Streifzug durchs Netz vom 29.07.2010

Heute etwas kürzer, als gestern auch wieder eine Handvoll Linktipps:

Seit einiger Zeit wirbt die Post ja dafür, “das Briefgeheimnis ins Internet gebracht zu haben”. Vor einiger Zeit wurden aber einige kritische Punkte daran laut und auch wenn die Post sich erst geziert hat, hat sie nun auch geantwortet. Ich sehe momentan aber noch nicht den Sinn des digitalen Postkastens für den man auch noch 55 ct. pro Email zahlen soll.

Kritisch war auch gesehen worden, dass die Bundesregierung in der Vorstellung Links- und Rechtsextremismus sei gleich schlimm und dementsprechend das Geld für Projekte gegen Links- bzw.. Rechtsextremismus aufteilte. Wie sich nun zeigt, ist im Osten der Linksextremismus nicht so weit verbreitet.

Bei Grünes Gelsenkirchen findet ihr einen Aufruf für eine Aktion gegen BP. Das Ölproblem im Golf von Mexiko ist noch nicht gelöst, da will man schon im Mittelmeer noch tiefer buddeln. Mit einer Emailaktion kann man zumindest schnell etwas dagegen setzen.

Etwas mehr Zeit sollte man sich für eine neue Ausgabe des piCast setzen, einem Rollenspiel-Podcast, der in der neusten Ausgabe über die Zukunft des Rollenspiel plaudert. Sehr hörenswert. Unsere neue Folge kommt übrigens in den nächsten Tagen zur Cthulhu Convention am letzten Wochenende.

Und ein kleines Video des Tages gibt es auch noch. Während die Kinder gestern geduldig sein mussten, geht es heute darum, was ein dreijähriges Mädchen tun würde, wenn ein Monster kommt. Leider nur auf englisch:

Gewerkschaft der Arbeitgeber

Ich respektiere die Demokratie in Gewerkschaften sehr stark, auch wenn sie nicht mit meiner Meinung übereinstimmt – wie bei den Forderungen der GDL oder der Zustimmung zur Bahn Privatisierung bei Transnet. So ist das eben in einer pluralistischen Demokratie. So habe ich zwar ziemlich gestutzt, als plötzlich die Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste sich gründete und gegen den Mindestlohn protestierte, aber mir auch gedacht, dass es auch das Recht dieser Angestellten ist, sich für ihre eigene Meinung einzusetzen – selbst wenn diese sich gegen höheren Lohn wenden. In Report Mainz wurde mein Stutzen jedoch zu einem ziemlichen Grummeln, denn was dort passiert, ist schon sehr merkwürdig: Die Angestellten werden von dem Arbeitgeber fast zur Demo gezwungen, erhalten die komplette Ausrüstung dafür und auch das Büro der Gewerkschaft wird gut finanziert. Während in manchen Betrieben noch Probleme bekommen, wenn sie Gewerkschaften beitreten oder Betriebsräte gründen, hat man dort wohl eher ein Problem, wenn man es noch nicht tut. Leider ist der Bericht noch nicht online, aber ich werde den Beitrag hier mit dem entsprechenden Link versehen, wenn es soweit ist. Bis dahin bietet die Readers Edition auch einen kurzen Bericht dazu. In jedem Fall ein ziemlich schockierender Fall davon, wie Arbeitgeber nun Arbeitnehmerrechte ausnutzen und diese nun zum Schein für ihre Interessen kämpfen lassen :(

Post von der Post

Als heute im Briefkasten zwei Briefe von der Post gefunden habe, war ich doch sehr überrascht. Nein, nicht weil sie mich erreicht hatten, sondern eher wegen der doch schnellen Bearbeitung meiner Nachfrage. Brief 1 entschuldigte sich für die Unanehmlichkeiten aufgrund der fehlerhaften Zustellung und unterstützte die Rückgabe durch den Postbriefkasten: “Die Deutsche Post vernichtet keine Briefe!”. Brief 2 kam von der Filialstelle und entschuldigte sich ebenfalls, wobei sie ankündigten die Partnerfiliale in Bulmke-Hüllen darauf hinzuweisen. Naja, die Filale stimmt nicht – was ich der Post inzwischen auch mitteilte – aber dennoch alles in allem eine schnelle Reaktion – hätte ich ehrlichgesagt nicht erwartet. Und die 10 Briefmarken als Entschuldigung sind auch nicht schlecht ;)

“Schmeissen Sie sie doch weg…”

Dies war die Antwort eines Postangestellten, als meine Mutter ihm Post überreichte, die uns fälschlicherweise zugestellt wurde. Richtig gelesen: Wegwerfen! Darauf folgte ein “Ach, dass kann ich auch für Sie machen” und ein beherrzter Wurf der Fehlsendung in den bereitstehenden Papierkorb. Und um es nochmal deutlich zu machen: Es ging nicht um unerwünscht empfangene Werbesendungen, sondern um Post an andere Menschen, in anderen Häusern – ja sogar andere Straßen. Davon hatten wir nämlich drei Stück und die Nachbarin auch einen im Postkasten. Lassen wir mal die offensichtliche Unfähigkeit des Briefträgers außer Acht eine 35 von einer 29, die Augustastraße von der Straße “Im Bettau” zu unterscheiden, war das Verhalten des Angestellten in der Postfiliale doch wirklich das Höchste. Da muss man sich fragen, wieviel eigene Post diesen Weg zur Papierverwertungsstelle oder der Müllkippe gegangen ist. Ich habe diese Frage jedenfalls der Post gestellt per Email und hoffe, dass diese Email nicht auch einfach den Weg von fehlzugestellter Post geht – in den Mülleimer.

DHL “express”

Am 22. Dezember wurde mir ein Paket mit meinen reparierten Laptop zurückgeschickt – zumindest hoffe ich, dass er repariert ist, denn bis heute ist nichts hier angekommen. Grund: DHL “Express”. Nun gut, angeblich ist es am 27. mal versucht worden zugestellt zu werden, aber leider haben wir zuhause (also dort wo das Ding hingeliefert wurde) nichts davon mitbekommen (obwohl immer jemand da war), was vielleicht auch daran lag, dass es keine Benachrichtung über den angeblichen Zustellbesuch gab! Gestern konnte ich dann nach mehrmaligen Anrufen bei ASUS die Treckingnummer herausfinden und habe bei der Post eine erneute Zustellung für heute morgen 8-12 Uhr gewünscht. Tja, um es so zu sagen: Es ist 16.32 Uhr und ich schreibe nicht an meinem Laptop. Um 13 Uhr hatte ich das Warten nämlich satt – also soll mir keiner Sagen ich hätte nicht Verständnis für eine kleine Verspätung und wiedermal die Hotline anzurufen, die mir dann offenbarte, dass irgendwie das Paket nicht mitgeschickt wurde. Jetzt erfolgt heute abend hoffentlich eine Zustellung – im Wagen ist es laut Sendungsverfolgung jedenfalls und ich werde unten den ganzen Abend warten (Zustellzeit 17-22 Uhr). Aber vor DHL Express kann ich nur warnen, andere Zustelldienste stellen nämlich wirklich zu. Selbst mit normaler Sendung hätte ich mein Paket schon, denn – abgesehen davon dass der Zusteller bei uns immer jemanden antrifft – gibt’s da eine Karte mit der man das Paket auch abholen könnte. Aber nach Dortmund ist mir etwas zuweit. Und UPS stellt sogar automatisch dreimal zu, bevor man etwas ausmachen muss – tja, es gibt eben “express” und express.

Hier noch das Schreiben, was ich diesbezüglich an DHL geschickt habe:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch wenn mein Vorgang noch läuft und ich die Hoffnung nicht ganz aufgegeben habe mein Paket noch zu bekommen, möchte ich bereits hier meinen Umnut zum Ausdruck bringen und mich bei Ihnen über den mangelnden Service von dhl “express” beschweren!

Am 22. Dezember wurde mir vom Hersteller ein beschädigtes Gerät zurückgeschickt (P484463247861), das ich BIS HEUTE nicht erhalten habe! “Express” ist das jedenfalls nicht, da wäre ich mit dem Fahrrad und Selbstabholung schneller gewesen, aber nun weiter:

Am 27. Dezember gab es – angeblich – eine Zustellung. Angeblich deshalb, weil hier den ganzen Tag jemand anzutreffen war und normalerweise auch eine Benachrichtigung vorliegen dürfte. Naja, zumindest ist das bei der Konkurrenz wie UPS so, die sogar (!) mehrmals versuchen jemanden anzutreffen.

Wie dem auch sei, ohne Benachrichtigung konnte ich erst gestern durch erneutes Anrufen bei ASUS die Trackingnummer in Erfahrung bringen und habe umgehend die Hotline (zum Preis von 14 ct. je angefangene Minute) angerufen um eine erneute Zustellung hinzubekommen, die heute zwischen 8 und 12 Uhr stattfinden sollte. Nun gut, da dachte ich noch, dass eben nicht alles so gelaufen ist, wie es sollte, aber nun gut.

Heute morgen wurden dann alle anderen Dinge unterbrochen und von 8-12 Uhr andere Tätigkeiten zuhause unternommen, damit man ja den DHL “express” Zusteller nicht verpasst. Naja, um 13 Uhr habe ich dann doch lieber entschieden nochmal die Hotline anzurufen (zum Preis von 14 ct. je angefangene Minute). Jetzt ist für heute abend 17-22 Uhr eine neue Lieferung angekündigt und ich werde wieder meinen Tagesplan danach umstellen und hoffen das dringend benötigte Gerät zu erhalten.

Ich bin jedenfalls von ihrer Transportleistung mehr als enttäuscht. Wie gesagt bei UPS gibt es 3 Zustellversuche mit jeweils einer Benachrichtung und der Sicherheit, dass wenn man was ausmacht, es auch geliefert bekommt. Und selbst bei ihrer Tochter, Mutter oder was auch immer der “normalen” DHL hätte ich mein Paket sicher schon auspacken können, denn auch da gibt es notfalls eine kleine rote Karte, mit der man das Paket dann selber abholen kann, aber bis nach Dortmund zu fahren ist mir dann doch zu blöd.

In diesem Sinne hoffe ich, dass ich heute abend dann doch mal Glück (oder darf man mehr erwarten?) haben werde und mein Paket erhalte. Ansonsten müsste ich überlegen, ob die Nichtzustellung nicht andere Gründe hat und ggf die Verbraucherzentrale oder einen Anwalt einschalten, denn irgendwie ist es ja noch MEIN Paket, was bei Ihnen im Lager vor sich hin schimmelt. Jedenfalls werde ich in Zukunft lieber auf die normale DHL oder andere Unternehmen ausweichen, denn schlimmer als 7 Tage Verspätung kann es kaum werden.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Jedamzik

P.S. Auch passend zu “Wir sind immer für Sie da” und meinen Erfahrungen, dass selbst dieses Formular sich erst nach dem xten Mal verschicken ließ, da “Sorry, but the requested application is not available at the moment. Please wait a moment and restart the application! (PIF-15111)”. Da kann man ech nur noch den Kopf schütteln. Fast wäre es sogar zum lachen, aber leider ist mir bei dieser Sache nicht mehr nach Lachen zumute.

Werde euch auf dem Laufenden halten, was DHL angeht ;)