Streifzug durchs Netz vom 29.07.2010

Heute etwas kürzer, als gestern auch wieder eine Handvoll Linktipps:

Seit einiger Zeit wirbt die Post ja dafür, “das Briefgeheimnis ins Internet gebracht zu haben”. Vor einiger Zeit wurden aber einige kritische Punkte daran laut und auch wenn die Post sich erst geziert hat, hat sie nun auch geantwortet. Ich sehe momentan aber noch nicht den Sinn des digitalen Postkastens für den man auch noch 55 ct. pro Email zahlen soll.

Kritisch war auch gesehen worden, dass die Bundesregierung in der Vorstellung Links- und Rechtsextremismus sei gleich schlimm und dementsprechend das Geld für Projekte gegen Links- bzw.. Rechtsextremismus aufteilte. Wie sich nun zeigt, ist im Osten der Linksextremismus nicht so weit verbreitet.

Bei Grünes Gelsenkirchen findet ihr einen Aufruf für eine Aktion gegen BP. Das Ölproblem im Golf von Mexiko ist noch nicht gelöst, da will man schon im Mittelmeer noch tiefer buddeln. Mit einer Emailaktion kann man zumindest schnell etwas dagegen setzen.

Etwas mehr Zeit sollte man sich für eine neue Ausgabe des piCast setzen, einem Rollenspiel-Podcast, der in der neusten Ausgabe über die Zukunft des Rollenspiel plaudert. Sehr hörenswert. Unsere neue Folge kommt übrigens in den nächsten Tagen zur Cthulhu Convention am letzten Wochenende.

Und ein kleines Video des Tages gibt es auch noch. Während die Kinder gestern geduldig sein mussten, geht es heute darum, was ein dreijähriges Mädchen tun würde, wenn ein Monster kommt. Leider nur auf englisch:

Ölpest und kein Ende

Hab ich irgendwas nicht mitbekommen oder sprudelt das Öl im Golf von Mexico noch immer lustig vor sich hin? BP hatte ja mal mehrere Versuche unternommen das Leck zu schließen, aber irgendwie tut sich da nichts, oder?

Also zumindest nicht, was den Austritt des Öls angeht. Für das Öl, was bereits im Meer rumschwimmt ist ja nun ein Riesentanker im Einsatz, der das Wasser reinigen soll. Wenn der wirklich so effektiv ist, wie im Artikel genannt, lohnt sich das ja sicher schon:

Die “A Whale” soll täglich knapp 80 Millionen Liter verdrecktes Wasser aufnehmen und es vom Öl trennen können. Das sind beinahe so viel wie innerhalb der fast 70 Tage nach dem Unglück auf der “Deepwater Horizon” insgesamt gefiltert wurden – von teilweise bis zu 650 kleineren Schiffen.

Bleibt nur eben das Problem, was mit dem restlichen Öl passiert. Bisher sind es ja “nur” fünf bis sechs Prozent des Ölvorkommens dort, die ausgetreten sind, wie man hier lesen kann. Und es kann noch schlimmer kommen, wenn das Erdreich tief im Meer aufreißen sollte und das gesamte Vorkommen ins Meer entlässt.

Vor einiger Zeit hatte ich ja schonmal eine Karte mit den Ausmaßen der Katastrophe gepostet. Inzwischen hätte eine solche Katastrophe in Gelsenkirchen beginnend nicht nur die Niederlande erreicht, sondern auch Großbritannien und Hannover:

mapöl2

Mehr als Abwarten kann man aber wohl nicht. Und selbst Informationen aus der Region könnten schwerer zu bekommen sein, wo die Presse in den USA nun offensichtlich in ihrer Berichterstattung eingeschränkt wird.

Neues Logo für BP

Greenpeace sucht für den britischen Energiekonzern BP ein neues Logo und es sind schon einige Logos auf der entsprechenden Flickr Seite zu finden. Das Gewinnerlogo wird dann die Kampagne im Bezug auf den Ölteppich im Golf von Mexico begleiten. Und wo man gerade schon von dem Ölteppich spricht habe ich heute ne Applikation gefunden, bei der die Größe dieses Teppichs zu erkennen ist:

Der Teppich läge damit von hier in Gelsenkirchen bis nach Holland. Schon eine riesige Fläche…