Milliarden – Vergleich

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Mehr schlecht als Recht kann man oben mehrere Geldbeträge erkennen. Beispielsweise 321 Milliarden, die nötig wären, um alle Kinder in Entwicklungsländern 5 Jahren Nahrung und Schulbildung zu geben, 39 Milliarden für Hartz IV oder 400 Milliarden für das Deutsche Rettungspaket in der Wirtschaftskrise. Entnommen ist es einer Grafik der Zeit, die ich allen ans Herz legen will, da sie wirklich interessant ist und einfach mal bestimmte Dimensionen von Geldbeträgen (in Milliarden) deutlich macht. Auch sehr interessant ist die Vorlagegrafik von Information is beautiful, bei dem besonders die untere Hälfte beeindruckend ist. (gefunden über Spreeblick)

The International

image Nachdem Clieve Owen sich mit dem offensichtlich überzeichneten Action Film “Shoot em up” sich in unser Herz geschossen hatte, ging es gestern dann auch mal in “The International“. Der Startfilm bei der Berlinale wurde dabei insbesondere wegen seines Bezugs zur Finanzkrise gelobt, wobei ich finde, dass dies etwas übertrieben ist. Die einzige Verbindung ist dabei eine fiese Bank. Diese finanziert das illegale Verbrechen und fördert insbesondere den Waffenhandel, was das Interesse von Interpol-Agent Louis Salinger (CLIVE OWEN) und der New Yorker Staatsanwältin Eleanor Whitman (NAOMI WATTS) weckt. In einem Wirrwar vor gekauften Polizisten, getöteten Kronzeugen arbeiten sich beide immer weiter an die Geschäftsetage der Bank heran.

Der Film war soweit okay, aber meines Erachtens nicht den Hype wert, der um ihn gemacht wurde. Die Geschichte ist meines Erachtens etwas zu gradlinig und im Prinzip nach dem gleichen Muster aufgebaut: Man findet einen neuen “Zeugen”, der wird erschossen und dennoch kommt man irgendwie weiter. Die einzige Szene, die mir wirklich gefallen hatte, war die Schießerei im Guggenberg Museum in New York. Nicht unbedingt weil ich finde, dass zu einem guten Film auch eine gute Schießerei gehört, aber diese Szene stach als einziges aus dem Film wirklich heraus.

Was mich ebenfalls etwas gestört hatte, war der leicht philosophische Anspruch dieses Film oder man sollte eher sagen die oft entsprechend angehauchten und abgedroschenen Sprüche der Akteure. Der einzige was hängen blieb, war eine Aussage nach dem Sinn “Wer die Schulden kontrolliert, hat die Macht” (wie gesagt sinngemäß, ganz so platt war die Aussage dann doch nicht :D ).

Ich weiss nicht, ob meine Müdigkeit gestern verhindert hat, die Brillianz des Films zu erkennen, aber mehr als netter Thriller kann ich leider nicht sagen. Die Bösartigkeit der Bank ist nicht soo überraschend und politische Kritik des Kapitalismus wird nur in einem Gespräch ein wenig offensichtlich. Auch wenn ich grade sagte, dass der Film etwas gradlinig und vorhersehbar war, war der Film nicht langweilig und durchaus eine gute Unterhaltung. Aber mehr leider eben auch nicht…

Campact! Aktion für ein anderes Konjunkturprogramm

image Campact! hat wieder eine neue Kampagne gestartet, dieses mal zum geplanten Konjunkturprogramm. Aber bevor ich mich zu später Stunde noch um Kopf und Kragen rede kopiere ich einfach mal aus der Email ;)

Jahrelang war angeblich kein Geld für dringende öffentliche Investitionen da – etwa für Kindergärten, kleinere Schulklassen, die Nutzung von Abwärme oder den Ausbau der Schienenwege. Mit der Finanzkrise werden jetzt unzählige Milliarden in die Hand genommen.

Mit 50 Milliarden Euro soll die vom Absturz bedrohte Konjunktur gestützt werden – so hat es vorgestern der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD beschlossen. Noch steht nicht fest, wofür das Geld ausgegeben wird. Doch neue Straßen, Subventionen für spritfressende Autos und Steuersenkungen, die kaum die Konjunktur ankurbeln, stehen ganz oben auf der Wunschliste. Das müssen wir verhindern! Die enormen Finanzmittel müssen in Klimaschutz und bessere Bildungschancen investiert werden. Das schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze und kurbelt die Konjunktur an.

Skandalös ist die diskutierte Abwrackprämie für Altautos. Für jedes neu angeschaffte Auto soll es Geld vom Staat geben – egal wieviel es verbraucht. Eine Senkung der Einkommenssteuer auf Pump wäre ebenfalls kontraproduktiv. Menschen mit kleineren Einkommen, die mehr Geld wirklich ausgeben, würden davon nicht profitieren, da sie keine Einkommenssteuer zahlen. Steuersenkungen mindern nur den Spielraum im Bundeshaushalt, mit Zukunftsinvestitionen ein Abgleiten in die Rezession zu verhindern.

Weltweit kursieren Vorschläge für ein zukunftsträchtiges Investitionsprogramm, etwa von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, dem ehemaligen Umweltminister Klaus Töpfer oder dem früheren US Vize-Präsident Al Gore. Mit Investitionen in Wärmedämmung, Erneuerbare Energien, Schienenwege und den öffentlichen Nahverkehr könnten wir endlich Fortschritte beim Klimaschutz erzielen. Investitionen in Infrastruktur und Personal für Kindergärten, Ganztagsschulen und Universitäten würden Kindern und Jugendlichen gleiche Bildungschancen eröffnen – sodass ihre Zukunft nicht durch ihre soziale Herkunft vorprogrammiert ist.

In diesem Sinne schaut doch mal bei Campact vorbei und unterzeichnet den Aufruf! ;)