Pallywood

Über einen Artikel zur Medienberichterstattung zu Israel und eine Videoreihe bei Youtube zu einem angeblich von Israel getöteten Jungen, bin ich auf folgendes englisches Video gestoßen, welches interessant darstellt, wie Palästinenser bewusst Bilder schaffen, um sie im Medienkrieg zu benutzen.

Klar, nicht jede Nachricht ist demnach falsch, aber es wird eben damit gearbeitet. Guckt euch doch bei Interesse mal diese Sendung (5 Teile bei YouTube, ca. 45 Minuten) in deutsch von der ARD an, die das an einem Fall etwas aufarbeitet.

Wichtig wird’s erst, wenn Israel reagiert

Zugegeben, die Geschichte im Gaza Streifen und den Konflikt ist hochkompliziert, aber dennoch gewinne ich regelmäßig den Eindruck, dass er erst dann interessant wird, wenn Israels Militär aktiv wird. Heute abend wurden nach Anne Will die Tagesthemen beispielsweise mit dem Ende des Waffenstillstandes angekündigt, weil Israel nun wieder angegriffen werde. Bei Twitter heißt es jetzt: “Gazastreifen: Israel fliegt wieder neue Luftangriffe (Link). Klar, fachlich alles richtig, aber irgendwie hat es für mich einen komischen Beigeschmack, dass es eben jetzt erst wieder wichtig wird, als Israel umfassender reagiert. Bereits am Freitag hatte ich in der Süddeutschen – weit hinten in der Zeitung – folgenden kleinen Artikel gefunden:

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Also es ist nicht so, dass die Tagesschau dies nicht auch in einer Form gebracht hätte: “Gazastreifen: Waffenruhe erneut gebrochen (Link) hieß es bei Twitter. Aber in den Nachrichten war dieser Angriff kein Thema, zumindest finde ich hier keine Videoquelle auf der dazugehörigen Internetseite.

Mag ein wenig Aufregung über Kleinigkeiten sein, aber es bestärkt mich ein wenig in meiner Ansicht, dass der Nahost Konflikt erst dann zu einem wirklichen Thema wird, wenn Israel reagiert. Wenn Israel sich einfach beschießen lassen würde, wäre der Konflikt auf Dauer auf Seite 9 oder 10 verbannt und im Prinzip bald komplett verschwunden aus unserem Blickfeld. Aber wenn Israel dann mal keine Lust mehr hat sich beschießen zu lassen, wird es plötzlich zum Hauptthema. Inhaltlich wird korrekt berichtet, also auch mit Hinweis auf die Angriffe aus dem Gazastreifen aus Israel, aber wichtig genug wird es wohl erst mit der Reaktion aus Israel. Und dass dann vielleicht der Eindruck entsteht, Israel sei an dem Scheitern des Friedens Schuld ist dann auch kaum überraschend…

Hamas nennt Bedingungen für Waffenruhe

Meine heutige Beschäftigung mit den Nahost Konflikt begann mit einem Artikel von Avi Primor, dem ehemaligen Botschafter Israels in Deutschland, in der Süddeutschen Zeitung, in dem er dafür plädierte, die israelische Regierung soll mit der Hamas über indirekte Kanäle Gespräche führen, um zu einem Ende der Gewalt zu kommen. Der Titel des Artikels „Ruhe jetzt, Frieden später” macht deutlich, dass nicht die Lösung aller Probleme im Vordergrund stehen solle, sondern ein Waffenstillstand, der auf Dauer hoffentlich zu einem Friedenszustand führe. Continue reading

Life must go on

Die Situation im Nahen Osten ist ziemlich verfahren und mit jeder Bombe und jeder Rakete die auf oder von Gaza aus abgeschossen wird, glaubt man weniger, dass es ein Zusammen – in welcher Form auch immer – noch geben kann. Das aber grade diese Situation und der gemeinsame Wunsch nach Frieden die Menschen auch zusammen rücken lässt, zeigt das Blog von einem Israeli und einem Palästinenser nahe des Gazastreifens. Der eine berichtet von israelischen Kampffliegern, der andere von palästinensischen Raketen. Ziel des Blogs: Ein Ende der Gewalt. Dabei sind sie sich der verfahrenen Situation durchaus bewusst:

 I know its not easy to do, but I believe if all people who care about peace will be one voice then something will happen.
I believe that a lot of people would like to do some thing to help ,and I think we are the first step then we all will think how we will go to the next step.

Insgesamt ein lesenwertes Friedensprojekt, welches ich über Robert Basic gefunden habe (der es gleich für den Nobelpreis vorgeschlagen hat *g*) und das damit als erstes nah-östliches Blog im Feedreader aufgenommen wurde.

Annapolis – Frieden für Nahost?

Über 40 Staatsgäste werden bei den Nahost-Friedensgesprächen in Annapolis dabei sein. Das Ergebnis ist entweder schon gefeiert worden (weil auch viele arabische Staaten anwesend sind) oder ein absehbares Scheitern. Oder vielleicht sollte man es so interpretieren, dass niemand von einem großen Wurf dieser Konferenz ausgeht und deshalb alleine die Tatsache, dass auch Syrien an den Verhandlungen teilnimmt, ausreicht um die Veranstaltung zu einem Erfolg zu deklarieren. Der eigentliche Erfolg – eine Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern – wird es aber wahrscheinlich nicht geben. Continue reading

Waffen in den Nahen Osten

Man muss sich wirklich fragen, was in den Köpfen der Bush-Regierung vorgeht. Man redet nicht mit Iran oder Syrien, weil es “Schurkenstaaten” sind und rüstet gleichzeitig die Region weiter auf. Der Nahe Osten ist ein Pulverfass und er wird bestimmt nicht durch mehr Aufrüstung sicherer.  Es ist nicht der Zeitpunkt um wie im Kalten Krieg auf Abschreckung zu setzen, sondern durch Kommunikation und Diplomatie Wege zu finden, im Nahen Osten Modelle einer Friedensordnung wie der KSZE zu entwickeln. Es gibt mit dem Israel-Palästina Konflikt, der Situation im Irak, dem iranischen Atomprogramm und zunehmend der Destabilität im Libanon genug Baustellen in der Region, da muss der Konflikt zwischen Sunniten und Shiiten nicht weiter ausgebaut werden.

Global Conflicts: Palestine

DarkShot_0002 Gestern habe ich ein interessantes Computerspiel entdeckt, welches versucht einem den Nahost-Konflikt näher zu bringen. Global Conflicts: Palestine ist auch darauf ausgerichtet, an Schulen unterreichtet zu werden. Das interessante daran ist, dass man fast gezwungen ist, die verschiedenen Blickwinkel des Konflikts zu betrachten. Man schlüpft nämlich in die Rolle eines Journalisten und berichtet entweder für eine israelische, ein palästinensische oder europäische Tageszeitung und hat so auch verschiedenen Blickwinkel. Continue reading

Telefonnummer von Palästina?

Es ist schon traurig, was grade in den palästinensischen Gebieten geschieht. Damit meine ich weniger, dass mit Hilfe der Mickey Maus schon die Kleinen im Fernsehen gegen Israelis aufgestachelt werden, sondern die bürgerkriegsähnlichen Zustände in den Regionen. Hamas gegen Fatah – für den Innenminister zuviel, so dass er zurücktrat. Continue reading