John Edwards unterstützt Barack Obama

Gestern abend wurde es amtlich: Der ehemalige Präsidentschaftskandidat und dritte im Rennen um die demokratische Nominierung John Edwards unterstützt Barack Obama. Wichtiger als die fast 30 Delegierten dürfte dabei allerdings die Wählerschicht sein, die John Edwards angesprochen hatte: Weiße Arbeiter. Hier die komplette Rede von Edwards, die ich selber noch nicht gesehen habe ((kenne nur einen Ausschnitt von CNN)), aber da jetzt erstmal die Uni wartet, muss das so reichen :D

Wichtiger ist wohl die Frage, welche direkten Folgen dies im Bezug auf die Wahl hat. Auch wenn man es annehmen kann, wird Hillary Clinton wohl noch immer nicht aus dem Rennen aussteigen. In einem Interview mit CNN machte sie nochmal deutlich, dass sie nicht ausscheiden wolle und es wichtig finde nicht früher aus einem solchen Rennen auszuscheiden. Man müsse bis zum letzten kämpfen. Also wird die Entwicklung direkt keine größere Wirkung haben oder zumindest muss man dies abwarten, wie dies bei den kommenden Wahlen  niederschlägt, also wieviele weiße Wähler sich von John Edwards Empfehlung nun überzeugen lassen. Aber dazu sicher in den nächsten Tagen noch mehr.

Obama holt weiter auf

Ich hatte es im letzten Artikel nach den Vorwahlen schon angedeutet und es wird immer offensichtlich: Die Chancen für Hillary Clinton zumindest über die Superdelegates doch noch eine Mehrheit zu gewinnen sinken rapide, denn Barack Obama zieht auch hier fast gleich auf. Je nach Zählung auf zwei bzw. vier Delegierte ist sein Rückstand inzwischen gesunken. Insgesamt fehlen Barack Obama damit noch 165 Delegierte zum Sieg, wobei noch 490 Delegierte offen stehen, also sich entweder im Fall von Superdelegates noch nicht positioniert haben oder eben noch in den ausstehenden Primaries gewählt werden müssen. Von daher braucht Hillary Clinton mehr als 60 Prozent dieser Delegierten, um noch Kandidatin der Demokraten zu werden. In einer entsprechenden Tabelle bei Google Docs habe ich dies einmal aufgelistet:

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Dort kann man auch den aktuellen Stand im Rennen um die Kandidatur für das Rennen um das Weiße Haus nachlesen:

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Interessanter Randaspekt ist dabei die Äußerung von John Edwards, der sich entsprechend pessimistisch zu den Chancen von Hillary Clinton geäußert hat. Eine direkte Wahlaussage zugunsten von Barack Obama jedoch ist noch nicht gefallen, könnte diesem aber vielleicht am Ende dabei helfen, die weiße männliche Mittelschicht wieder stärker anzusprechen, für die Edwards der Bezugspunkt im Wahlkampf war.

Währenddessen wird Obama durchaus schon nach seinem Vize-Präsidenten gefragt und auch wenn er dies im laufenden Wahlkampf natürlich noch nicht nach vorne bringen wollte, deutete aber an, dass er sich vorstellen könnte, Hillary Clinton so einzubinden.

Diese hingegen hatte angeben, nicht aufzugeben, aber nicht nur die Mathematik spricht gegen sie: Auch das Geld geht ihr wieder aus. Vor wenigen Wochen hatte sie bereits 7 Millionen aus dem Privatvermögen in den eigenen Wahlkampf gesteckt haben und schon wieder wird es knapp in der Kasse von Hillary Clinton.

Obama triumphiert über Clinton

Okay, es war nur der Sieg in der Kategorie “Hörbuch” bei der Verleihung des Grammys, aber lassen wir es doch mal ein gutes Omen sein. Heute nacht wird in Virginia, Maryland und dem District of Columbia gewählt und es geht um 177 Delegierte. Nach dem Sieg von Barack Obama am Wochenende und am Montag in Maine ist es nun beim Kopf an Kopf Rennen wieder knapper geworden. Teilweise führt Obama gar gegenüber Clinton. Bei CNN liegt er noch 12 Delegierte zurück, dagegen sieht RealClearPolitics.com ihn bereits mit sechs im Vorsprung. Man sieht, es bleibt spannend und Kai berichtet, dass sich dies wohl bis zum Nominierungsparteitag im August hinziehen dürfte und nun beiderseits engagiert um John Edwards Unterstützung geworben wird. Heute abend dürften Virginia und Maryland eindeutig an Obama gehen und damit die Führung von ihm minimal ausbauen.

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Tag der Aufgaben

Gestern gab es zwei entscheidene Einschnitte in den amerikanischen Vorwahlkampf, denn sowohl Rudy Giulliani aber auch John Edwards haben ihre Kandidatur für die Präsidentschaft aufgegeben. Bei Giulliani war dies ja bereits vermutet worden und entsprechend der Vermutung gab er seine Unterstützung für John McCain bekannt. Bei den Republikanern scheint sich nun ein Duell zwischen Mitt Romney und John McCain zu bestätigen.

Bei den Demokraten gibt es dieses Duell zwischen Hillary Clinton und Barack Obama schon länger und der ewige Dritte John Edwards ist nun gestern aus dem Wettrennen um die Präsidentschaft ausgestiegen. Allerdings gab er noch keine Wahlempfehlung ab, wobei er politisch Obama etwas näher stehen dürfte und sich vielleicht für eine entsprechende Vizepräsidentschaft vorbereitet.