Bahnstreik vor Gericht

Am Freitag sollten die Streiks der GDL wieder losgehen. Nun hat die Bahn abermals die Gerichte eingeschaltet, um diese per einstweiliger Verfügung aufzuheben. Währenddessen wurde bekannt, dass die Streikmassnahmen noch begrenzt seien und auch nur wenige Stunden dauern würden. Dennoch werde ich wohl eher meinen Arbeitstag in Düsseldorf von Freitag auf Donnerstag vorverlegen. Wie lange sich das hinzieht, weiss ich nicht – ich befürchte momentan das Schlimmste. Mich würde aber mal interessieren, was du von diesem Streik erwartest? Also wie lange wird er dauern, wie kann er enden? Vielleicht ergibt sich ja eine kleine Diskussion hierzu ;)

Also ich bin etwas unsicher, aber rechne eher mit dem schlimmsten, nämlich einem Dauerzustand von immer wieder auftretenden Streiks, also die Taktik vom Freitag mit gezielten, stundenweisen Streiks an verschiedenen Tagen anhält. Grund hierfür ist, dass ich momentan nicht erkenne, wo der Kompromiss, die Lösung sein könnte. Die Bahn kann kaum 31 Prozent mehr Lohn zahlen und GDL waren selbst Diskussionsvorschläge von 10 Prozent (bei zwei Stunden Mehrarbeit) zuwenig. Wenn man aber darüber nicht diskutiert, läuft es darauf hinaus, dass am Ende einer aufgeben muss und ich sehe nicht wer dies sein sollte. Was denkst du? Wie gehst du mit der Streiksituation um?

  • Delicious
  • Facebook
  • StumbleUpon
  • Twitter
  • RSS Feed

0 thoughts on “Bahnstreik vor Gericht

  1. Ja, Planung ist alles. Ich hab am Freitag ein Vorstellungsgespräch, das eigentlich mit der Bahn leicht zu erreichen wäre, weil die Firma auch praktisch an einem Bahnhof liegt. Aber nachdem die GDL zumindest ankündigt wann sie etwas unternimmt, hab ich mir dann doch eine andere Fahrgelegenheit organisiert.

    Ich bin ja, obwohl ich mich eher ins liberal bis konservative Lager einordne ein großer Fan der Gewerkschaften. Nicht nur weil da ein paar Sozigene in meiner Familie sind, sondern weil auch der Arbeitsmarkt nur dann funktioniert, wenn zwei Seiten den besten Weg aushandeln. Insofern finde ich auch Streiks völlig legitim, aber in diesem Fall kann ich mich wie viele dem Eindruck nicht erwehren, das da ein GDL-Vorsitzender sich kurz vor der Pensionierung noch ein Denkmal setzen möchte. Natürlich verdienen Lokführer zu wenig, ich kenne Leute deren Einstiegsgehalt nach dem Studium das Endgehalt eines Lokführers übersteigt. Aber die Lohnsteigerung muss eben in Massen vor sich gehen, dafür bin ich dann auch gerne bereit steigende Ticketpreise zu aktzeptieren.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Comments links could be nofollow free.