Blog zu verkaufen!

Nein, nicht mein Blog, das würde wahrscheinlich niemand für einen nennenswerten Betrag kaufen. Es geht – wie momentan ständig in der Blogospähre – um Robert Basic, der basicthinking.de, das größte oder meistverlinkteste Blog momentan bei eBay versteigert. Grund für den Verkauf ist, dass er komplett neu starten wollte. In dem ersten Beitrag strebte er einen Betrag zwischen 10.000 und 100.000 Euro an, momentan steht die Auktion bei 22.550 Euro und die Strategie scheint demnach aufzugehen.

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Ich will jetzt nicht nochmal groß auf dieses Thema eingehen, denn da ist schon viel (zu viel?) in der Blogospähre drüber geschrieben worden. Ich wünsche Robert jedenfalls alles gute und bin mal gespannt, was am Ende rauskommt. Nicht nur finanziell, sondern vor allem auch inhaltlich. Also was kommt auf basicthinking.de? Und wieso ist jemand bereit mehrere tausend Euro in dieses Projekt zu investieren, was doch – wie jedes Blog – vor allem doch auch von seinem Autor lebt. Und ob sich die Investition langfristig auszahlt muss sich ja damit noch zeigen. Denn hohe Zugriffszahlen und Verlinkungen bleiben nur bei hoher Qualität erhalten und demnach bleibt auch im Raum stehen, ob die Werbeeinnahmen von 37.000 Euro im Jahr so zu halten sind. Abschließend sei noch auf einen interessanten Artikel zur Ökonomie von Blogs von Jörg Friedrich hingewiesen.

eBay und PayPal – Update

Heute hat eBay auf die Verwirrungen im Bezug auf die PayPal Pflicht (siehe dieser Bericht) mit folgender Mitteilung reagiert:

Liebe eBay-Mitglieder,
derzeit kann es vorkommen, dass einige wenige Verkäufer beim Einstellen von Artikeln auf eBay die Fehlermeldung erhalten, dass Sie PayPal als Bezahlmethode anbieten müssen. Dies ist ein Fehler, den wir so schnell wie möglich beheben werden.
Wir planen nicht, PayPal als alleinige Bezahlmethode bei eBay in Deutschland einzuführen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis
Ihr eBay-Team

Wie dann aber solche Textbausteine in das System kommen, ist damit nicht erklärt. Eine Vorausgewählte PayPal Box wäre ja noch zu verstehen, aber was für eine Funktion ist der Haken als Grafik oder welchen Sinn hätte die Textstelle, dass ““alle Verkäufer PayPal als Zahlungsmethode in ihren Angeboten anbieten müssen.”, wenn das nicht geplant ist. Soweit ich weiß, schreibt Software den Text für Internetseiten ja noch nicht nach Gutdünken selber.

Und noch eins ist auffällig: Es geht nicht um die “alleinige Bezahlmethode”, das hat weder das Formular ausgesagt, noch hatte dies jemand befürchtet, es geht vielmehr um eine erzwungene Maßnahme. Niemand geht davon aus, dass man selbst bei PayPal Zwang nicht auch weiterhin per Überweisung bezahlen könnte, etc. Es geht vielmehr darum, dass man als Verkäufer eben auch PayPal anbieten muss, selbst wenn man es nicht will.

Ich werde eBay mal genau mit diesen Fragen mal kontaktieren und bin mal gespannt, ob mehr als 3 bis 4 Sätze am Ende dabei rauskommen.

Macht eBay PayPal zur Pflicht?

Ich habe schon länger nichts mehr bei eBay verkauft, aber in den kommenden Wochen hatte ich dies wieder vor und für meine Mutter ist der Handel auf der Auktionsplattform schon zum Hobby geworden. Umso größer die Überraschung, als dann plötzlich folgende Meldung beim Einstellen eines neuen Artikels auftauchte:

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Also kurz: PayPal ist Pflicht. Bei mir, der ein PayPal Konto hat, sieht es momentan so aus:

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Vorhin war hier noch ein Auswählen möglich, jetzt ist das Ankreuzen vorgegeben. In den Geschäftsbedingungen habe ich nichts gefunden und in angesprochenem Grundsatz steht auch nichts von PayPal Verpflichtung.

Allgemein wird in Foren gerne von einem Softwarefehler gesprochen (jetzt kann ich jedenfalls nach Reload doch wieder den Haken entfernen), aber doch ein seltsamer Fehler, wenn PayPal nicht am Ende doch verpflichtend werden soll, oder? Wieso sonst sollte es überhaupt einen Text geben, der Aussagt, dass

“alle Verkäufer PayPal als Zahlungsmethode in ihren Angeboten anbieten müssen.”

In Australien war eine entsprechende Planung bereits vor kurzem gestoppt worden. Ich hoffe auch in Deutschland wird es einen entsprechenden Stopp dieser Praxis geben, bei der die eigene Marktmacht zur Förderung der Tochterfirma genutzt wird.

Mal abgesehen von den üblichen Kritiken an Paypal möchte ich doch nochmal deutlich machen, was das praktisch bedeutet. Paypal kostet zwar formell nichts, aber der Empfang von Geld kostet 0,35 ct. + 1,9%. Also wenn man nun einfach mal einen Artikel für einen Euro annimmt, was nicht unüblich ist wenn man seinen Privatkram verkauft, und zwei Euro Versand draufrechnet, kommt man also alleine für Paypal schon auf ca. 41 cent. Dazu noch die eBay Gebühren mit momentan 8 cent ((Aktuell ist die Einstellung von 1 Euro Artikeln kostenlos)) und man zahlt fast die Hälfte der Einnahmen für eBay und PayPal. Da lohnt sich der Aufwand kaum noch.

Ich habe die Verbraucherschutzzentrale mal angemailt, keine Ahnung ob die der richtige Anlaufpunkt sein, aber was sich hier anbahnt ist eine ziemliche Abzocke, die ein wenig an die Verbindung vom Internet Explorer und Windows erinnert – mit dem Unterschied, dass der IE immerhin kostenlos war.

Update: Bitte neuen Bericht mit Reaktion von eBay betrachten.

Datenblatt für 1.400 Euro

Einen ziemlich dreisten Fall von Betruf findet man momentan bei dieser Ebay Auktion. Vielleicht magst du es dir erstmal selber in Ruhe angucken und prüfen, was ich meine? (Falls es die Auktion nicht mehr gibt, findet sich bei Flickr ein kompletter Screenshot.) Unabhängig davon, ob du es gelesen hast, sieht alles nach der Versteigerung eines ganz tollen Flachbildschirmfernsehers aus. Die Beschreibung geht ja auch sehr eindeutig auf dieses Gerät ein. Continue reading