UN zieht Truppen aus Eritrea und Äthiopien ab

Über den sich immer mehr zuspitzenden Grenzkonflikt zwischen Eritrea und Äthiopien hatte ich ja schon (mehrmals) berichtet, und nun scheint sich die Lage weiter zu verschärfen: Die  Vereinten Nationen haben nun beschlossen die eh schon auf 2.200 Mann verringerte Friedenstruppe aus der Region abzuziehen. Grund hierfür sind insbesondere die Einschränkungen der UN Mission durch Eritrea. Ganz unschuldig ist der größere Nachbar jedoch nicht, widersetzte sich Äthiopien doch dem Schiedsspruch der Kommission, die 2003 den Grenzverlauf zwischen beiden Staaten festlegte. Und auch wenn – auch aufgrund der UN Blauhelme und einer entmilitarisierten Zone – der Frieden seitdem gesichert wurde, muss man die UN Mission als Fehlschlag bezeichnen, denn es ist nicht gelungen eine Regelung hinzubekommen – vielleicht auch weil Äthiopien als Regionalmacht einfach vom Westen nicht genug unter Druck gesetzt wurde, die Entscheidung der Schiedskommission zu akzeptieren. UN Generalsekretär Ban Ki-moon hatte schon vor 1,5 Jahren auf eine Kriegsgefahr hingewiesen. Angesichts von nunmehr 100.000 Soldaten auf beiden Seiten der Grenze scheint diese nun noch weiter gestiegen zu sein…

Eritrea brüskiert die UN

image Vor zwei Jahren hatte ich das Vergnügen den ostafrikanischen Staat Eritrea bei der National MUN in New York zu vertreten. Auch wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass “unser Erzfeind” Äthiopien sich nicht annähernd so gut vorbereitet hatte oder die Simulation so ernst nahm wie wir, hatten wir uns sehr gut auf die Tagung vorbereitet und seitdem existiert ein großes Interesse an dem Land und den Grenzkonflikt, der seit Jahren die Beziehungen zwischen Eritrea und dem früheren Kolonialherren Äthiopien belastet. Und auch damals hatte Eritrea die Vereinten Nationen schon durchaus an der Nase herumgeführt. Aber vielleicht fangen wir in diesem Fall einmal ganz vorne an…

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Grenzziehung unklar…

Zugegeben, die Grenzen in Europa ändern sich doch manchmal schon ziemlich stark – letztes Jahr in Montenegro und vielleicht bald mit dem Kosovo, aber – mit Ausnahme von einigen Schulatlanten :) – die Wiedervereinigung Deutschlands dürfte doch inzwischen eigentlich  internationale Allgemeinbildung sein. Dachte man zumindest. Aber seht euch doch mal diesen Wetterbericht von CNN an :)

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Interessant ist es aber, wenn man den Balkan anguckt oder die Baltischen Staaten, denn dort stimmen die Grenzen…

(gefunden bei Yigg und Tagesschau)