Klagen gegen Kinderlärm verbieten?

Thomas nennt es “die erste gute Idee der CSU seit Jahren”: Die Partei aus Bayern will dass klargestellt wird, dass “Kinderlärm (…) kein Grund für Nachbarschaftsklagen gegen Kindergärten, Spielplätze und ähnliche Einrichtungen sein [darf]“. Begrüßt wird dieses Vorhaben unter anderem vom Kinderschutzbund, der aber damit auch die Forderung verbindet, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Nach der erfolgreichen Klage in Hamburg wird aber auch dort von der schwarz-grünen Regierung und in Berlin unter rot-rot über eine Lösung dieser Problematik diskutiert. Kern des Problems ist eben noch, dass Kinderlärm mit gewerblichem Lärm gleichgesetzt wird.

So ein Lärm stört aber auch… oder?

Nehmen wir einmal an, ihr würdet in der Einflugschneise des Airbus – Werksflughafens in Hamburg wohnen, nur hundert Meter von einer S-Bahn entfernt und vor der Tür eine vierspurige Straße: Welcher Lärm würde euch am meisten stören? Richtig! Die lärmenden Kinder in der Kindertagesstätte nebenan. So zieht man dann eben vor Gericht, bekommt skurriler Weise auch noch Recht und die Kita muss schließen oder eine drei Meter hohe Lärmschutzwand einrichten. Und da fragt man sich noch, wieso Deutschland als kinderfeindlich gilt? Mehr in der TAZ, gefunden bei basicthinking.