Infoabend zu attac

Heute abend war ja die Infoveranstaltung zu attac in Gelsenkirchen, von der ich berichtet hatte. Schwerpunkt lag klar bei der Darstellung von attac als Organisation, über die Ziele und vor allem die Stuktur der Organisation. Ich will jetzt die Inhalte nicht alle wiedergeben, wer sich grundsätzlich interessiert fühlt, kann dies bei attac selber glaube ich besser nachlesen. Kurz gesagt ist attac aber eine globalisierungskritische Bewegung, die aus dem Streben für die Tobinsteuer [1] entstanden ist. In drei Punkten drückt attac dies in der attac-Erklärung wie folgt aus:

  • Attac will als Teil der außerparlamentarischen Bewegung einen Beitrag für eine umfassende Demokratisierung der Gesellschaft leisten.
  • Attac streitet für eine neue Weltwirtschaftsordnung, in der der Reichtum der Welt gerecht verteilt und ökologisch genutzt wird.
  • Attac ist Bestandteil der Antikriegs- und Friedensbewegung, denn eine gerechte Welt ist ohne Frieden nicht möglich.

Direkt darunter folgen dann konkrete Forderungen, guckt es euch am besten mal an.

Ansonsten ging es eben stark um Strukturen, die von drei Prinzipien geleitet werden: Pluralismus, Autonomie und Konsens. Pluralismus steht eben für die Akzeptanz verschiedener Meinungen und Hintergründe -nur für ” Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Chauvinismus und verwandte Ideologien gibt es keinen Platz”[2] bei attac. Autonomie ist steht für die einzelnen Gruppierungen, Aktionsgruppen oder Regionalverbände, die in ihrem Handeln völlig frei sind und nicht kontrolliert werden. So sind sogar verschiedene Positionen in attac möglich. Bei Streitigkeiten gilt ein Konsensprinzip. So können bei Abstimmungen neben dem bekannten “JA” auch verschiedene Formen des “Neins” abgegeben werden. Ein Nein widerspricht zwar dem Antrag, aber wenn er eine Mehrheit findet, ist dies auch kein Weltuntergang. Man kann aber auch mit einem Veto Einspruch einlegen und wenn dies mindestens 10% der Teilnehmenden machen, wird nochmal verhandelt – in der Regel wohl sehr erfolgreich.

Die Gründung fand heute aber noch nicht statt. Zunächst wollte man die Informationen etwas sacken lassen und bei einem weiteren Treffen am 20. Juni (19 Uhr,  Alfred-Zingler-Haus, Margaretenhof 10-12, 45888 Gelsenkirchen) dann vielleicht auch mit weiteren Interessierten die konkreten Schritte zur Gründung einer Ortsgruppe anzugehen.

Mal was zur Finanzkrise

Grade geht es ja wieder rund an der Börse oder eher bergab und irgendwie fühle ich mich berufen, genötigt oder was auch immer dazu, einige Worte zu dieser Sache loszulassen. Also ich kann ja gut nachvollziehen und finde es auch richtig, dass man etwas unternimmt und den Kapitalmarkt stabilisiert. Ich nehme auch einfach mal an, dass die 400 Millarden Euro, die maximal ausgegeben werden müssen, auch durchaus dem notwendigen Rahmen entsprechen.

In dem Sinne finde ich es auch richtig, dass nun bei Banken, die teilweise vom Staat übernommen werden, Managergehälter gekürzt werden und ähnliches. Nur das Problem bleibt, dass ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden entstanden ist, der sich auch durch verringerte Managergehälter in keinster Weise beseitigen lässt und für den – das ist fast noch entscheidender – der größte Teil der Bevölkerung nichts kann. Es war die Mentalität, dass man sein Geld ja für sich arbeiten lassen könnte und es sich von ganz alleine vermehren würde. Und plötzlich fiel dann wieder auf, dass es keinen wirklichen Wert hinter den ganzen Vermögen gab. Naja, und bezahlen sollen es nun alle.

Der Staat muss das Geld für den Stützfond ja auch irgendwie aufbringen und dies führt zwangsläufig in eine höhere Staatsverschuldung. Und wer dies nun weiter denkt, merkt, dass davon wieder eher die wohlhabenden profitieren, da diese sich die sicheren Staatsanleihen kaufen können. Und damit profitieren selbst in der Krise noch diejenigen, die nicht unerheblich an der Entstehung beteiligt waren.

Wie man damit umgehen will oder soll, kann ich jetzt auch nicht anbieten, aber vielleicht wäre eine Vermögensabgabe auf Kapitalvermögen ab einer bestimmten Höhe ein Ansatz um diese Ungerechtigkeit zu vermindern und so den Fonds zu finanzieren?

Zum Abschluss noch ein kleiner Filmtipp passend zum Thema: Ende des Monats kommt nämlich von Erwin Wagenhofer, der mit “We feed the world” ja schon eine globalisierungskritische Dokumentation gedreht hatte. In “Let’s make money” geht es um genau dieses Phänomen der angeblichen Geldvermehrung:

Lohnt sich bestimmt! :)

Wochenblick 31-07: MLPD, Bauernregeln, der 17. Juni und mehr…

Clips im Netz, Geburtstag der Stalinfreunde von der MLPD, der 17. Juni 1953 in Ost und West, Bauernregeln, statistische Weltkarten, was die Amerikaner dem Nahen Osten bieten

Gefälschte Clips im Internet

Folgendes Video zeigt mal interessant, dass man vorsichtig sein muss bei Videos auf YouTube – dazu passt auch diese Warnung vom letzten Montag ;)

[youtube oAeIt1dz7iQ]

MLPD feiert Geburtstag

Ich hätte es nicht gedacht auch mal über die MLPD zu bloggen und mehr als ein kleiner Hinweis wirds nicht. Und zwar ein Artikel in der TAZ der auch den selbsternannten Arbeiterführer Engel zum Thema Stalin und Sozialismus zu Wort kommen lässt:

“Stalin hat sich dadurch ausgezeichnet, dass er den Sozialismus verteidigt hat. Gut”, sagt Engel und neigt den Kopf, als wäge er etwas ab, “er hat nicht immer die feine Art gehabt. Aber wir meinen, dass das Sozialismus war, und kein ‘Linksfaschismus’, wie das in der Propaganda behauptet wird.”

Ist dem noch viel hinzuzufügen? Nicht viel, außer vielleicht, dass diese “Verteidigung” rund 60 Millionen Menschen das Leben gekostet hat. Aber, nein, das ist kein Linksfaschismus.

Der 17. Juni in verschiedenen Ansichten

Dazu passend vielleicht auch die unterschiedliche Darstellung des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 in DDR und der Bundesrepublik, die Don Farrago gepostet hatte um deutlich zu machen, wie stark die Unterschiede damals waren. Aber auch damals wurde ja nur der Sozialismus verteidigt…

Krieg auf dem Desktop

Verteidigen müssen sich auch die Icons bei diesem kleinen Video. Mehr Text gibts nicht ;)

Kostenlose Bücher

Sehr viel mehr Text dagegen bei diesen kostenlosen Büchern von Galileo Design zu Dreamweaver 8 und dem Adobe Photoshop CS 2.

Wenn der Hahn krät auf dem Mist…

Wer kennt nicht die alten Bauernweisheiten zum  Wetter, Frank Abel hat sich dieser angenommen und mal die 10 aussagekräftigsten Bauernregeln dargestellt

Statistiken zum Anfassen

Über das Globalisierungsblog bin ich auf eine interessante Seite von Google gestoßen, bei der verschiedene Statistiken auf der Karte dargestellt werden können.

Amerika bringt dem Nahen Osten…

 

IraqVictory.jpg

Nettes Bild gefunden bei Lupe