Bilder-Abzocke im Internet

image Vor einiger Zeit hatte ich schon auf eine Auflistung kostenloser Bildarchive hingewiesen, da die Verletzung des Urheberrechts hier von einigen pfiffigen Anwälten genutzt wird, um sich die Taschen zu füllen. Nun sei nochmal darauf hingewiesen, auch auf Grundlage dieses Berichtes von PlusMinus. Im übrigen ist die Geschichte damit noch nicht beendet. Nein, der Fotograf fordert von einem Blogger, der schon vorher Bekanntschaft mit ihm machte, nun rund 3.775 Euro dafür, dass er auf einem Screenshot aus eben dieser PlusMinus Darstellung zu sehen war, denn der Blogger auf seiner Seite nutzte. Über Dany habe ich heute eine Gegenbewegung gefunden, die sich aufbaut: So gibt es Überlegungen zu einer freien Lebensmittelfotodatenbank. In den Kommentaren finden sich jedenfalls durchaus skeptische Äusserungen, angesichts der Tatsache, dass es ähnliche Projekte bereits gibt und eine Zersplitterung sicherlich für niemanden hilfreich ist. Jedenfalls bietet huettenhilfe.de auch kostenlose Bilder von Lebensmitteln an. Und über diese Zusammenstellung von kostenlosen Bildarchiven bin ich auf die Suchmaschine PicFindr gestoßen, die mehrere Seiten gleichzeitig durchsucht. Darüber auch die Tomaten oben, woher genau könnt ihr gleich unten lesen, denn in den meisten Fällen gehört es sich den Urheber der Bilder eben auch zu nennen und sein Urheberrecht zu achten – nur glücklicherweise muss man dafür nicht immer tausende Euro bezahlen…

Foto: FreeDigitalPhotos.net

Kostenlose Bilderarchive

Wer bloggt kennt das Problem gute Bilder zu den Beiträgen zu finden. Wie verlockend ist da die Google Bildersuche – der Hinweis auf das Urheberrecht wird ignoriert, das Bild eingebunden. Und wenig später kann es dann eine böse Überraschung geben, wie eine Abmahnung samt Rechnung über 1.000 Euro. Um dies zu vermeiden sollte man versuchen lizenz- oder kostenfreie Bilder zu erhalten. Auch hierbei gehört es sich oft den Namen des Fotografen anzugeben und diesen zu verlinken, aber dies ist wohl nicht zuviel verlangt. Malte Landwehr hat hierzu eine Auflistung von 103 Fotoarchiven online gestellt – ich habe die wenigsten davon getestet und kenne so vor allem Flickr oder Pixelio, aber bei der nächsten Fotosuche wird vielleicht mehr aus dieser Liste getestet :) Es sei noch angemerkt, dass meine Bilder ((anders als die Texte im Blog)) ebenfalls unter CC Lizenz stehen und damit nichtkommerziell genutzt werden dürfen, sofern es entsprechende Hinweise auf mich (mit Link zum Bild bei Flickr oder hier hin, dass ist mir wurscht) genutzt werden dürfen – falls Interesse besteht :D

Ist es strafbar Fußgänger durch Pfützen nass zu spritzen?

autospritzer.jpgDiese Frage stellten Kevin und ich uns bei der Fahrt zum Sport und vor allem bei der Rückkehr: Keine 500 Meter von zuhause erwischte Kevin nämlich ein voller Schwall Wasser und machte ihn von oben bis unten nass. Tja, aber ist es strafbar und gar Unfallflucht, wie Kevin es – vor dem Ereignis bereits – vermutete? Ich habe in einer kurzen Internetrecherche nichts dergleichen gefunden. Klar, wenn man sich das Autokennzeichnen merkt, kann man den Fahrer natürlich zur Rechenschaft ziehen und die Kosten zahlen lassen. Womöglich kommt auch ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung in Betracht, wenn jemand anderes im Verkehr “geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird”. Nachzuweisen müsste man wohl, dass dies nicht vermeidbar ist. In Österreich wurde jedenfalls gerichtlich beschlossen, dass “unabhängig von der objektiven Geschwindigkeit jede Geschwindigkeit zu schnell [sei], bei der es zu einer Beschmutzung kommt”. Für Deutschland hingegen habe ich nur Forenbeiträge oder eine Frage bei Yahoo Clever gefunden, wobei ich aber von obenstehenden Dingen durchaus ausgehe. Sollte also wirklich eine Reinigung nötig sein, dann kann man den Fahrzeughalter vielleicht zur Rechenschaft ziehen – wenn man denn das Autokennzeichen noch erkennen konnte.

(Foto von Scoobay)

Beamtenbeleidigung…

…gibt es nicht. Auch wenn es man oft hört, gibt es keinen gesonderten Straftatbestand, ob man nun jemanden mit Uniform oder ohne beleidigt – nur, dass vielleicht Autoritätspersonen womöglich öfter zur Anzeige greifen. Diesen und weitere Rechtsirrtümer gibts bei bildung-news.com.

Bahnstreik vor Gericht

Am Freitag sollten die Streiks der GDL wieder losgehen. Nun hat die Bahn abermals die Gerichte eingeschaltet, um diese per einstweiliger Verfügung aufzuheben. Währenddessen wurde bekannt, dass die Streikmassnahmen noch begrenzt seien und auch nur wenige Stunden dauern würden. Dennoch werde ich wohl eher meinen Arbeitstag in Düsseldorf von Freitag auf Donnerstag vorverlegen. Wie lange sich das hinzieht, weiss ich nicht – ich befürchte momentan das Schlimmste. Mich würde aber mal interessieren, was du von diesem Streik erwartest? Also wie lange wird er dauern, wie kann er enden? Vielleicht ergibt sich ja eine kleine Diskussion hierzu ;) Continue reading

Rasen und Falschparken versichert

Wer in Dänemark zu schnell fährt oder falsch parkt (und erwischt wird), muss tief in die Tasche greifen: Falschparken kostet umgerechnet rund 70 Euro, 20km/h zu schnell leicht 70 bis 270 Euro. Aber für viele Dänen könnte dies bald ziemlich egal sein, denn der Automobilclub Fartklubben erstattet für nur 134 Euro jährlich bis zu vier Bußgeldbescheide (bzw. maximal 1344 Euro) für zu schnelles fahren und für nur 53 Euro vier Knöllchen (max. 269 Euro). Der Vorsitzende des Vereins erklärte, dass man Menschen nicht zum schnelleren Autofahren anhalten wolle, aber Politik und Polizei diese Geschwindigkeitskontrollen zur reinen Geldeinnahme aufstellen. Andere – ich im übrigen auch :) – sehen darin eher eine weitere Gefährdung des Straßenverkehrs.

Zugelaufen bei Don Farrago und der net-tribune.  

Gott vor Gericht

In Rumänien hat ein 40jähriger Häftling versucht Gott zu verklagen, vertreten durch die orthodoxe Kirche. Er sei mit der Taufe einen Vertrag mit Gott eingegangen, der ihn vor Bösem schützen sollte, jedoch habe dieser sich nicht daran gehalten, obwohl als Gegenleistung “verschiedene Güter und zahlreiche Gebete” geleistet wurden. Da Gott aber “keine Adresse” habe und keine “juristische Person” sei, hat die Staatsanwaltschaft jedoch nicht angenommen – verständlicherweise. Tja und ich dachte so etwas gibt es nur bei Ally McBeal.

Und die Justiz in den USA funktioniert doch…

TheChungs.jpg…zumindest im Fall der berüchtigten 54 Millionen Hose. Wir erinnern uns: der Richter Pearson hatte für seine angeblich verloren gegangene Hose und aufgrund der Schaufensterwerbung, die zufriedene Kunden garantiert forderte er erst 65, dann 54 Millionen Dollar Schadensersatz ein. Und heute scheiterte er vor Gericht: Nicht nur der Schadensersatz wurde ihm gestrichen, auch für die Gerichtskosten muss er nun aufkommen. Tja, wie man sieht funktioniert das amerikanische Rechtssystem eben doch manchmal. Jedenfalls Glückwunsch auch von hier an die Chungs und deren Anwalt.

Unklare Lage in Rostock

[inspic=212,left,fullscreen,180]Es ist war mein Tag 5 in Rostock und weiterhin ist die Lage unklar. Gestern – zwei Tage nach den Vorfällen am Samstag – kam es wieder zum zu Auseinandersetzungen und im Presszelt überschlugen sich die Meldungen: Kommt es zu einem massiven Polizeieinsatz am Sutower Kreuz? Kommen wirklich mehr Autonome nach Rostock, wie von der dpa berichtet? Von daher ergibt sich schon eine größere Anspannung: Was passiert? Wo ist das “Brüderchen”? Continue reading

Rechnung vom Anwalt

Oft habe ich hier schon vor irgendwelchen Rechnungen gewarnt, die per Email kommen und verdächtig sind. Daran hat sich auch nichts geändert. Etwas mulmig wurde mir aber schon, als ich gestern ein Anwaltsschreiben aus Hamburg bekommen habe und darin Forderungen der Firma Cyberservices aus Amsterdam in Höhe von 498,96 für “LiveVideos” um genauer zu sein Leistungen aus dem Bereich “Freestrip (1)” zu fordern.

Das war schon ein großer Schock. Also um eins gleich vorweg zu nehmen: Es gibt vieles für das ich Geld ausgebe, manchmal auch sinnlos, aber für sowas nun wirklich nicht! :) Nun, spannend wurde es dann aber als eine “beweisbare Bestätigung” auftauchte, mit falcher Telefonnummer und dementsprechend wahrscheinlich auch falscher IP Adresse. Unter der Nummer erreicht man niemanden mehr, aber mir soll es egal sein – hoffe ich zumindest – denn ohne Vertrag keine Leistung. Also werde ich keinen cent zahlen.

Was mir grade aufgefallen ist: Ist es bei irgendwelchen Stripangeboten nicht erforderlich nachzuweisen, dass man volljährig ist, also irgendwie mit dem Personalausweis oder so? Das wäre jedenfalls – wie es aussieht – eine bessere beweisbare Bestätigung, als ein Telefonanruf.

Morgen früh geht Brief und Fax an die Anwaltskanzlei raus, in dem ich dies so schildere. Von der falschen Telefonnummer, über die unbekannte Emailadresse bis zum Fehlenden Widerspruch bei meiner Bank. Ich habe auch darum gebeten, mir bis Freitag eine Antwort zukommen zu lassen, sonst gehe ich zur Verbrauerzentrale, um mich beraten zu lassen. Ich halte euch auf dem Laufenden (auch wenn es euch nicht interessieren sollte ;) )