Blogs aus Burma

Es ist nicht leicht, frische Informationen aus Burma zu bekommen, da ausländische Journalisten in dem Land nicht willkommen sind und auch sonst Zensur an der Tagesordnung ist. Umso gefährlicher leben dort diejenigen, die über das Internet Informationen in die Welt streuen. Der Startupblogger und Robert Basic haben dazu eine Liste von burmischen Blogs zusammengestellt:

Update: Die Militärregierung in Burma hat die Internet und auch Telefonverbindungen von und nach Burma inzwischen gekappt. Von daher kann nur gehofft werden, dass auf irgendeinem weg doch noch Bilder und Informationen in die obenstehenden Blogs gelangen. Siehe hierzu meinen aktuelleren Beitrag zur Situation in Burma.

Update 2: In einem noch neueren Artikel gibt es neben zwei Verlinkungen zu Sammlungen von aktuellen Informationen auch Neues aus den Vereinten Nationen, zu Produkten, die das Regime in Birma unterstützen, und zur Situation Chinas.  Über Odenwald Geschichten bin ich auch auf einen Artikel bei Spiegel Online gekommen, der nochmal die Situation aber auch Bedeutung von Blogs deutlich macht:

Als die Machthaber 1988 rund 3000 Oppositionelle ermordeten, wurde das von der Weltöffentlichkeit praktisch nicht registriert. Jetzt werden die Massenproteste der Mönche genau verfolgt. Ermöglicht wird dies durch die Arbeit Hunderter Blogger, die ihre Eindrücke schildern – und so ihr eigenes Lebens aufs Spiel setzen. In kaum einem anderen Land wird das Internet so intensiv kontrolliert wie in Burma. Wer einen Computer betreibt und nicht den staatlichen Internet-Anbieter benutzt, dem droht eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. Die Anbieter kostenloser E-Mail-Adressen werden blockiert.

In den Blogs häufen sich Aufrufe, Bilder und Videos hochzuladen. In Foren tauschen sich die Menschen aus, bitten Journalisten, die Fotos zu veröffentlichen und so einen “Wandel im Land” zu ermöglichen. Die Leser werden animiert, sich an die Uno zu wenden und deren Einschreiten zu fordern.

Das Echo ist enorm: Die Zugriffe auf den Blog von Ko Htike haben sich in den vergangenen Tagen verzehnfacht. Der in London lebende Burmese hat seinen Literatur-Blog in ein politisches Forum verwandelt. “Etwa zehn Menschen aus Burma schicken mir regelmäßig ihre Informationen. Sie gehen dazu in Internetcafés, einige senden mir die Bilder per Mail”, sagte er “BBC News”. “Die Menschen marschieren mit den Mönchen und sobald sie Bilder aufgenommen oder neue Informationen erhalten haben, gehen sie in ein Café und schicken sie.”

Informationen zur Entwicklung in Burma gibt’s natürlich auch in meinem Blog :) Abonniere einfach meinen RSS-Feed [?] oder lasse dir neue Meldungen per Email zuschicken, um auf dem Laufenden zu bleiben.
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13 thoughts on “Blogs aus Burma

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  5. Habe in der FAZ von Hartmut Schliefkowitz unter “Tote und Verletzte in Burma”die Lesermeinung gefunden,das Mönche in Burma in der Öffentlichkeit Alkohol trinken,Geld-
    fälschung in den Klostern Betreiben,Sexpartis Feiern,zur
    Hetze gegen die Regierung aufrufen und Junge Knaben die ins Kloster kommen Sexuell Mißbrauchen.Nach Richtigstellung durch mich,(35 Jahre Asien)war die Antwort der Doofe Sextourist hat sein Wissen aus Barbesuche und ich würde sein Wissen(20 Jahre Burma)
    vor Ort Erworben nicht Erschüttern.

  6. man weiss ja nie, auch in Thailand, wer sich in solchen orangefarbenen oder roten Roben versteckt. Aber in Burma wuerde ich ohne weiteres glauben, wenn mir jemand erzaehlen wuerde, dass sich “Soldaten” auf Befehl den Kopf kahl scheren lassen und in eine rote Robe huepfen. Und “Soldaten” in Burma haben ja auch eine Lizens zum Vergewaltigen.

  7. Hallo,würde Euch Empfehlen mal in die Frankfurter zu gehen und dort diesen Forumschreiber genau zu lesen.
    Er Behauptet,20 Jahre Burmaerfahrung zu haben und diese
    Beobachtung über die Lebensgewohnheit der Mönche in diesen 20 Jahren gesammelt hat.
    Das ist der Knackpunkt,nach seinen Beobachtungen ist das
    in allen Klöstern,Öffentlich zu Beobachten gewesen.Also schon vor den Demonstrationen.
    Habe auch Vergessen zu Erwähnen,die Mönche Betreiben
    Opiumschmuggel und Handel.
    Kann man in Deutschland gegen diesen Mann keine Strafanzeige Erstatten wegen Diffamierung der Religion in Burma?

  8. Wie man leider auch in diesem Blog sieht, scheint das Geschehen in Burma/Myanmar in Vergessenheit geraten zu sein. …

    Nur zur Info: die AVAAZ.org braucht immer noch knapp 170.000 Stimmen für die Burma-Petition, die sie dem UN-Sicherheitsrat überreichen will. Momentan sind es um die 834.000. Wer sich jetzt fragt, was oder wer die AVAAZ ist, sollte vielleicht mal Google benutzen.
    Dass bis jetzt immer noch nicht mal die benötigten 1 Million Stimmen für die Petition gegeben worden sind, lässt mich mal wieder für die Menschheit schämen, schämen für solche Fragen wie “Was bringt das schon?”, schämen für solche Anteilnahmslosigkeit, solange der eigene A…. gewärmt und sicher ist, schämen für so viel Heuchelei, wenn das Thema auf Ungerechtigkeit kommt, schämen über…

    Wer sich nicht zu fein ist, doch seine Stimme zu geben oder zu den Leuten gehört, die wenigstens versuchen wollen etwas zu bewegen, der kann dies hier tun:

    http://www.avaaz.org/en/stand_with_burma/

    p.s.:
    schöne Weihnachtsfeiertage mit viel Friede, Freude, Eierkuchen!

  9. Ich denke der Sarkasmus ist hier fehl am Platze, denn auch wenn Burma nicht mehr Hauptthema in diesem Blog ist, bedeutet es ja nicht, dass man sich dafür nicht mehr interessiert. Fakt ist aber auch, dass es eben nicht nur Burma gibt, ich das Blog nur nebenbei betreibe und von daher viele, viele Themen habe über die ich gerne mehr schreiben würde, aber die dann doch hinten rüber fallen. Das ist traurig, ist aber so. Und ich habe die Petition auch unterzeichnet, wohlwissend was der SR damit macht: Nichts. Dennoch werde ich auch auf die Aktion hinweisen. Aber ganz ehrlich: Mit einem freundlicheren Ton, wäre sicher der Sache mehr geholfen als mit solchem ungerechtfertigten Sarkasmus.

  10. Ich stelle fest, wie in allen Blocks wird auch hier viel polemisiert. Meinungen oder Beobachtungen Dritter werden unflätig, ja gar mit dem Ruf nach Abstrafung abgekanzelt. Es ist für mich die Frage wie es angehen kann, dass jemand der 35 Jahre Burmakenner ist, von den Übelständen nichts bemerkt hat. Und dem Rufer nach einer Strafanzeige: Anzeigen kann man nahezu alles. Nur man muß in diesem Fall das Gegenteil belegen können …. nicht behaupten! Ansonsten ist es strafbar jemanden mit einer unbegründeten Strafanzeige der Strafverfolgung auszusetzen. Wie kleingeistig solch ein Ansinnen ist, muß nicht extra erwähnt werden. Und zur Untermauerung: Ich bin mit einer Burmesin verheiratet, ich habe dort Haus und Hof und mehr.
    Mir muß nun wahrlich niemand mehr etwas vom wirklichen Leben in Burma erzählen, auch dann nicht, wenn er für sich in Anspruch nimmt, 35 Jahre Burma zu kennen. Es gibt in Deutschland Menschen die hier schon 80 Jahre leben und nichts von dem begriffen haben was Deutschland ausgemacht hat und derzeit ausmacht. Sorry, ich glaube was ich persönlich sehe und anders wahrnehme. Ich will nichts relativieren, aber nirgendwo habe ich behauptet, querbeet seien alle Mönche Burmas oder Asiens kriminell. Aber es gibt sie in mehr oder weniger großer Anzahl unter den ehrbaren Mönchen, diese Kriminellen!

  11. Ich habe niemandem mit einer Strafanzeige gedroht und ob derjenige, der es getan hat, hier noch verbei guckt… wer weiss :)
    Ansonsten kann ich zu der Diskussion nicht viel sagen, außer eben, dass was ich oben schon sagte: “Ich glaube ganz einfach nicht, dass dort Zehntausende Alkoholiker, Geldfälscher und Pädophile für Freiheit demonstriert haben.” Das es auch Missstände in Klöstern geben mag, ist damit ja nicht ausgeschlossen.

  12. Pingback: Widerhaken» Blog Archive » Freie Blogs aus Burma

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