John Asht und Literaturkritik

Ab und an schreibe ich hier ja auch mal über Bücher. In der Regel recht positiv, weil ich euch die Bücher vorstellen will, die ich gelesen und für gut befunden habe. Ähnlich – wenn auch viel mehr – macht es auch Myriel, die in ihrem Blog “Bücherzeit” über von ihr gelesene Bücher berichtet. So auch im letzten November, als sie über “Twin-Pryx. Zwillingsbrut” von John Asht berichtete. Und das nicht gerade positiv:

Bei meinem ersten Versuch mit diesem Buch habe ich es nicht mal bis Seite 30 geschafft, beim zweiten Anlauf immerhin bis Seite 90. Einen Dritten wird es nicht geben. Denn auf diesen Seiten sind mir schon so viele Dinge aufgefallen und haben mir quer im Magen gelegen, so dass ich gar nicht erst wissen möchte, wie es weiter geht.

 

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Phishing bei ClickAndBuy

imageGerade hat man eine Menge Geld für Bücher (um genau zu sein "Die Landkarte der Zeit” und “The Graveyard Book” [dt.]) ausgegeben und bekommt dann eine solche Email auf dem iPhone angezeigt:

Sehr geehrter Kunde,

Diese E-Mail bestätigt, dass Sie eine Steuererstattung von 54,50
Euro von ClickandBuy

Bitte akzeptieren Sie die Steuererstattung. Das Geld
erscheint in Ihr ClickandBuy-Konto nach 3-7 Tagen.

Eine Erstattung kann für eine Vielzahl von Gründen verzögern.

[…]

Die Freude über einen Geldregen konnte aber nicht wirklich aufkommen. Das schlechte Deutsch ist der erste Hinweis und dann: Steuererstattung? In Höhe von 54,50? Wie viel muss man denn dafür bei ClickAndBuy theoretisch dafür gezahlt haben? Ich komme vielleicht mit allen iTunes Käufen auf diesen Wert.

Also wie immer Vorsicht bei solchen Phishing-Emails und dann ganz fix in den Papierkorb :)

Google Street View ist doch schon von Geoscoring überholt

Was in letzter Zeit für ein Wirbel um Google Street View gemacht wird. Der neue Dienst von Google macht nichts anderes, als durch die Straßen zu fahren, diese fotographisch zu erfassen und in eine 3D Umgebung zu fassen. Natürlich kann man dadurch durch andere Städte gehen ohne die eigenen vier Wände zu verlassen. So kann man sein Wohnumfeld schonmal betrachten, bevor man sich um eine Wohnung bemüht oder kann den Weg zum Hotel in einer fremden Stadt schonmal virtuell abgehen. Das ist der Sinn dabei. Ob man es braucht oder nutzen wird, ist dabei ja eine andere Frage. Der vorgebrachte Vorwurf Verbrecher könnten ihre Objekte besser ausspionieren halte ich dagegen für blödsinnig. Ein Verbrecher erhält durch Google View nicht mehr Infos, als durch eine normale Fahrt durch die Stadt. Eher weniger, weil es ja nur Fotos sind.

Und dann ist da noch der Datenschutz. Dies ist sicherlich ein wichtiges Thema, aber ist das das Problem ist doch nicht, dass Häuserfassaden fotografiert werden. Dies sind Daten, die ja direkt keine Verbindung zu den Bewohnern herstellen.

Die gleichen Politiker, die nun den Datenschutz gegenüber Google hoch halten, haben dagegen kein Problem mit Nacktscannern an Flughäfen, mit Onlinedurchsuchungen oder anderen Datenbanken, wo individuelle Daten gespeichert werden. Und gegen Geoscoring sieht Google Street View wie eine verstaubte Datensammlung aus.

In dem Verfahren wird man selber anhand der Rückzahlungsmoral seines Umfeldes eingestuft. Also wenn die Nachbarn dazu neigen ihre Rechnungen nicht zu bezahlen kann es vorkommen, dass man selber nicht auf Rechnung bestellen kann oder gar auf einen Kredit verzichten. Und die Bundesregierung hatte nichts dagegen.

Die Bundesregierung findet es also nicht gut, wenn ein Konzern Fotos von Häusern macht und damit 3D Ansichten von Städten macht. Aber wenn Kreditinstitute Daten über die Bewohner in den Häusern sammeln und jemanden anhand des Verhaltens der Nachbarn mit in eine Schublade packen, dann ist kein Datenschutzproblem. Etwas anonymes wie Wände ist also schlimmer als Finanzdaten. Soviel zur Logik.

Wenn die Urheberrechtsschützer der Urheberrecht verletzen

Eigentlich ist das Urheberrecht ja eine ganz tolle Sache: Wer etwas erstellt, soll auch das Recht an diesem Produkt haben und alleine entscheiden können, was auch immer damit geschehen darf. Im Internet wird es zunehmend schwerer dies zu kontrollieren, weshalb bei YouTube immer mal wieder Videos verschwinden, die eben Musik nutzen. Man mag darüber streiten, ob das Urheberrecht dieser neuen Technik angepasst werden müsste und man andere Wege finden muss, um den Ersteller von Produkten zu entlohnen. Eine Anpassung sind meines Erachtens die Regeln des Creative Commons. Hier gibt man unter bestimmten Bedingungen das eigene Werk frei, beispielsweise unter Namensnennung. Dennoch: Der Kampf alter Organe des Urheberrechts geht doch etwas weit.

Womöglich beim Versuch Musikvideos und ähnliches beim Videoportal Vimeo.com zu löschen ist die “Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverstößen e.V.” nun womöglich selbst zum Verletzer der Urheberrechte geworden. Netzpolitik.org berichtet in zwei Beiträgen davon, dass diese einige Videos haben entfernen lassen. Darunter auch mehrere Folgen des Elektrischen Reporters von Sixtus oder das “Du bist Terrorist”-Video. Das Problem: Beide standen eben unter besagter Creative Commons Lizenz bzw. wurde von diesen selber reingestellt.

Auf seiner Seite beschreibt die GVU die Rechte des Urhebers wie folgt:

Nur der Urheber hat ein ausschließliches Recht an seinem Werk. [...] Der Urheber entscheidet, wann und wie und ob überhaupt mit seinem Werk Geld verdient wird. Dem Urheber steht es frei, sein Werk kostenfrei jedem zugänglich zu machen. Er kann auch jedem die unbegrenzte Vervielfältigung seines Werkes erlauben. Er hat aber ebenso das Recht, den Zugang zum Werk wie dessen Vervielfältigung zu beschränken. Diese individuelle Entscheidung des Urhebers gilt es zu respektieren.

Es muss nicht zwingend respektlos sein, was da geschehen ist – um den letzten Satz des Textes mal aufzugreifen. Aber auch ohne unterstellte Absicht der GVU stellt sich doch die Frage, wie das passieren kann und wer eine solche Organisation eigentlich kontrolliert. Und angesichts der “Raubkopierer sind Verbrecher” Kampagnen und weiteren darf man sich jetzt auch mal ganz genüsslich zurück lehnen und gespannt sein, wie nun der “Chefankläger” in Sachen Urheberrecht mal zurechtgewiesen wird – Rechtsmittel sind jedenfalls schon in Aussicht gestellt. Urheberrecht wird eben nicht nur von den finsteren und bösen Raubkopierern verletzt, sondern offensichtlich auch von der Seite, die es sich sonst ganz groß auf die eigene Fahne schreibt. Aber vielleicht gibt es in dieser Welt keine kostenlosen Angebote und im paranoiden Wahn des Untergangs von Film- und Musikindustrie wird lieber einmal zuviel gelöscht als zuwenig?

Twitter Verwirrung über Zurück in die Zukunft

Ich bin auch drauf reingefallen und habe es unkorrigiert noch kurz vor meiner Fahrt zum Rollenspiel getwittert:

In ‘Back to the Future’ Doc Scott sets the time clock in the Delorean to a day 25 years in the future. Today is that day! (Link zum Originaltweet – hatte nur nen RT)

Irgendwie fand ich die Meldung ganz nett und bin einfach davon ausgegangen, dass sie stimmt. Und da ich für Twitter jetzt auch keine riesigen Recherchen mache im Normalfall wurde es einfach als Anekdote weitergegeben. Wie ich nun weiss, wohl fehlerhaft.

Denn heute vor 25 Jahren lief der Film an. Gespielt hatte er allerdings am 21. Oktober 1985. Und der erste Film führte auch nicht in die Zukunft, sondern in die Vergangenheit. Erst im zweiten ging es in die Zukunft und selbst dann wäre es das Jahr 2015 gewesen. Alles genauestens Nachzulesen bei Medienrauschen.

Ob ich in 5 Jahren daran denke, den Tweet dann nochmal zu schicken wage ich einfach mal zu bezweifeln, aber somit ist das ja erstmal bereinigt. Und dann gibt es bestimmt wieder nen Tweet zum retweeten ;)

Gerüchte über Gerüchte bei Bundespräsidentenwahl

Momentan läuft der 2. Wahlgang bei der Bundespräsidentenwahl. Nach dem ersten Wahlgang gab es in der Auszählzeit schon einige Gerüchte per Twitter. Sogar mit Zahlen wurde schon hantiert, obwohl den Wahlhelfern die Handys abgenommen wurden. “Aus gut informierten Kreisen: 529 Gauck, 595 Wulff, 118 Jochimsen, 2 Rennicke” hieß es in dieser Nachricht. Keine der Zahlen sollte sich bestätigen.

Aber – auch wenn die ARD dies auf Twitter schieben wollte – auch die klassischen Medien heizten die Gerüchteküche an. Dort wurde nämlich von Blumen berichtet, die herangetragen werden und von Fotographen, die sich sammeln. All dies seien Anzeichen für das Ergebnis und auch aus dem letzten Jahr bekannt. Später wurde dann gesagt dieses Gerücht wäre bei Twitter aufgekommen, obwohl dort diese Meldung nur von der ARD übernommen wurde.

Eins kamm man definitiv sagen, dass die Geheimhaltung dieses Jahr besser funktionierte. Die Ruhrbarone titelten darum wohl zurecht “Bundestagspräsi Lammert schlägt Twitter”. Bin mal gespannt, was in den nächsten Runde jetzt für Gerüchte aufkommen… ;)

Neues Layout

Soo… länger als geplant hat es gedauert, bis das neue Layout da war. Nachdem ich letztens ja bereits einen Restart angekündigt hatte, zündete der nicht sofort. Der Grund hierfür ist auch, dass das neue Layout mir eigentlich zwar gefiel, aber angesichts der Tatsache, dass Artikelbilder eine wichtige Rolle spielen, oft auch einfach ausgebremst hat. Denn manchmal hat man nicht sofort eins oder es lohnt für manche kleinen Artikel eigentlich auch nicht. Also habe ich weiter gesucht und bin bei Zinfolio gelandet. Die letzten Tage habe ich dann in einer Testumgebung das Theme so überarbeitet, dass es für meine Bedürfnisse passt. Der Vorteil: Ich kann weiter mit Bildern arbeiten und habe oben auch die letzten größeren und wichtigen Artikel noch immer in einer Slideshow, aber weiter unten eben auch kleinere Artikel. In die Box dazwischen sollen dann wichtigere Reihen oder Artikel gesetzt werden, momentan denke ich an die Reihe zum Kalten Krieg oder zu Wissenschaftlichen Texten mit Word, aber das kann noch ein paar Tage warten :) Continue reading

Restart

So…lange genug hat dieses Blog im Schlaf verbracht. Ein neuer Anlauf, um an die guten alten Zeiten anzuknüpfen und wieder häufiger zu bloggen. Und dazu gehört ab sofort auch ein neues Erscheinungsbild. Bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich die verschiedenen “Boxen” hier auf der Seite zukünftig sinnvoller nutze als jetzt, aber da fällt mir schon noch etwas ein :) Erstmal ist das Ziel wieder regelmäßiger Artikel zu verfassen…das andere ergibt sich dann schon irgendwie.