laufenden DSA Kampagne oder Dungeon Slayers genug Material vorhanden, um die Zeit gut zu füllen.

Bei Dungeon Slayers hat es mich sehr gefreut am Samstag den Autor Christian Kennig kennen zu lernen, der mir zum einen mein Buch signierte, zum anderen aber auch sehr sympathisch war und mit dem wir ein längeres Gespräch geführt hatten.

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Alles in allem eine gute, aber wie immer teure Messe. Mehr dazu findet ihr auch in Audioform bei unserem System Matters Special dazu und einem Crossover Podcasts. Ich habe jedenfalls überlegt, meinen Spielepodcast wieder aufleben zu lassen. Im November wird es da wieder losgehen…

Streifzug durchs Netz vom 30.07.2010

Heute morgen war eine Demonstration zum Rücktritt von Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Leider konnte ich persönlich doch nicht hin, aber DerWesten berichtet wie üblich.  Dort findet man auch eine Chronologie – nicht der Ereignisse, sondern eher der Aussagen und Schuldzuweisungen danach. Eine aktualisierte Übersicht über die Ereignisse findet man wieder im ODEM.blog. Neu ist heute jedenfalls, dass bei der Loveparade die Zahlen der Besucherzahlen in den letzten Jahren immer deutlich erhöht wurde – verdreifacht gar.

Politisch interessant ist auch dieser Artikel über die Ausbildung, die von Seiten der Bundesregierung für somalische Polizisten geliefert wurde. Eigentlich löblich in dem zerfallenen Staat für staatliche Ordnung sorgen zu wollen. Aber doch bitte nicht an der UN vorbei, die dort alles organisiert und dann bei äthiopischen Ausbildern, die quasi an dem Bürgerkrieg beteiligt sind.

Ein kleiner Aufreger war dagegen das Verbot eines Blindenhundes im Supermarkt und insbesondere die Frage des stellvertretenden Filialleiters, ob es nicht spezielle Läden für Blinde gäbe. Sicher ein Einzelfall, aber irgendwie zeigt er doch, dass die wirkliche Einbindung von behinderten Menschen in die Gesellschaft noch nicht überall angekommen ist.

Rollenspielerisch ist heute die 41. Folge unseres Rollenspielpodcasts System Matters erschienen, der eigentlich nur zwei Themen hat: Ganz wenig Starcraft 2 und ganz viel Cthulhu. Hier kann man sich die Folge anhören.

Als Bild des Tages gibt es folgende über Twitter gefundene Aktion:

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Für die Kinder in der Kindertagesstätte sicherlich ein großer Schock und auch sicher keine “coole” Aktion, aber wie kommt man bitte generell auf solch eine Idee?

Auch garnicht cool ist diese Aktion, die bei Blogwiese unter dem Motto “DAS ist nicht witzig gepostet wurde” – dem kann ich nur zustimmen.

Damit bleibt mir nicht mehr als wieder einen schönen Tag zu wünschen :)

Streifzug durchs Netz vom 29.07.2010

Heute etwas kürzer, als gestern auch wieder eine Handvoll Linktipps:

Seit einiger Zeit wirbt die Post ja dafür, “das Briefgeheimnis ins Internet gebracht zu haben”. Vor einiger Zeit wurden aber einige kritische Punkte daran laut und auch wenn die Post sich erst geziert hat, hat sie nun auch geantwortet. Ich sehe momentan aber noch nicht den Sinn des digitalen Postkastens für den man auch noch 55 ct. pro Email zahlen soll.

Kritisch war auch gesehen worden, dass die Bundesregierung in der Vorstellung Links- und Rechtsextremismus sei gleich schlimm und dementsprechend das Geld für Projekte gegen Links- bzw.. Rechtsextremismus aufteilte. Wie sich nun zeigt, ist im Osten der Linksextremismus nicht so weit verbreitet.

Bei Grünes Gelsenkirchen findet ihr einen Aufruf für eine Aktion gegen BP. Das Ölproblem im Golf von Mexiko ist noch nicht gelöst, da will man schon im Mittelmeer noch tiefer buddeln. Mit einer Emailaktion kann man zumindest schnell etwas dagegen setzen.

Etwas mehr Zeit sollte man sich für eine neue Ausgabe des piCast setzen, einem Rollenspiel-Podcast, der in der neusten Ausgabe über die Zukunft des Rollenspiel plaudert. Sehr hörenswert. Unsere neue Folge kommt übrigens in den nächsten Tagen zur Cthulhu Convention am letzten Wochenende.

Und ein kleines Video des Tages gibt es auch noch. Während die Kinder gestern geduldig sein mussten, geht es heute darum, was ein dreijähriges Mädchen tun würde, wenn ein Monster kommt. Leider nur auf englisch: