Der Präsidentschaftswahlkampf in 8 Minuten

Wer – wie ich in letzter Zeit – an Zeitmangel leidet, wird zu schätzen wissen, was eine gute Zusammenfassung wert ist. Auch für diejenigen, die einfach nur nochmal schnell zurückblicken wollen, fasst dieses Video den US Präsidentschafts-Vorwahlkampf der Demokraten nochmal in rund 8 Minuten zusammen. Viel Spaß – sowohl bei dem Video, als auch beim Fußball heute abend :D

(via)

Sie gibt nicht auf

Auch wenn Hillary Clinton die Wahlen in Puerto Rico abermals eindeutig gewonnen hat, kann sie das Rad einfach nicht mehr umdrehen. 68 zu 32 Prozent erhielt die Senatorin auf der assoziierten Insel, die im November allerdings nicht den Präsidenten mitbestimmen darf.

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Nicht ganz nach Wunsch verlief allerdings die Entscheidung der Demokratischen Partei im Bezug auf Florida und Michigan. Die Delegierten dürften zwar alle teilnehmen, aber haben nur eine halbe Stimme. So bekam Clinton zwar mit 174 Delegierte fast fünfzig mehr als Obama (126), aber kann sich nur über einen Stimmenzugewinn von 24 freuen.

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Zählen Florida und Michigan?

image In diesen Minuten fällt im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf der Demokraten in den USA eine wichtige Entscheidung: Zählen die Delegierten von Florida und Michigan? In beiden Bundesstaaten war bereits gewählt worden, aber aufgrund vorgezogener Wahltermine waren sie nach den Regeln der Demokratischen Partei vom Nominierungsparteitag ausgeschlossen worden. In Florida erhielt Hillary Clinton 50 Prozent der Stimmen, in Michigan gar 55, wobei Barack Obama hier nicht auf dem Wahlzettel auftauchte und 40 Prozent für unbenannte Kandidaten ((“uncommittet slate”)) stimmten. In Florida konnte er 33 Prozent gewinnen.

image Aktuell führt Obama mit etwas über 200 Delegierten und benötigt nur noch 42 weitere um die Mehrheit für sich zu gewinnen. Sollte sich das Clinton-Lager durchsetzen und beide Staaten komplett gewertet werden wobei Obama in Michigan keine Stimmen erhält, würde sein Vorsprung auf rund 81 sinken und er würde noch 155 benötigen.

Für Obama wäre maximal eine Splittung, also die Hälfte der Delegierten tragbar, wobei die nicht zugewiesenen Wähler in Michigan für ihn gerechnet werden. Dies würde weiterhin bedeuten, dass er mit rund 167(,5) Delegierten führt und damit noch 73 Delegierte benötigt.

In dem “popular Vote”, also der Mehrheit aller Stimmen könnte Hillary Clinton auch nur nach erstem Modell gewinnen, wenn man in Michigan Obama wirklich null Stimmen anrechnen würde.

Heute Nacht wird auch gewählt und zwar in Puerto Rico. Die 63 Delegierten dieses Bundesstaates – der im übrigen bei den Wahlen im November nicht mitbestimmen darf – dürften dabei eher an Hillary Clinton gehen. Die Umfragen stehen hierbei bei ca. 50 Prozent für sie gegen 40 Prozent für Barack Obama.

Die Diskussion des Rules Committee kann man bei CNN live verfolgen. Das Resultat sicher auch später hier…

Hillary Clinton gewinnt in West Virginia

Es war nicht wirklich überraschend, dass Hillary Clinton in der letzten Nacht im kleinen Bundesstaat West Virginia allenfalls die Höhe konnte überraschen: 67% der Wähler stimmten für sie, nur 26% für Barack Obama. Nichts desto trotz ist der tatsächliche Erfolg geringer: 9 Delegierte konnte Hillary Clinton damit auf ihrem Konto verbuchen.

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Ein eher zu vernachlässigender Erfolg, wenn man sieht, dass Barack Obama dennoch mit fast 170 Delegiertenstimmen führt und inzwischen auch die Führung bei den Superdelegates (+9) übernommen hat, wo Clinton bisher immer geführt hatte und zu Beginn des Jahres auf mehr als 100 Delegierte auf ihrer Seite hatte. Am besten wird soetwas ja in Graphen deutlich, deshalb hier eine entsprechende Darstellung aus dem CNN Podcast:

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Die hellblaue Linie stellt eben Hillary Clinton dar, die dunklere Barack Obama. Ihr Versuch in den letzten Tagen damit noch Superdelegates für sich zu überzeugen scheint nicht aufzugehen. Ihre Strategie dabei ist, dass sie die Wählerschichten gewinnt, die für Demokraten wichtig seien. Auch hierzu eine entsprechende Grafik aus dem Podcast:

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Ihre Argumentation: Sie ist in den Swing States stark und könne eben die ärmeren weißen Arbeiterschichten und die Latinos deutlich besser für die Demokraten gewinnen, als Barack Obama. Und deutlicher wird dies bei Spekulationsspielchen im Bezug auf die Wahlen im November:

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Dieses Bild zeigt die Bundesstaaten der USA, die entweder an Barack Obama (blau) bzw. John McCain (rot) gehen könnten – wie gesagt, alles Spekulationen. Und hier fällt grade diese Lücke auf. Für Hillary Clinton eben die Stoßrichtung zu sagen, dass seit 1916 kein Präsident mehr gewonnen hatte, wenn er nicht auch diese Staaten hatte.

Barack Obama scheint die Statistik nicht wirklich zu stören, denn sein Wahlkampf ist – auch wenn er sich offiziell noch nicht als Kandidat bezeichnet – durchaus schon auf die Hauptwahlen im November ausgelegt: So besuchte er Bundesstaaten, die bereits in den Vorwahlen gewählt hatten und versuchte so das Feld für den Hauptwahlkampf gegen John McCain vorzubereiten.

Im übrigen: Wie eine Studie von ABC News zeigte (gefunden auf Mirror on America) ist das Problem für Barack Obama mit weißen Wählern zwar durchaus gegeben, aber – wenn es um die Hauptwahl gehen würde – nicht viel größer als für Hillary Clinton:

Whites, no college
Obama——40%
McCain —-52

Clinton—-44%
McCain—–52

Whites, college grads
Obama ——47%
McCain —- 50

Clinton—–42
McCain——54

Außerdem glaube ich, dass ein entsprechender Vizepräsident diese Wählerschichten durchaus erreichen könnte. Wenn jemand wie Edwards oder eben Clinton verstärkt diese Wählerschichten anspricht, dürfte das Ergebnis am Ende sicher besser aussehen, als das Clinton Lager dies momentan darstellt.

Zwar ist die Frage des Vizepräsidenten noch komplett offen, aber es gibt durchaus Hinweise, dass Clinton hier ein entsprechendes Angebot bekommen könne. Manche Beobachter gehen sogar davon aus, dass dies einer der Gründe sein könnte, wieso Hillary Clinton die mathematische Niederlage nicht eingestehen will und im Rennen bleibt. Allgemein verwundert diese Haltung viele Medien, die den Clintons sogar vorwerfen den Sinn für die Realität verloren zu haben und sich fragen, ob sie wirklich noch daran glaubt. Wenn nicht gibt es nur die Gründe auf ein formelles Bitten von Obama im Bezug auf die Vizepräsidentschaft zu warten oder – was ich etwas unwahrscheinlicher halte – die Hoffnung eine Schuldenübernahme zu erreichen. Mit 20 Millionen Dollar steht Hillary Clinton bereits in der Kreide und dies wird als weiterer Grund dafür gesehen, dass sie es kaum bis zum Ende durchhalten wird.

Ich denke das Spiel wird jetzt noch bis Anfang Juni durchgezogen und die Vorwahlen sind praktisch schon aufgeteilt: Clinton gewinnt noch zwei, Obama drei der kommenden Wahlen, das scheint relativ sicher. An den Delegiertenzahlen wird sich nichts wesentliches mehr ändern und ich gehe auch davon aus, dass die Tendenz bei den Superdelegates weiter anhält und Barack Obama am Ende die nötigen 2025 Stimmen haben wird. Hillary Clintons Kampf dient m.E. wohl wirklich eher dazu, sich entweder als Vizepräsidentin in Position zu bringen oder nicht einfach zurückstecken zu wollen, sondern einen ehrenvollen Ausstieg zu haben. Theoretisch könnte ich mir ein Duo Obama – Clinton durchaus vorstellen, aber weiss nicht, ob nicht grade nach dem knappen Wahlsieg die Positionen manchmal etwas unklar wären. Persönlich wäre mir Obama – Edwards lieber, aber wer weiss, wer da noch alles in der amerikanischen Politik vorstellbar ist :)

Obama holt weiter auf

Ich hatte es im letzten Artikel nach den Vorwahlen schon angedeutet und es wird immer offensichtlich: Die Chancen für Hillary Clinton zumindest über die Superdelegates doch noch eine Mehrheit zu gewinnen sinken rapide, denn Barack Obama zieht auch hier fast gleich auf. Je nach Zählung auf zwei bzw. vier Delegierte ist sein Rückstand inzwischen gesunken. Insgesamt fehlen Barack Obama damit noch 165 Delegierte zum Sieg, wobei noch 490 Delegierte offen stehen, also sich entweder im Fall von Superdelegates noch nicht positioniert haben oder eben noch in den ausstehenden Primaries gewählt werden müssen. Von daher braucht Hillary Clinton mehr als 60 Prozent dieser Delegierten, um noch Kandidatin der Demokraten zu werden. In einer entsprechenden Tabelle bei Google Docs habe ich dies einmal aufgelistet:

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Dort kann man auch den aktuellen Stand im Rennen um die Kandidatur für das Rennen um das Weiße Haus nachlesen:

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Interessanter Randaspekt ist dabei die Äußerung von John Edwards, der sich entsprechend pessimistisch zu den Chancen von Hillary Clinton geäußert hat. Eine direkte Wahlaussage zugunsten von Barack Obama jedoch ist noch nicht gefallen, könnte diesem aber vielleicht am Ende dabei helfen, die weiße männliche Mittelschicht wieder stärker anzusprechen, für die Edwards der Bezugspunkt im Wahlkampf war.

Währenddessen wird Obama durchaus schon nach seinem Vize-Präsidenten gefragt und auch wenn er dies im laufenden Wahlkampf natürlich noch nicht nach vorne bringen wollte, deutete aber an, dass er sich vorstellen könnte, Hillary Clinton so einzubinden.

Diese hingegen hatte angeben, nicht aufzugeben, aber nicht nur die Mathematik spricht gegen sie: Auch das Geld geht ihr wieder aus. Vor wenigen Wochen hatte sie bereits 7 Millionen aus dem Privatvermögen in den eigenen Wahlkampf gesteckt haben und schon wieder wird es knapp in der Kasse von Hillary Clinton.

Clinton gewinnt in Indiana, Obama in North Carolina

Es war schon eine ziemliche Zitterpartie und am Ende waren es etwas mehr als als 20.000 Stimmen, die Hillary Clinton zum Sieg in Indiana verhalfen. Bis in die frühen Morgenstunden (MEZ) war nicht klar, ob Barack Obama den Staat trotz eigener Gratulation in Clinton einige Stunden vorher nicht doch noch gewinnen konnte. Aber inzwischen ist es amtlich:

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Eindeutiger dagegen das Bild in North Carolina, wo Barack Obama gleich mit dem Schließen der Wahllokale von CNN als Wahlsieger prognostiziert wurde. Das Ergebnis: 56 zu 42 Prozent – rund 14 Prozentpunkte und über 230.000 Wähler Vorsprung.

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Direkte Auswirkungen werden beide Ergebnisse nicht haben. Hillary Clinton hatte vorher schon verkündet weiter kämpfen zu wollen und dies in der Nacht noch verkündet, auch wenn ihre Chancen die benötigten Stimmen noch zu erhalten mathematisch gesehen kaum noch zu sehen sind.

image Bei den kommenden sechs Vorwahlen werden noch 200 Delegierte vergeben, ihr Rückstand auf Obama beträgt allerdings schon mehr als 150 Delegierte und aufgrund des Verhältniswahlrechts dürfte sich die Situation im Juni nach den Wahlen kaum verändert haben.

Die Bemühungen ihrer Seite richten sich nun an die sogenannten Superdelegates um diesen zu vermitteln, dass sie größere Chancen im Wettstreit gegen John McCain habe, aber es war nun eher Barack Obama, der nach persönlichen Angriffen im Bezug auf seinen früheren Pastor oder der anderen Position im Bezug auf eine Streichung der Benzinsteuern in den letzten Wochen etwas ins Straucheln gekommen war. Auch gewann er in Indiana alle Bezirke, die die Demokraten 2004 gewonnen hatten.

popularvote3Die Argumente von Hillary Clinton werden demnach schwächer nach diesem Ergebnis und sowohl was die Delegiertenzahlen, aber auch die “popular vote”, also ihrem Anteil an den Gesamtstimmen angeht, liegt sie weiterhin hinten. Selbst wenn man hierbei Florida berücksichtigen würde, welches bei den Delegierten aufgrund des vorgezogenen Wahltermins ausgeschlossen wurde.

Florida und Michigan allgemein könnten das Politikum der Wahlen in den kommenden Wochen werden, da Hillary Clinton hier gewonnen und damit wichtige Delegiertenstimmen aufweisen kann. Obama war aber – auch aufgrund vorheriger Absprachen – kaum aufgetreten oder in Michigan erst garnicht auf dem Wahlzettel gewesen.

Es bleibt demnach Spannend bis Ende August beim Parteitag und einer freut sich: John McCain…

Kurzer Vorbericht Wahlen in Indiana und North Carolina

Tja, manchmal verfängt man sich an einem Abend komplett in einem technischen Problem und kommt zu nichts anderem mehr. So war es bei mir, als ich versuchte meine Xbox mit WLan zu beglücken. Naja, sei es drum, der Vorbericht hier ist darum leider etwas kürzer und während des Live Blogs muss ich noch ein Referat vorarbeiten :)

Also zunächst einfach nur die zwei entscheidenden Wahlen und Zahlen:

Aus Indiana – hier führt Clinton mit durchschnittlich vier Prozentpunkten:

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Und North Carolina, wo Obama etwas mehr als sieben Prozentpunkte mehr auf dem Konto hat:

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Wie schon heute nachmittag gesagt: Ob die Wahlen wirklich entscheidend sind, kann bezweifelt werden. Bei CNN meinte zwar grade ein Beobachter, dass ein klarer Sieg von Obama in North Carolina es für Clinton schwerer machen würde im Rennen zu bleiben, aber ich gehe eher davon aus, dass diese Schlacht um die Superdelegates bis zum Parteitag Ende August anhält.

Währenddessen und wegen der knappen Entscheidung wird nun auch über Florida und Michigan verstärkt nachgedacht. Beide Staaten waren ausgeschlossen worden, weil sie entgegen den Regeln ihre Wahlen vorgezogen hatten. Aber vielleicht wird im August wieder gewählt? Zumindest aus dem Clinton Lager dürfte die Forderung hierfür oder für eine Anerkennung der Wahlen ((bei denen Obama kaum ernsthaft angetreten ist)) in den kommenden Wochen verstärkt werden. Aber nun zum heutigen Abend…

Hillary Clinton gewinnt in Pennsylvania

Eigentlich stand es nach den Umfragen schon vorher fest und um kurz nach drei Uhr heute nacht wurde es amtlich: Hillary Clinton gewinnt die Vorwahlen in Pennsylvania. Sie konnte sich dabei abermals auf die weiße Arbeiterschaft verlassen, während Obama’s 90% Führung bei den Afroamerikanern in dem Bundesstaat einfach nicht ausreichte, um ihr den Sieg zu nehmen oder zumindest diesen abzumildern.

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Am Ende lag der Vorsprung bei 10% und damit über der von einigen Medien hervorgebrachten Grenze, die den Druck für ein Ausscheiden aus der Kandidatur erhöht hätte. Demnach geht der Präsidentschaftskrimi der Demokraten weiter, auch wenn keiner der beiden Kandidaten noch eine rechnerische Chance hat, die Stimmmehrheit durch die Umfragen zu gewinnen und demnach alles auf die Superdelegates ankommt. (Siehe dazu auch diesen SZ Artikel)

Und für diese wird eifrig geworben: Obama sei nicht stark genug, um McCain am Ende zu schlagen, so der momentane Vorwurf aus dem Clinton Lager. Stattdessen geht Sie von einer Trendwende nach dieser Wahl aus und ihre Berater verweisen darauf, dass Obama viel mehr Geld in den Wahlkampf gesteckt habe, als Hillary Clinton. Dieser hingegen richten den Blick nach Vorne und meint nur, dass man den Vorsprung verringern konnte. Als nächstes stehen am 6. Mai North Carolina und Indiana auf der Tagesordnung. Und während bei Zweitem das Ergebnis noch völlig offen ist, scheint es in North Carolina eindeutig für Obama auszugehen – wenn sich die Umfragen nicht plötzlich drastisch drehen:

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Faktisch hat der Sieg von Clinton heute nacht also keine praktischen Auswirkungen. Sechs verlorene Delegierte tun bei über 100 nicht wirklich weh und auch in der Abstimmung in der Bevölkerung (der popular vote) tut der Verlust von rund 200.000 Stimmen sicher weh, aber noch immer kann Obama auch die Mehrheit der Wähler hinter sich behaupten und hat so alle Argumente für die Superdelegates auf seiner Seite. Wir werden aber dennoch noch einige Vorwahlen erleben, bis die Entscheidung fällt – womöglich sogar erst beim Nominierungsparteitag.

Live-Blog: Vorwahlen in Pennsylvania

Es ist nach wochenlangem Warten wieder so weit: In Pennsylvania wird der Kampf zwischen Brack Obama und Hillary Clinton um die Präsidentschaftskandidatur nun wieder auf dem Stimmzettel ausgetragen. In den Umfragen ist Hillary Clinton im Schnitt sieben Prozentpunkte vor Obama, der amerikaweit das Rennen noch mit rund 150 Delegierten anführt. Allerdings – so ein Bericht von CNN – seien noch 10 Prozent der Wähler unentschlossen und sollte Hillary Clinton nur knapp gewinnen oder gar verlieren würde der Druck auf sie, aus dem Rennen auszusteigen, immens steigern. Ob man davon auszugehen hat? Ich denke ehrlichgesagt eher nicht, aber nichts desto trotz gibt es hier ab ca. 0 Uhr wieder die Möglichkeit die Berichte von CNN live mitzuerleben und auch mit zu diskutieren.

Zur Einstimmung noch die letzten Umfrageergebnisse:

Ich hoffe heute abend noch ein wenig allgemeines zu den letzten Ereignissen in den USA zu schreiben, wo der Tonfall sich doch wieder etwas zugespitzt hat. Aber ein Uniseminar bis 20 Uhr könnte das Ganze etwas knapp machen. Aber wer weiss, wann die ersten Zahlen eintrudeln ;)

Obama weiterhin vorne im Spendensammeln

Zumindest was die Spendensammlung angeht, liegt Barack Obama meilenweit vor seiner Konkurrentin Hillary Clinton: Während sie im März auf ca. 20 Millionen kam, hatte er mit 40 Millionen ca. doppelt so viele Spendengelder auftreiben können. Insgesamt hat er so bereits 230 Millionen einnehmen können, 131 davon in diesem Jahr. Clinton hatte 2008 dagegen nur knapp 70 Millionen eingenommen und musste bereits eigene 5 Millionen aus dem Privatvermögen nutzen, um Werbespots zu schalten. Auch scheint die Zahlungsmoral nicht so hoch zu sein, denn diese werden durch 8,7 Millionen Dollar Schulden beschrieben. Bei Obama hingegen bestätigt sich wieder etwas, nämlich der Hang zu Kleinspendern: Die 40 Millionen Dollar im März kamen von mehr als 442.000 Spendern, so dass durch durchschnittliche Spende bei 96 Dollar lag. Wähler können dementsprechend noch einige male bis zur Wahl in die eigene Tasche greifen, um Obama auch langfristig zu unterstützen, bis diese bei der Höchstgrenze von 2.300 Dollar angekommen sind. Nach dem Überschreiten der Millionengrenze von Spendern Ende Februar, kommt er nun auf mehr als 1.276.000 Spender. Für seinen Wahlkampfmanager Grund genug, zu sagen, dass Obama die “größte politische Basis-Armee in der jüngeren Geschichte” hinter sich versammeln könne.