Die Tribute von Panem – The Hunger Games

Plakat von Hunger GamesWie gestern noch geschrieben, war zu Ostern spontan ein großer Kinobesuch geplant mit zwei Filmen. Neben Iron Sky guckten wir vorher “Die Trubute von Panem – The Hunger Games”. Die Geschichte ist kurz erzählt: In einer zukünftigen Welt sind die USA in Distrikte eingeteilt. Als Erinnerung an einen Bürgerkrieg und als Zeichen der Macht werden aus jedem Distrikt einmal pro Jahr jeweils ein Mädchen und ein Junge ausgewählt, um bei den sogenannten “Hunger Games” anzutreten. Dies sind Kämpfe auf Leben und Tod in einer wie auch immer geahnten Arena. Und für die Geschichte wird dies eben in erster Linie aus dem Blick von Katniss Everdeen erzählt, die sich freiwillig meldet, um ihre Schwester vor den Spielen zu bewahren.

Soweit zum Inhalt, aber angesichts des Hypes, der um den Film gemacht wurde, war das ja vielleicht schon bekannt. Ich hatte selber ja schon gehört, es sei eine Mischung aus Twilight und Harry Potter und am Ende war es wohl nur der Harry Potter Teil und die Dystopsie, die mich dann doch gelockt hatte. Zuerst wollte ich aber das Buch lesen, denn Hollywood kann aus einer guten Geschichte ohne “Teams” oder aufgebauschter Liebe immer ein Twilight machen. Und beim Lesen war ich schon positiv überrascht: Die Geschichte ist gut, wenn auch sicherlich nicht sehr tiefgründig oder mit massiven Überraschungen, aber sie liest sich gut und bietet erfrischende Unterhaltung. Und das kann man auch vom Film sagen. Er ist gut dargestellt und hält sich recht eng am Buch.

Aber ich finde er hat eine Schwäche (Achtung kleiner Spoiler!): Er setzt eben doch auf “Team Peeta” gegen “Team Gale”. Beispielsweise indem im Film nicht deutlicher gemacht wird, dass Katniss ihre Liebe in erster Linie als Strategie für eine Fernsehshow sieht. Im Buch sagt sie dies am Ende recht offen. Was sich in Folgebänden tut, weiß ich nicht, aber so macht man aus einer vermeindlichen Fernsehshow eine wahre Liebesgeschichte.

Aber sei es drum. Die Dystopsie im Hintergrund ist wirklich gut und wird durch neue Szenen in dem Film deutlich aufgewertet. Und dann – und das ist ein wesentlicher Unterschied zu Twighlight – geht es nicht um die Beziehung als solches, die sich über den ganzen Film herzieht und die Geschichte ansich darstellt. Die Liebe in Tribute von Panem ist nur ein Beiwerk zu einer größeren Geschichte. Wer will, kann dann natürlich schmachtend für sein “Team” dort sitzen und sich darauf fokussieren oder – so wie ich – eher die auf Geschichte eines abscheulichen Unterhaltungsevents.

Wer im übrigen auch lieber die Bücher lesen will und dem Englischen nicht ganz unmächtig ist, sollte vielleicht zum englischen Buch greifen. Das kostet im Schuber mit allen drei Bänden nämlich weniger (als Taschenbuch) als die deutsche Ausgabe des ersten Bandes. Und wirklich schwer ist es nicht zu lesen.

Iron Sky

Der heutige Ostertag war echt gelassen im Kino, wo neben den Tributen von Panem auch Iron Sky geguckt wurde. Von dem Film hatte ich ja schon mal berichtet – als Erinnerung nochmal der Trailer:

Und der Film ist wirklich gut geworden. Die negative Kritik der letzten Tage kann ich so nicht wirklichteilen. Klar, die Story ist hanebüchen und wer mit Logik an den Weltraumkampf im Jahr 2018 herangeht, kann den Film nur schlecht finden. Aber man kann den Film nicht wirklich ernst nehmen, das will er auch garnicht. Es ist ein Klischee-überfüllter Film, der sich selber auf die Schippe nimmt. Ganz und garnicht kann ich aber die Kritik aus der Zeit teilen, in der es heißt:

So wirkt der Film bisweilen wie der Traum eines jeden startrekbegeisterten Neonazis und strickt, sicher ungewollt, an kryptofaschistischen Legenden. Und dass diese Weltraumnazis von vorvorgestern den Amerikanern aus dem Jahr 2018 das Wasser reichen können, ist selbst im Rahmen der hanebüchenen Story von Iron Sky ärgerlicher Unfug.

Hergeleitet wird diese Aussage daraus, dass Nazis nicht gleich als völlige Idioten dargestellt werden, die Kommandostrukturen da noch existieren und der antiquierte Bau noch läuft. Also müssen Nazifilme entweder toternst oder noch offensichtlicher Klamauk sein, wie “Mein Führer”? Bei dem gab es auch Kritik, aber mit einem Iron Sky ist das definitiv nicht zu vergleichen. In Iron Sky sind Nazis Gegner, die genauso unter Spott leiden müssen wie amerikanische Republikaner, Nordkoreaner und viele andere. Und ja, man weißt nicht gleich direkt und immer wieder auf das menschenverachtende System der Nazis hin. Das bedeutet aber nicht gleich, dass alles egal ist. Und es wird angedeutet. Brauchen aufgeklärte Filmfans immer die Keule, um bei einem solchen Film nicht als “startrekbegeisterter Neonazi” zu gelten? Und ohne zuviel zu verraten, natürlich gibt es auch einen moralischen Teil.

Der Film hat mir Spaß gemacht. Er ist witzig, wenn man sich auf eine vollkommen abgedrehte Geschichte einlassen kann, die auch technisch ganz gut umgesetzt ist. Er ist eine Satire auf amerikanische und internationale Politik, ein etwas abgedrehterer Invasionsfilm mit einem Hauch von Steampunk – auch wenn die Nazibauten jetzt natürlich nicht soo alt sind :)

Mein Tipp: Guckt ihn euch mal an, wenn es für euch kein Problem ist, Nazis zu sehen ohne gleich  blind mit dem Kopf darauf gestoßen zu werden, dass sie für ein unmenschliches System stehen, wenn ihr bewusst auch etwas abstrusere Handlungsabläufe akzeptiert und Lust auf etwas abgedrehtere Science Fiction habt. Zu Panem morgen mehr… :)

Harry Potter 7.2

Gestern war ich im Double Feature zum letzten Harry Potter Teil. Die Verfilmung des siebten Buches war ja in zwei Teile geteilt worden und so konnte man gestern eben in einigen Kinos die beiden Verfilmungen nochmal zusammen erleben. Wichtiger als die erste Hälfte des siebten Teils war aber natürlich das Finale dieser Reihe und die endgültige Begegnung von Harry Potter und Voldemort.

Ich habe das Buch nicht mehr genau im Kopf, aber fand die Umsetzung in jedem Fall dem Finale eines solchen Epos angemessen. Etwas mehr epische Schlachtszenen wären schön gewesen, aber ich kann nur sagen, dass auch der neue Film eine gute Unterhaltung bietet. Natürlich macht er aber nur dann Sinn, wenn man die letzten Filme auch gesehen hat. Mindestens Teil 6 und eben 7.1 sollte man vor einem Kinobesuch dann vielleicht doch gesehen haben. Aber ganz ehrlich: Jetzt erst mit der Harry Potter Saga anzufangen ist schon etwas verspätet und wer den Rest gesehen hat, wird sich diesen letzten Film auch nicht entgehen lassen :)

Hangover II

Nach dem PolitCamp am Samstag ging es noch ins Kino: Hangover 2 läuft seit Donnerstag im Kino und wurde natürlich sofort gesehen. Grund dafür war der geniale erste Teil und auch der zweite konnte durchaus anschließen.

Der zweite Teil ist ziemlich identisch mit dem ersten vom Grundablauf, was natürlich ein wenig an Originalität nimmt. Nichts desto trotz kann der Film absolut überzeugen, was auch an der schauspielerischen Leistung von Zach Galifianakis liegt, der es schafft seine Rolle Alan skurril, komisch und trotzdem liebevoll rüberbringt. Für mich ist er eh einer der Aufsteiger der letzten Jahre und reicht schon aus um ins Kino zu gehen.

Naja, nochmal kurz, worum es bei Hangover 2 geht: Stu hat die Partnerin fürs Leben gefunden und feiert seine Hochzeit in Thailand. Mit dabei natürlich auch seine Freunde – und Alan :) Und auch wenn natürlich alle (?) vorhaben die Ereignisse in Las Vegas sich nicht wiederholen zu lassen kommt es genau so. Eine durchgezechte Nacht später wacht man in Bangkok auf – und eine Person fehlt. Und was letzte Nacht geschehen ist, weiß auch niemand mehr. Und wie auch im ersten Teil beginnt dann eine Schnitzeljagd anhand von einzelnen Fundstücken und erst nach und nach offenbart sich die Geschichte der letzten Stunden.

Ich hab mich im Kino sehr gut amüsiert und der Film ist wirklich sehr gut, kommt aber eben nicht ganz an den ersten dran, weil das neue irgendwo fehlt. Damit etwas “schlechter” als der Vorgänger ohne wirklich schlecht zu sein. Ein klarer Kino-Tipp, vor allem solange man das Kino noch als Gemeinschaftsgefühl hat und nicht am Ende alleine dort sitzt. Ein gemeinsam lachendes Kino hat schon was für sich, ebenso wie gemeinsamer Applaus am Ende.

Rango

Gestern Abend ging es wieder ins Kino. Bei dem Stress aktuell eine willkommene Abwechslung. Und dann auch eine sehr gute. Es ging in den Zeichentrickfilm Rango, bei dem eine Echse den “Wilden Westen” aufmischt, aber seht vielleicht selber den Trailer:

Okay, man sieht schon, es gibt moderne Elemente, aber offensichtlich ist die Tierwelt eben noch in der Zeit des Wilden Westens – und das ist auch gut so. Denn es gelingt dem Film sehr gut den Flair von Westernfilmen aufzugreifen ohne dabei den Humor und die Lockerheit aufzugeben, die ein solcher Zeichentrickfilm braucht. Wenn Rango in seiner unbedarften und oft aufschneiderischen Art in dieser Welt auftritt, macht es wirklich Spaß, dies anzusehen. Aber auch die Charaktere in “Dreck” sind mehr als einfache Zeichentrickfiguren. Viele von ihnen entwickeln in den paar Minuten des Films einen wirklichen Charakter.

Die Geschichte selber ist nicht die große Überraschung oder wahnsinnig neuartig. Zusammenfassen lässt sie sich mit “Fremder rettet Dorf” mit den üblichen Wendungen. Aber diese Geschichte braucht auch nicht eine wandelnde Geschichte, sondern spielt manchmal mit der Vorhersehbarkeit und lebt eben von den Charakteren und insbesondere Rango.

Technisch ist der Film sehr gut umgesetzt. Manchmal vergisst man glatt, dass es sich um einen Zeichentrickfilm handelt und es wurde auf Details und Mimik sehr geachtet.

Alles im Allem ein mehr als gelungener Film, den ich nur empfehlen kann.

Bei Kino und TV-Serien etwas sparen

Noch für einige Stunden könnt ihr bei DailyDeal für den nächsten Kinobesuch im Cinemaxx gutes Geld sparen. Für 29,50 Euro kann man sich 5 Karten auf einmal kaufen und diese in den nächsten zwei Jahren in den entsprechenden Kinos einlösen – inklusive aller Zuschläge, nur 3D ist nicht im Preis inbegriffen. Hier könnt ihr zuschlagen, finde das Angebot persönlich sehr gut, habe aber noch 2 Gutscheine, bei dem man für 7,50 Euro den Eintritt und ein 0,5l Getränk bekommt. (Diesen gibt es übrigens auch noch für 16 Stunden.)

Wer etwas für den heimischen Fernseher sucht, findet bei Amazon nun 3 TV Serien für insgesamt 30 Euro. Darunter auch wirkliche Schnäppchen, wie How I met your Mother Session 2, die ich letztens noch für 27 Euro gekauft hatte. Neben How I met your mother gibt es aber auch die Simpsons, 24 und andere Serien – ich werd jetzt mal mit Akte X anfangen. Der Weg ist einfach: Auf der Übersicht die Filme auswählen, in den Warenkorb und bei der Rechnung am Ende werden 30 Euro draus. Je nachdem was man auswählt, kann man einiges sparen.

Kinokleinigkeiten: Devil und “Halbe Energie”

Noch zwei Kleinigkeiten muss ich loswerden zum Kinobesuch heute abend. Ok, eigentlich drei, aber zu einer Begebenheit kann ich nicht mehr sagen, als ich es schon getwittert habe ;)

Im Kino haben sie auch einen mit Handy aufgegriffen, der gefilmt hat teilweise. Gut so, das Licht hat auch genervt! ;)

Ansonsten habe ich einen Trailer gesehen, bei dem ich noch nicht weiß, ob der Film das hält, was der Trailer verspricht, aber er sieht ziemlich gut aus und im ersten Moment dachte ich: “Hat da jemand das Cthulhu Szenario ‘Abwärts!’ verfilmt?”:

Wie gesagt, bin unsicher, ob er das hält, aber dem Film wird wahrscheinlich im Kino ne Chance gegeben. Das andere was ich noch loswerden muss und gesehen habe, war auch irgendwie gruselig, aber seht selbst:

Ist doch wirklich zum Fremdschämen, oder? :D

Stichtag – Ein würdiger Hangover “Nachfolger”

Nach einem Tag an der Uni ging es dann noch recht spontan ins Kino. Ein kurzer Blick auf die Möglichkeiten lies dann “Stichtag” offen. Beworben wurde er auch damit, dass er vom “Hangover” Regisseur Todd Phillips stammt. Ich bin bei solcher Werbung immer etwas skeptisch, da man sich so leicht auf früheren Lorbeeren ausruht. Dem – soviel kann man verraten – ist hier definitiv nicht so.

Bei Stichtag geht es ganz grob gesagt um einen Roadtripp. Peter Highmann (gespielt von Robert Downey Jr.) muss in 5 Tagen von Atlanta nach Los Angeles. Bereits vor dem Flug lernt er Ethan Tremblay (gespielt von Zach Galifianakis) etwas ungünstig kennen, fliegen kann er später auch nicht und es bleibt nichts anderes, als gerade mit diesem quer durch Amerika zu fahren, um es rechtzeitig zur Geburt des Kindes zu kommen. Und wie es sich für eine Komödie gehört, geht dabei einiges schief und die zwei verschiedenen Charaktere geraten mehr als einmal aneinander:

Cinema sagt zu dem Film:

"Hangover" ist ein echter Brüller, während man "Stichtag" lediglich als witzig und amüsant (ärgerlicherweise wurden die besten Szenen bereits in den Trailern verwurstet) loben kann.

Was den Film dennoch unbedingt sehenswert macht, sind seine Darsteller. Unvorstellbar, dass jemand anderes als Robert Downey Jr. ("Iron Man") und Zach Galifianakis ("Hangover") die gegensätzlichen Reisegefährten hätten spielen können. Auf wunderbare Weise gelingt es beiden Darstellern mit todernster Miene, für die größten Lacher zu sorgen.

Fazit: Bloß nicht zu viel erwarten, die neue Komödie vom "Hangover"-Macher ist kein Brüller, aber herrlich gespieltes Schmunzelkino

Ich muss sagen ich kann das so nicht ganz bestätigen. Ehrlich gesagt finde ich es auch im Rückblick etwas schwierig beides zu vergleichen. Hangover ist wirklich zum Lachen und das ohne wirkliche Pause. Ich finde Stichtag hingegen lebt gerade von den Charakteren und auch von dramatischen und tragischen Momenten, die perfekt in Szene gesetzt wurden und wo man aus einem sehr heiteren Moment direkt in eine andere Stimmung versetzt wird und mit den Charakteren mitfühlt. Der Film ist jedenfalls nicht ganz so eindeutig auf Komödie gestrickt hat mich aber in den entsprechenden Teilen durchaus sehr amüsiert. Und wenn ich dem Kinosaal traue war das sonst auch so. Schöner Charakter-Humor eben. Und was die Trailerkritik angeht: Stimmt wahrscheinlich. Habe gerade mal geguckt und schöne Szenen findet man wirklich im Netz. Also: Nicht viele Trailer gucken, sondern sofort ins Kino :)

Übrigens: Man kann den Film auch schon auf Blu-Ray oder DVD vorbestellen – kommt am 4. März :)

Und ein wirklicher Nachtrag: Ein inhaltlicher Nachfolger ist Stichtag natürlich nicht zu Hangover, sondern eben nur der nächste Film des Regisseurs :)

Avatar – Aufbruch nach Pandora

Vor einer Woche endete ein Weihnachtstreffen im Freundeskreis im Kino. Genauer gesagt in Avatar dem neuen Film von James Cameron. Die Story ist relativ schnell erzählt:

Der Ex-Marine Jake Sully soll seinen Bruder bei einem wissenschaftlichen Projekt auf dem Planeten Pandora ersetzen. Die Menschen versuchen dort wertvolle Rohstoffe abzubauen, nur liegt das größte Abbaugebiet grade unter dem Stammesgebiet der Na’Vi den Eingeborenen des Planeten. Jake Sully und einige Wissenschaftler steuern zur Kommunikation und dem Kennenlernen Avatare, die den Na’Vi nachempfunden sind. Sein Ziel: Die Na’Vi überzeugen umzusiedeln.

Und ich verrate wohl kaum zuviel, wenn ich sage, dass ihm das als Avatar nicht gelingt und die Menschen nach dem Motto “Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt” das Gebiet der Na’Vi zerstören. Es kommt nun zu dem klassischen Gewissenskonflikt des Menschen, der die andere Seite eben auch gut verstehen kann und ich glaube ich muss nicht verraten, für welche Seite er sich am Ende entscheidet, oder? :)

Trotz dieser zugegeben hier etwas simpler ausgedrückten Handlung ist der Film sehenswert, denn die Handlung war eigentlich jedem schon bekannt, der den Trailer gesehen hat.

Interessanter und ziemlich genial fand ich die Filmtechnik, bei der reale und virtuelle Welten verschmelzen und es einfach ein ungeheures Erlebnis ergibt. Ich habe ihn damals nur in 2D gesehen, weil ich bei Computerspielen gemerkt habe, dass der Drang nach 3D auch viel kaputt macht und wer weiß, ob Gaming Sickness sich nicht auch da wiederspiegelt. Aber Avatar könnte der Film sein, bei dem ich auch noch zwei Brillen im Kino sitzen werde :)

Baader Meinhoff Komplex

Am Freitag ging es mit der Grünen Jugend ins Kino: Der Baader Meinhoff Komplex wurde eben zu einem Betriebsausflug genutzt. Uns so saß man dann mit Popcorn, Schokoeis oder Nachos bewaffnet vor der großen Leinwand und bekam passendes geboten: Popcorn-Kino. Natürlich erfährt man ein wenig mehr über die Geschichte der (ersten) RAF Generation, aber wirklich tiefgehend ist das jetzt auch nicht. Mag sein, dass ich von 2,5 Stunden zuviel erwarte, aber für Charakterdarstellungen der Attentäter wurde m.E. nur begrenzt auf diese eingegangen und für eine Geschichtsdarstellung ist es wiederum zu einseitig und lässt zuviele Fragen offen. Somit bleibt nur Unterhaltungskino und das ist der Film durchaus. Es ist ein Film für jedermann, wobei politisch mehr interessiertes Publikum sich (daneben) vielleicht doch nochmal den Zweiteiler Todesspiel ansehen sollte oder andere Filme über diese Zeit. Der Baader Meinhoff Komplex hat mich jetzt nicht wirklich enttäuscht, aber er war doch schwächer, als ich gehofft hatte und dabei bin ich an dieser Zeit durchaus interessiert.

Zum Abschluss noch der Trailer: