Umweltschonend Autofahren

Wer sich überlegt ein neues Auto zuzulegen und dabei nach der Formel der Bundesregierung für die CO² Belastung von Autos achtet, sollte hier zugreifen:

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Mit diesem 70-Tonner fährt nach der deutschen Energieformel am umweltschonensten. Wie man das bei 90 Litern pro 100 km hinbekommt? Kein Problem, wenn man das Gewicht in die Formel für die Energieeffizienz einbezieht. Anders als in Frankreich, wo der absolute Wert der CO² Emissionen entscheidend für die Einstufung ist, wird hier wiedermal krampfhaft versucht die deutschen Großwagen besser darzustellen, als sie sind. Soviel also zum Klimavorreiter Deutschland.

Mehr dazu im entsprechenden Bericht von Frontal 21hier als Video

Rückkehr der Atomenergie?

Das es in der SPD schon länger Stimmen gibt, man solle über den Atomkonsens nachdenken und die Laufzeit der Atomkraftwerke nochmal diskutieren, ist nicht wirklich neu. Wolfgang Clement, seines Zeichens Aufsichtsratsmitglied bei RWE, hatte dies vor der Wahl in Hessen bereits zum Ausdruck gebracht und damit ein Parteiausschlussverfahren angestoßen. Auch Erhard Eppler hat nun einen entsprechenden Vorstoß angebracht, wobei es ihm jedoch darum ging, eine Verlängerung der Laufzeit an eine entsprechende Erklärung im Grundgesetz zu koppeln, die den Atomausstieg festigt. Und auch wenn SPD – Minister Gabriel die Diskussion zurück weisst und feststellt, dass es keine neuen Argumente für Atomenergie gebe, ist die Diskussion um diese Technologie nun neu entbrandt. Auch wenn damit nun alte Argumente ständig neu aufgetischt werden, will ich dieses mal auch einige Anmerkungen dazu loswerden.

1. Atomstrom ist nicht klimaneutral

Atomstrom wird ja gerne als Antwort auf die Klimaproblematik genannt. Die Kraftwerke würden kein CO² in die Atmospähre jagen und damit das Klima schützen. Das Problem: Bei der Anreicherung und dem Abbau von Uran, welches als Rohstoff für diese Energieform notwendig ist, wird soviel CO² frei, dass man es mit einem auf Erdgas basierenden Blockheizkraftwerk vergleichen kann, was aber zusätzlich eben noch Wärme produziert.


Aus einer Anzeige der Atomindustrie:
Ungeliebte Klimaschützer? Wohl kaum

2. Uran ist auch ein Rohstoff

Steigene Rohstoffpreise sind dann das nächste Argument. Als wenn man für Atomkraftwerke keine Rohstoffe bräuchte. Die Uranvorräte reichen je nach Schätzungen 20 bis 65 Jahre. Wenn der Bedarf noch steigt ist allerspätestens 2050 damit Schluss und die Preise würden entsprechend auch steigen. Also wieso nicht verstärkt auf wirklich nachhaltige Energien setzen?

3. Müllproblem

Noch immer gibt es kein Endlager für den radioaktiven Müll, der in den Kraftwerken entsteht. Seit Jahren wird fleißig Abfall produziert, von dem man nicht weiss, wohin damit. Ein “Weiter so” würde einfach noch mehr Müll erzeugen.

4. International keine Lösung

Auch international ist – auch wenn dort teilweise angeführt – die Atomenergie keine Option, wie dieser Artikel sehr gut zeigt. Nur 15-16% der Energie stammt aus Kernkraftwerken. Man kann sich ja gerne mal vorstellen, was für ein Neubauprogramm das wäre, wenn man Klimaschutz durch Kraftwerke erreichen wollte – mal ganz abgesehen davon, dass dies die Rohstoffknappheit noch verstärkt.

5. Sicherheit

Klar, das Risiko eines Störfalls gibt es immer – ob nun technisch oder menschliches Versagen. Man muss dabei nicht mal nur nach Tschernobyl gucken, im technologischen Westen gibt es auch genug Negativbeispiele, auch in Deutschland. Aber unabhängig davon gibt es eben auch die Gefährdung durch Terroristen, die diese Anlagen einfach missbrauchen könnten.

6. Schäden

Zugegeben, man mag an den Risiken zweifeln, aber wenn man sich überlegt, dass ein GAU im AKW Biblis 2200 bis 2400 Milliarden Euro an Schäden nach sich ziehen würde, ist auch ein kleines Risiko schon unvertretbar. (Quelle) Dies ist wohl auch ganz offensichtlich der Grund dafür, wieso Betreiber von Atomkraftwerken nur bis zu 2,5 Milliarden Haften müssen. Alles was darüber hinaus geht, zahlt der Staat. Eine solche Haftpflichtversicherung hätten wir alle wohl gerne, aber auch diese Regelung zeigt doch, dass man sich keineswegs so sicher ist, wie immer angedeutet. Ansonsten könnte die Sperre ja weg und es würden sich sicher auch Versicherungen finden, die bei dem Maß an Sicherheit, welches uns versprochen wird, dann auch die Versicherung übernehmen würden. Aber ganz so sicher ist es eben nicht…

Wahrscheinlich könnte man noch viele, viele weitere Gründe aufzählen. Und klar, man sollte das vielleicht auch ausführlicher tun, aber für den Überblick dürfte es reichen und für mehr kann man beispielsweise diesen Artikel zur Klimafrage von Atomkraftwerken oder die Seiten von Greenpeace, wo es sogar 365 Gründe für den Atomausstieg gibt. Und aktiv werden kann jeder von zuhause, indem man den Atomausstieg selber macht.

Klimawandel im Zeitraffer

Über bertdesign bin ich auf folgendes Video des Klimawandel von 1884 bis heute gestoßen.

Wichtig zu wissen ist dabei, dass es sich um Wetteranomalien handelt, also um Veränderungen zum Durchschnittswetter nach Erhebungen der Jahre 1951 – 1980 und nicht um absolute Temperaturen. Also die Arktis war nicht heißer als Afrika, aber die Temperatur war hier eben höher als sie durchschnittlich sein sollte. Man erkennt durchaus, dass es irgendwo auf der Welt immer auch mal wärmer als durchschnittlich war, aber das ist bei einem Durchschnitt ja eben auch normal. Nur die Entwicklung der letzten Jahre ist dort doch sehr interessant, steigt das Thermometer doch sehr auffällig überall über den Durchschnitt.

Erhoben wurden diese Daten im übrigen von der NASA und dem GISS. Ein weiteres Video mit anderen Daten kann man sich hier angucken und auch dabei gilt: Es wird immer gelber (heißer) auf der Welt…

Klimaschwindelschwindel

Ich habe Klimaskeptiker ja wirklich nicht verstanden, denn die Frage wieso tausende Menschen auf der Welt sich so etwas ausdenken sollten hat mir niemand beantworten können. Und jetzt hat Till auf noch etwas hingewiesen: In einem amerikanischen Blog hat man mal überprüft, was die 500 Wissenschaftler, die vom amerikanischen Heartland Institute als Klimaskeptiker geführt werden, davon halten. Die Antworten sind eindeutig:

I have NO doubts ..the recent changes in global climate ARE man-induced. I insist that you immediately remove my name from this list since I did not give you permission to put it there.”

“I am horrified to find my name on such a list. I have spent the last 20 years arguing the opposite.”

Weitere Zitate kann man dort lesen: Knapp 50 Wissenschafter haben sich offen dagegen ausgesprochen auf dieser Liste zu stehen. Wenn also die Argumente gegen einen menschengemachten Klimawandel so offensichtlich sind, wieso muss man dann Wissenschaftler falsch darstellen? Ich finde solche Aktionen sind der beste Beweis dafür, dass doch etwas dran sein muss.

Rückkehr des Al Gore?

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2000 scheiterte in einer umstrittenen Wahl gegen George W. Bush, 2007 erhielt er den Friedensnobelpreis für sein Engagement im Klimaschutz und deshalb war und ist er auch aus dem amerikanischen Vorwahlkampf der Demokratien auch nie wirklich verschwunden. So hatte er zwar in einem Interview gesagt, dass er genug von der Tagespolitik habe, bereits diesen Kampf geführt habe und deshalb nicht nochmal Kandidat sein wolle. Dennoch verschwindet er niemals so ganz.

So gibt es durchaus noch Überlegungen der demokratischen Partei, dass er am Ende bei dem Streit zwischen Obama und Clinton doch noch als strahlender Dritte aus der Kiste springt – oder eher mühsam bekniet wird, doch nochmal anzutreten.

Offiziell hat er sich in dem Zweikampf noch nicht geäußert. Auf die Frage, ob er Obama oder Clinton unterstützte kam bisher ein lockeres “Ja”.

Obama hatte jedoch bei einer Wahlveranstaltung in Pennsylvania auf eine Frage aus dem Publikum, ob er sich vorstellen könne Gore in sein Kabinett einzubinden, geantwortet:

Würde ich!”. (…) Sollte er ins Weiße Haus einziehen, “würde Gore mit am Tisch sitzen und eine zentrale Rolle dabei spielen, wie wir dieses Problem lösen”. Der Klimawandel sei Wirklichkeit: “Das ist ein Problem, das wir jetzt angehen müssen.”

Er führe im Hintergrund bereits seit einiger Zeit Gespräche mit Al Gore. Obama spricht sich bereits seit längerem für eine Verringerung der Abhängigkeit von Öl und dem Klimaschutz aus.

Die USA und das Kyoto Protokoll

In der Politik der USA gibt es momentan oft eine schnelle Antwort auf alle kritischen Fragen: Bush. Das dies insbesondere in Sachen Klimaschutz und Kyoto-Protokoll keineswegs (alleine) zutreffend ist, zeigt Scott W. Stevenson in einem neuen Beitrag bei USA Erklärt.

Hauptgrund für die Ablehnung im Senat, die selbst Bill Clinton mit einer einstimmigen Resolution deutlich gemacht wurde, sind demnach die Ausnahmen für Indien und China (beispielsweise). Im Bezug auf die bevorstehenden Wahlen ergibt sich für Stevenson damit ein klares Ergebnis:

Auch unter Bushs Nachfolger wird es keinen Kyoto-Beitritt der USA geben. Dieser Autor sagt voraus, dass das für einige Leute ein Schock sein wird.

Schock oder nicht, leicht wird es sicher nicht. Aber es ist auch keineswegs so, dass alle Amerikaner deshalb Kyoto ablehnen, im Gegenteil verlangt eine Mehrheit der Amerikaner solche Maßnahmen, in Bundesstaaten wurden Klimaschutzziele definiert und 130 US Städte haben sich den Kyoto-Zielen angeschlossen. Mehr als diese minimale Zusammenfassung findet ihr natürlich in dem längeren Artikel.

Bericht Studientag Klima und Schulden

Ach, momentan läuft es gar nicht gut – zumindest was meine Leistung hier angeht. Gestern abend war ich aber wieder total k.o.. Keine Ahnung woran das momentan liegt, naja, ein kurzes Tief eben, aber morgen habe ich mal wirklich garnichts und dann widme ich mich wieder etwas engagierter wieder meinem Blog. Jedenfalls habe ich inzwischen den Bericht zum Studientag Klima und Schulden fertiggestellt und wenn jemanden also der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Schulden interessiert, kann ich empfehlen, sich diesen etwas genauer anzugucken. Allgemein ist sicher interessant, dass jährlich rund 50 Milliarden Euro aufgebracht werden müssen, um Entwicklungsländer auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Naja, und wie das mit den Schulden zusammenhängt, könnt ihr ja im Artikel nachlesen :D

Überbevölkerung als Ursache des Klimaproblems – wohl kaum

In der Klimadiskussion gibt es auch immer eine kleine aber lautstarke Gruppe, die die Überbevölkerung als Ursache heranführt. Mit einer einzigen Zahl kann man dieser Aussage – die in Folge zu Euthanasie führen kann, wie ich selber bei McPlanet hören durfte – denke ich gut aushebeln: Ein Amerikaner verbraucht 32 mal soviel, wie ein Kenianer. Damit dürfte klar sein, dass erst wenn die afrikanische Bevölkerung 32 mal so hoch wäre, wie die des Westens könne hieraus ein Problem werden. Stattdessen ist wohl einfach der Verbrauch im Westen zu hoch. Zu diesen Aussagen kommt zumindest Jared Diamond, der daraus folgert, dass der Verbrauch – und damit meint er nicht zwingend den Lebensstandard – des Westens sinken müsse, grade wenn nun China und Indien noch aufsteigen.