Paul Potts

Man stelle sich einfach mal folgende Situation vor: Eine Castingshow am Samstag Abend, nächster Kandidat ist ein etwas unsicherer Telefonverkäufer, dicke Wangen, schiefe Zähne und ein verkrampftes Lächeln und dann auch noch Opern singen. Klingt ein wenig nach den typischen Casting-Show Lachnummern, oder? Seht selbst:

 

WOW, ich war baff, als ich das zum ersten mal gesehen habe und bin es noch immer. Um die Geschichte weiter zu erzählen, hat Paul Potts am Ende den Casting Wettbewerb gewonnen und mit One Chance bereits sein erstes Album aufgenommen.

Darüber gestoßen bin ich nur, weil die Telekom in einem neuen Werbespot dieses Lied dafür benutzt, den neuen Slogan “Erleben was verbindet einzufügen. Wer den Spot noch nicht gesehen hat, kann dies jetzt hier tun oder direkt bei der Telekom.

Link: sevenload.com

Ein wirklich genialer Spot, der die Stimmung bei diesem Auftritt sehr gut für dieses neue Firmenimage benutzt.

Ich habe mir nur die Frage gestellt, ob ein solches Talent bei uns eine Chance hätte. Wenn es bei DSDS überhaupt bis zur Jury kommen würde (Altergrenze!), würde es dann wahrscheinlich nicht ins Sendekonzept passen. Und selbst wenn ein deutscher Paul Potts dann doch die Bühne betreten würde, würde er dann den Geschmack der Betrachter einer solchen Sendung treffen? Ich befürchte nicht, aber vielleicht habe ich ein zu schlechtes Bild von unseren Castingshows? Bisher haben die m.E. jedoch nur Leute hervorgebracht, die durch nichts aus der großen Masse der Musiker herausstechen.

(Quellen: Robert Basic | Eliwagar | und nochmal Robert Basic zum ersten Auftritt)
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9 thoughts on “Paul Potts

  1. Also so jemand würde es maximal in die erste Auswahl schaffen (der Quotenidiot). So ungewöhnlich war sein Sieg nicht, denn er hat eine Gesangsausbildung. Das Ungewöhnliche waren seine Schicksalsschläge in den Jahren vorher, die ihn finanziell ruinierten, da er nicht singen konnte.

  2. Pingback: Massenpublikum » Blog Archiv » Warum der Telekom-Spot nicht gut ist

  3. Pingback: Ja gut, aber … » Zu spät, Telekom!

  4. Pingback: Das Ende! The Music is over | funkygog Blog

  5. mir haben Leute erzählt, die von Opern und dieser Art Musik Ahnung haben, dem fehlte einiges, für die Bühne, aber ich denke, darum geht es gar nicht!
    Der Mann hat etwas geschafft, was allen anderen fehlt! Er hat uns nicht als Kritiker berufen, sondern er hat uns alle für einen Moment vereint! Jeden in seiner Unzulänglichkeit für einzigartig erklärt! Jeder hat in diesem Moment erkannt, dass es möglich ist, die Ewigkeit zu berühren! Ich bin dafür dankbar!

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