US Präsidentschaftswahl 2012

Die Präsidentschaftswahl wird mal wieder von mir mitgebloggt. Da Coveritlive inzwischen Geld verlangt und ich nicht weiß, was Trial nun bedeutet oder nicht, wird Storify ausprobiert. Leider aktualisiert nicht automatisch, also ggf. mal das ein oder andere mal auf den “Aktualisieren-Button” oder F5 drücken :) Continue reading

Vorbereitung auf die Präsidentenwahl 2012

In wenigen Stunden schließen die ersten Wahllokale an der Westküste der Vereinigten Staaten und anders als vor vier Jahren ist das Rennen um den Posten des wichtigsten Regierungschefs der Welt dieses mal offener als man es vermuten mag. Ich werde wieder live bloggen ab irgendwann zwischen 23 und 24 Uhr. Ganz genau kann ich es nicht sagen, denn wir werden die Wahl in einer kleinen Runde gucken. Aber dennoch habe ich mich auf die Wahl vorbereitet: Mit einer Excel Datei kann man den aktuellen Kampf gut verfolgen:

Länderliste

Mit einem Klick auf das Bild oder hier direkt könnt ihr euch das Excel Dokument herunterladen. Die Einstufungen stammen dabei von der Seite RealClearPolitics.com, die ich im letzten Wahlkampf schon schätzen gelernt hatte. Alle dort recht sicheren Zuordnungen hatte ich als “Sicher” angegeben. Die bei denen es wahrscheinlich ist als Prognose – eine wie sich erst im Nachhinein darstellte eher unnötige Kategorie. Tendenz ist meine eigene Prognose und hat die Staaten mit mehr als zwei Prozentpunkten Vorsprung für einen Kandidaten diesem zugewiesen, auch wenn es sich um “Battlegrounds” also umstrittene Staaten handelt. Und mit dieser Prognose dürfte Obama das Rennen machen:

Prognose

Ob es klappt, sehen wir erst heute Nacht. Die wichtigsten Staaten tauchen bereits um 2 und 3 Uhr auf, so dass man dort auf Ergebnisse hoffen kann. Wenn es nicht zu eng wird und nachgezählt werden muss. Dann kann sich das hinziehen :)

 

 

Weitere Interessante Links zur Wahl:

Obama siegt bei Präsidentschaftswahlen!

Um 3:26 stand das Ergebnis der Wahlen faktisch fest. Der wichtige “swing state” Ohio ging an den demokratischen Kandidaten Barack Obama. Nicht nur wegen der “Regel”, dass noch nie ein Republikaner ins Weiße Haus einziehen durfte, der nicht diesen Bundesstaat gewonnen hatte, denn diese könnte sich ändern. Nein, die Zahlen waren zu erdrückend. Bereits im Vorfeld waren die Prognosen erdrückend für die Republikaner:

pollsterpoll

Bereits in den Umfragen lag Obama damit über den geforderten 270 Stimmen. Selbst bei pessimistischeren Rechnungen lag er bei 276 Stimmen knapp drüber. Und die ersten Wahlergebnisse zeigten keine großen Abweichungen von diesem Ergebnis: Rote Staaten gingen an McCain, Blaue an Obama und die gelben waren eben kritisch. Dann ging Georgia an McCain und dies war dann die erste “Überrachung” des Abends. Als dann um 3:26 die Nachrichten durchsickerten, dass verschiedene Sender den Sieg in Ohio an Barack Obama gaben. CNN zog wenige Minuten nach und es stand zu dem Zeitpunkt damit 194 zu 69 Wahlmänner.

Wer da noch zweifelte, für den machte John King von CNN das beliebte Spielchen auf der Karte und vergab alle Staaten an John McCain, bei denen dies wahrscheinlich war und sogar die, bei denen er zwar nicht damit rechnete, aber auch nicht völlig unmöglich ist, dass McCain dort gewinnen sollte. Die Aussage “I can’t see that he will get it… ok, give it to him” ((Ich kann nicht sehen, dass er dieses bekommen wird … okay, geben wir ihm es”)) macht deutlich, dass er wirklich alles realistische versucht hatte, um McCain zu geben, was möglich ist. Trotzdem kam er nur auf 266 Stimmen – um 3:42 war dann entgültig klar, dass McCain diese Wahl verloren hatte. Die Frage ist nur, wie lange würden die Swing States im Westen (Indiana, Virginia, North Carolina und Florida) brauchen, um zu einem Ergebnis zu kommen.

Um kurz vor 5 kam dann das Ergebnis aus Virginia: 13 Stimmen für Obama. Und als dann kurz danach die Wahlen in Kalifornien zuende gingen, wurden erst keine Projections für gewonnene Staaten ((Washington und Karlifornien)) mehr gegeben, sondern sofort das Ergebnis. Barack Obama wurde um 5:01 zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.

image

Hier kann man die Verteilung zu dem Zeitpunkt sehen. Wie stark der Sieg wird, muss sich erst noch ein wenig zeigen. Florida wird inzwischen leicht blau gezeichnet, Oregon, Nevada und Colorado ebenso. Aber diese Karte werde ich mit einer genaueren Betrachtung sicher noch nachreichen.

In diesem Moment (5:25) redet John McCain und gesteht in einer guten patriotische Rede die Niederlage ein und Obama – bei einigen Buh-Rufen – zu seiner Siege gratulierte und ihm Respekt zollte.

[Eigentlich sollte hier ein Abschnitt zu Obamas Rede rein, aber das packe ich nach 20 Minuten Warten doch in einen eigenen Beitrag. ;) ]

Zum Abschluss noch vielen Dank an die Mitdiskutanten beim Liveblog. Bei Pillenknick findet man das Liveblog von dogma_p eine gute Zusammenfassung der Ergebnisse, vor allem auch zur Senatswahl, die ebenfalls stattfand.

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Nacht der Entscheidung

Heute Nacht fällt die Entscheidung, wer in den nächsten 4 Jahre in den USA die Zügel in der Hand hält: Barack Obama oder John McCain. Ich hatte erst überlegt noch einen Vorbericht zu posten, aber ich integriere dies in mein Live-Blog gleich. Die Beobachtung heute nacht ist – anders als früher – nicht nur ein persönlicher Spleen oder was auch immer, sondern ich muss auch am Donnerstag ein Referat halten. Also sowohl während der Wahl, aber auch später freue ich mich üer Analysen und ähnliches. So, aber genug der Vorrede und zum Live-Blog mit der Ankündigung, dass ich dabei sicher nicht ganz neutral seien kann, denn die Cola light, die mich durch die Nacht tragen wird, befindet sich in einem “HOPE – Obama 2008″ Becher :D

Linksammlung zur US Wahl und mehr

Da ich auch ein Referat darüber halten muss und auch zum allgemeinen Interesse eine Linksammlung zur US Wahl, die ständig aktualisiert wird.

Wahlsystem

Die Wahl heute nacht

Außenpolitische Positionen

Weitere Linklisten

US-Wahl begonnen

Seit 10 Minuten wird in den USA der nächste US Präsident gewählt, denn seit 12 Uhr MEZ sind die Wahllokale an der Ostküste geöffnet. Den ersten Sieg hat Barack Obama aber bereits eingefahren: Bei den traditionell bereits um Mitternacht startenden Wahlen in kleineren Ortschaften in New Hampshire hatte er seinen Konkurrenten recht eindeutig hinter sich gelassen:

15 Wähler stimmten in Dixville Notch für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama, 47. Auf seinen 72-jährigen Rivalen John McCain entfielen nur sechs Stimmen. Auch in Hart’s Location gewann Obama: 17 Wähler stimmten für ihn, zehn für McCain.

Das Besondere an diesem Wahlausgang ist weniger das diese Örtchen nun wahlentscheident wären, vielmehr handelt es sich um klassisch republikanische Ortschaften. Sollte Obama auch in anderen “roten”-Staaten eine Wende herbeiführen dürfte die Wahl nach nicht allzulange dauern. Nichts desto trotz werde ich die Nacht über die Wahl beobachten und hier auch live bloggen. Ab ca. 23:30 Uhr wird es losgehen.

Der nächste US-Präsident heißt Barack Obama

Zugegeben, ich bin etwas früh dran mit diesem Titel, aber nachdem ich das Thema in den letzten Wochen etwas hab schleifen lassen, braucht man eine reißerische Überschrift. Obwohl: So reißerisch ist sie nicht, denn in Irland hat beispielsweise ein Wettbüro die Sache schon als entschieden angesehen und den Wettern ihren Gewinn bereits ausgezahlt.

Basieren tut dies wohl offensichtlich auf den Umfragen, die ganz eindeutig in eine Richtung gehen. Und damit ist weniger die landesweite Stimmung in den USA gemeint, bei der Obama mit 8 Prozent führt, sondern entscheidender ist die Stimmung in den einzelnen Staaten. Es zählt – nur zur Erinnerung – nämlich das Ergebnis der einzelnen Staaten: Wer dort die Mehrheit gewinnt, bekommt – in den meisten Fällen – alle Wahlmänner aus diesem Staat. Und am ende muss man so auf 270 Wahlmänner kommen.

Nach den kumulierten Ergebnissen von Pollster hat Obama dieses Ergebnis weit überschritten und liegt auch in den meisten der unsicheren (gelben) Staaten vorne:

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In dieses Ergebnis noch nicht eingeflossen ist die neuste Wahlempfehlung, die Barack Obama verbuchen kann: Der ehemalige Außenminister unter George W. Bush Colin Powell hat gesagt, er werde – als Republikaner – für Obama stimmen. McCain sei ihm zu weit nach rechts gerutscht. Vor allem für gemäßigte Unentschlossene der Mitte ein guter Grund nochmal über die Wahl nachzudenken.

Insgesamt weiß man nicht, womit McCain Obama noch einholen will. Bereits in den letzten Wochen hatte man einen harten Kurs gefahren und versucht dessen Kontakte in den 70er Jahren mit einem Bombenleger gegen ihn zu verwenden, was aber nicht zündete. Im Gegenteil: Die Vize-Präsidentschaftskandidatin muss sich gegen eigene Vorwürfe wehren und gilt als unfähig für ein solch hohes Amt.

In diesem Sinne scheint das Ergebnis vom 4. November zwar bereits festzustehen, aber dennoch werde ich das natürlich live beobachten und hier mitbloggen ;)

“Dies sind die Mauern, die wir nun einreißen müssen”

imageTja, das Obama heute in Berlin war, ist keine Neuigkeit und viele von euch haben wahrscheinlich die Rede im Fernsehen oder gar direkt mit den 200.000 Menschen auf dem “Obamafest” ((wie es teilweise genannt wurde)) verfolgt. Die größte Zuhöhrerschaft hatte Obama bisher mit 60.000 Leuten in Portland im Mai. Also sein bisher größter Wahlauftritt war damit heute in Berlin, Germany. In seiner Rede ging es damit um das transatlantische Verhältnis und darum zur Lösung der Probleme doch verstärkter zusammengearbeitet werden müsste. Das ZDF ((und mein Bruder)) meinte er hätte sich damit als Weltpräsident präsentiert und nicht nur als Weltbürger. Das ist ja auch kein Wunder, wenn man alle Wörter seiner Rede in einer Tag-Wolke zusammenstellt, ist Welt das häufig benutzte Wort seiner Rede:

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So, aber jetzt doch noch einige Anmerkungen zu der Rede: (Originaltext gibt es hier, Auszüge in Deutsch hier)

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Kennedy und Reagan in Berlin

Aus aktuellem Anlass hier die beiden Reden von John F. Kennedy und Ronald Reagan in Berlin:

(Deutsche Übersetzung der Rede von Kennedy)

Es wird ja gerne davon ausgegangen, dass die Rede heute Abend ähnlich historisch werden würde, wobei diese Erwartung schon etwas übertrieben ist. Obama wird sicherlich versuchen diese Reden einzubeziehen, aber beide Reden haben ihre Bedeutung eben auch aus dem historischen Hintergrund.

Kennedy kam nach dem Mauerbau in die nun geteilte Stadt. Die Teilung war ein gewaltiger Schock für die Bewohner Berlins, beendete aber auch faktisch die zweite Berlin Krise. Mit diesem Besuch stärkte Kennedy das Vertrauen in den amerikanischen Bündnispartner und dessen Sicherheitsgarantien für das freie Berlin. Und Reagans Rede gewinnt insbesondere durch den Wandel im Osten und schließlich den Mauerfall zwei Jahre später seine große Bedeutung.

Wenn ein nichtmal bestimmter Präsidentschaftskandidat ((die formelle Nominierung findet ja erst Ende August statt)) nun ohne großen historischen Hintergrund eine solche Rede hält, kann diese sehr gut werden – dass hat er bei seiner Rede zur Rassenfrage “A more perfect union” bewiesen – aber historisch ist schon etwas viel erwartet. Ich bin jedenfalls mal gespannt, denn über das transatlantische Verhältnis wird es sicher gehen. Wie gesagt ab 18.30 ((vielleicht etwas später)) gibt es hier ja ein Live-Blog mit Kommentarmöglichkeit ;)